„Alle illegalen downloads haben der deutschen Dokumentarfilmbranche materiell weniger geschadet als die Vertragspraxis von ARD und ZDF an einem einzigen Tag.“ (Quelle: Carta)
Seit einiger Zeit wird immer wieder behauptet, dass die Menschen und die Künste nicht zusammen fänden. Man macht da gewiss Unterschiede zwischen Den Künsten. Bildende Kunst und Dichtung gelten als nur bedingt problematisch. Bei Musik gibt es ein Riesendurcheinander. Musikvermittlung wird eingesetzt. Denn irgendwie müssen doch Musik und Menschen einander finden. Ist es wirklich so und ist es wirklich so schlimm? Edgar Wind und Adorno haben da ganz eigene Erfahrungen beschrieben.
Bei Edgar Wind1 und bei Adorno2 habe ich einige andere Einsichten gewonnen.
In dem Kapitel über ästhetische Partizipation stellt Wind fest, dass Kunst und Leben sich auseinanderentwickelt hätten. Die Kunst sei in einer "Randstellung" zu finden. Und die Künstler hätten alles daran gesetzt, dies auch zu wollen:
"... die Größe eines Künstlers offenbarte sich in seiner Macht, die Wahrnehmungsgewohnheiten zu zerstören und der Sensibilität neue Bereiche zu erschließen."3
Ist immer etwas schwierig, wenn man Vorsätzen untreu wird. Etwa: Videos einbauen. Denn das machen viele ganz gerne und auch manchmal sympathisch. Das Dekorative überwiegt jedoch in vielen Fällen und das Auffinden des Absurden oder Kuriosen. Im Bereich der sog. E-Musik entwickelt sich aber eine ganze andere Welt auch. Nämlich zwar auch unterhaltsame Filme, aber auch interpretatorisch interessant. 1
Hier ein Schlagzeuger mit einem Stück (Rebonds B - 1988) von Xenakis.
1. Ganz sicher ist man sich bei den Rechten zwar nicht, zumal wenn man Neue Musik einfließen lässt. Ich nehme einfach mal an, dass es geht.
Gestern ging die Mitgliederversammlung der Gema zuende. Frau Zypries war auch da und freute sich, wie man der Pressemeldung der Gema entnehmen kann. Alles wird besser und die erträge werden schlechter. So müsste man das Ergebnis der Veratsltung zusammenfassen, bei der, nach sicheren Informationen, kaum noch Komponisten aus dem engeren Bereich der E-Musik zugegen waren - zumindest wurden sie nicht gesehen oder geortet.
In einem kleinen Absatz der Meldung zeigte sich aber doch die Neuausrichtung der Gema ganz klar. Aus ihrer Sicht bestimmt ein innovativer und taktisch kluger Schritt. … mehr lesen … über GEMA goes Software
Liebe schlaue Nutzer und Benutzer der Urteilskraft, so es euch denn gibt. Heute ist mal wieder Fragestunde mit Dr. Hufner. Um was dreht es sich wohl bei diesen geradezu sexy-lyrischen Wortkombinationen? … mehr lesen … über Wiederbehaarbar
An jenem Tag vor einer Woche hat sich dann doch mehr getan, als man vermuten musste. Die Phonoverbände haben ein altes Jammerlied angestimmt. Michael Haentjes, Vorsitzender der Phonoverbände ruft wieder einmal auf:
„Die fortschreitende Digitalisierung kreativer Inhalte wie Musik, Filme oder Bücher erfordert dringend eine Neubewertung des Urheberrechts. Vom Kopieren können Künstler nicht leben, deshalb brauchen wie eine breite Debatte zum Schutz geistigen Eigentums in der digitalen Welt.“ [Quelle].
Ich frage mich, was passiert da seit Jahren. Die Debatte ist längst in vollem Gange, freilich nicht immer im Sinne der Vorstellungen der Phonoverbände. Vielleicht sollten die Phonoverbände einfach mal in die laufenden Debatten einsteigen und sich den Positionen stellen, statt sie für sich reklamieren zu wollen. … mehr lesen … über Nachtrag: Tag des geistigen Eigentums
Doch noch passend zum "Tag des geistigen Eigentums" – urteilskraft.de berichtete gestern –, hat die GEMA die Karten auf den Tisch gelegt. Die neue Kampagne heißt: "Schütze deinen Star" und wird zusammen mit der Bravo Gold-Otto-Verleihung in zwei Tagen gestartet. Ausgedacht von der neuen Marketing-Leitung der GEMA.
„Ziel der Marketingkampagne ist es, die jungen Musikfans in einem hoch emotionalen Umfeld direkt anzusprechen und für den Schutz der kreativen Arbeit ihrer Idole zu sensibilisieren,“ erläutert der neue Marketingdirektor der GEMA, Henrik Hörning. „Die Botschaft lautet: Mit legalen Downloads schützt du deinen Star.“ (Siehe auch hier.)
Man kann darüber streiten, ob das der richtige Platz ist, ob es eine vernünftige Zielgruppe ist, ob ein "extrem hoch emotionales Umfeld" dafür besonders geeignet ist. Und ob man mit der Bravo-Show überhaupt so etwas überhaupt transportieren. All das kann man bezweifeln, doch sehen kann man die Ergebnisse erst später. Die Frage davor aber ist: Stimmt dieser Kontext überhaupt. Wer von den Stars ist denn überhaupt von der GEMA vetreten, wer ist überhaupt von den Stars Textautor oder Komponist. Gewiss, die gibt es auch heute noch. … mehr lesen … über Bravo: Neues Margeting bei der GEMA
Nach einer fast viermonatigen Pause ist Janko Roettgers mit seinem Blog zu Mix, burn & R.I.P. wieder da. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht und ihn deshalb vor einiger Zeit angemailt. Er ist ja weit, weit weg. In Los Angeles. Jetzt also ist das Blog zum Buch wieder da.
So, jetzt bin ich wieder da. Was ich langfristig mit dieser Seite anstellen werde, weiß ich immer noch nicht. Aber keine Angst, ein stillschweigendes Abschalten wird es so schnell nicht wieder geben.
Das beruhigt mich dann doch etwas. Und hoffentlich fällt Janko bald wieder etwas feines ein. Sein p2p-Blog hat im Prinzip ja die Nachfolge angetreten. Aber leider ist es in englischer Sprache, was an sich nicht so schlimm wäre, wäre es andererseits um ambitionierte Blogs dieser Prägung in Deutschland nicht so schlecht bestellt. Aber es gibt sie natürlich. Musikdieb.de macht da was zum Beispiel. Sehr aufschlussreich beispielsweise dessen Darlegung einer Remix-Aktion der Fehlfarben. Oder netzpolitik.org in der Rubrik "Musik im Netz". … mehr lesen … über Mix, burn & R.I.P. ist wieder aufgewacht
Ist es wirklich schon so weit? Best-Of-Platten von Gruppen, die nur wenige Lenze zählen. Macht man da nicht besser zunächst eine Gesamtausgabe, weil man doch nichts auswählen kann aus lauter unterschiedslos guten Stücken? Nee. Warum auch? Für die gut einstündige Compilation-CD Pentalogy – The Very Best Of Mardi Gras.bb 1999–2004" wurden nun sechzehn Highlights aus den ersten fünf CDs der Band ausgewählt. … mehr lesen … über Pentalogy - (the very best of) Mardi Gras.bb 1999-2004
Bei manchen Blogs fragt man sich unwillkürlich: wie schaffen es die Autoren eigentlich, den eigenen Spamschutz zu