Revolution

Der Unterschied zwischen künstlerischer und politischer Revolution: erstere kommt aus der Freiheit, letztere aus dem Gehorsam. Deswegen ist eine Kulturrevolution praktisch unmöglich, sie widerspricht sich selbst. … mehr lesen … über Revolution

Revolution. Foto: Hufner

Bruchstück einer Fototheorie, die niemand braucht

Was ist denn das, ein Foto? Schon die Antwort ist unmöglich zu geben. Das geht nicht. … mehr lesen … über Bruchstück einer Fototheorie, die niemand braucht

Da soll man objektiv bleiben? Foto: Hufner

Selbstbeobachtung

Hier sind gerade zwei Artikel biographischen Inhalts eingetragen worden. Warum? Darum! – Nein, es geht offenbar eher darum, zu zeigen, wie persönliche Entwicklungen zur Aneignung von Musik führen. Mittlerweile wird an diesem Punkt viel untersucht, empirische Studien aufgebaut, daraus mehr oder weniger sinnvolle Konsequenzen gezogen. Wie kommt Musik in die Menschen. Wie vor allem kommt es zu starken Bindungen an stark bindende Musik? … mehr lesen … über Selbstbeobachtung

Alles Salat. Foto: Hufner

Strudelwärts

Auto mit Augen. Foto: Hufner

Gerade beim Weiterhören durch die digitalen Bäuche der Musikgeschchte wieder bei Franz Schubert gelandet. Und auch hier ein Stück ausgemacht, der direkt ins vegetative System einschießt ohne Umweg berührt. Ein Impromptu. Erinnerung an die Samstage bei meiner Tante in Westhagen (Cola und Kaugummi frei, Fernsehen, Steak und Gurkensalat). Auch meine Tante hatte im Betongebiet von Westhagen eine kleine Plattensammlung und eine Stereoanlage. Hier die Fünfte von Beethoven gehört mit einem amerikanischen Orchester, Boston war es wohl mit Charles Munch. Hier gab es auch andere Musik und ich konnte ihr meine Kompositionen vorspielen auf Kassette. Ganz oben im Haus mit Dachterrasse die Familie Wolkenhauer, er und sie. Er mit einem Glasauge und Fotofan. Beratung über die Kamera, die ich mir kaufen wollte. Heute kaum denkbar: Mehrere Monate Suche, Beratung hier und dort, Testhefte ohne Ende aus der Stadtbibliothek. Eine Welt noch ohne Computer und Internet. Nicht einmal mit Privatfernsehen.

Überschaubar: Die Welt. Obwohl die Bedrohung ja nicht geringer schien. Wolfsburg im Zonenrandgebiet, der Russe vor der Tür und hinter ihm der Chinese. Innerorts deutscher Herbst und so. In der Klasse einer der wenigen, die damals gegen die Einführung der Todesstrafe plädierten. Eigentlich waren wir nur zwei. … mehr lesen … über Strudelwärts

Tunnelblick der Gefühle

Tunneblick der Gefühle. Foto: Hufner

An sich habe ich ja professionell mit Musik zu tun. Das heißt, ich beschäftige mich auf die eine oder andere Art mit ihr. Früher auch duch selber Musizieren und Komponieren, jetzt mehr theoretisch und eher mit den Rahmenbedingungen.

Aber ich bin sehr früh zum Musikerleben gekommen: Geschwister und Eltern haben Musik gemacht, ich war der Kleinste und kam in diese Welt hinein. Bei Familienfesten wurde viel gesungen. Wir hatten auch Schallplatten und man durfte sie auch benutzen, also anhören, ohne den Papa um Erlaubnis zu bitten.

Nun gibt es da eine sehr merkwürdige Erscheinung. So wie ich beim Fernsehen, wenn jemand in schwindelerrregender Höhe steht, ganz tief in meinem Körper eine Art Zuckung spüre, die mich beklemmt, so kommen bei bestimmten Musikstücken eigenartige Gefühle auf. So gestern abend. … mehr lesen … über Tunnelblick der Gefühle

Vorbeifahrt

Reinigung. Foto: Hufner

Hof.

Vorbei an einem Hinweis zu einer Tattoo-Convention, bald ein Quality-Hotel rechterhand, dessen „Quality“ eher zu ahnen als zu sehen ist. Eigentlich eher gar nicht, zu schnell geht es daran vorbei. Es wirkt von außen wie ein Meisterwerk aus Grau in Grau – zumal an einem solchen grauen Tag. Dazwischen seriell funktionale Fensterrahmen in dunkel, die den Ernst der Lage nur hervorheben statt ihn zu brechen. Quality bestimmt noch nicht den Grad der Qualität. Erinnert in anderer Weise an das schnieke Hotel in Darmstadt nahe Bahnhof, wo alle zwei Jahre junge Komponisten und Komponistinnen sowie Musiker und Musikerinnen nobel einkehren. Das heißt sich Maritim, lässt aber kaum eine Ahnung an so etwas wie Meer aufkommen. Höchstens Caspar David Friedrichs Betonmeer Böllenfalltor.

Weiter vorbei an der Haltestelle Freiheitshalle: Scheint überall auf der Welt ein Bedürfnis zu sein, Dingen, die tot sind oder die nicht verwirklicht wurden, ein Monument zu setzen; oder ein Denkmal. Es folgt ein abgerissenes Bahnstellwerk, das so zerrüttet ist, als ob man es so haben wollte. … mehr lesen … über Vorbeifahrt

Emanzipatives Internet oder Auslastung der Demokratie

Beim Blick auf das Besondere verliert man aus den Augen, was nebenbei automatisch auch passiert.  Beim Internet und seinen zugehörigen Möglichkeiten, Dinge auf einfache und schnelle Art zu veröffentlichen (im Gegensatz zur Organisation einer Druckmaschine und dem Vertrieb der Erzeugnisse), ist immer der emanzpipative Charakter bei Vertretern der Gegenöffentlchkeit herausgestellt worden. … mehr lesen … über Emanzipatives Internet oder Auslastung der Demokratie

Musikerin in der Öffentlichkeit. Foto: Hufner

Vergangenheit; Paradoxon

Genau genommen gibt es nur eine Vergangenheit. Das sollte man annehmen. Vermutlich stimmt dies aber nicht. Wir haben vielleicht nur eine Vergangenheit, aber jeder hat einen andere.

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Nur eine Vergangenheit. Foto: Hufner

Nostalgie, bewährt

25 Jahr Mauerfall. Ein Grund zum Feiern, gewiss. Ein Grund, die Landschaft mit symbolischer Politik anzureichern? Doch eher nicht. Man muss sich dass doch mal vorstellen: Nach 25 Jahren ist es immer noch nicht gelungen, simpelste Angleichungen zu bewerkstelligen, wie gleicher Lohn, hier und da. Gerade im öffentlichen Dienst, bei Beamten. Zeigt das Souveränität? Eher doch nicht. … mehr lesen … über Nostalgie, bewährt

Geschichtsfransen. Foto: Hufner

Bahnstreik – Fußnote zum Rechtsstaat

Eine interessant Erfahrung. Nach erster Sympathie für die GDL umgeschwenkt in "Da regiert wohl der Wahnsinn" und nun wieder zurück zu Sympathie, vor allem vor der Tatsache des ungeheuren Aufgebots.an medialer und politischer Macht, die gegen die den Gewerkschaftsboss in Stellung gebracht wird bis hin zur Stürmer-Methoden … mehr lesen … über Bahnstreik – Fußnote zum Rechtsstaat

Schlechte Welt. Foto: Hufner
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Erklärung des Nebels 

Das Blog und der Zettelkasten der „Kritischen Masse“ ist lange Zeit eine Brache gewesen. Die guten alten Blogs sind immer häufiger verloren gegangen und mit ihnen meine Lust, selber noch eines zu führen. Die schnelle Meinung in Twitter und Facebook hat vielerorts die andauernde kontinuierliche Kommunikation im Gefolge entwertet. Die Karawane zog weiter. Ein paar Große blieben übrig. Ein paar Kleinere auch.

Wie viel besser ist es, sich selbst einen Raum zu geben, als nur die Räume zu nutzen, die andere für einen „öffnen“! Die Blogs müssen wieder leben. 

 
 

Gute Links

Gute Links gibt es viele. Aber ein paar sind besonders gut: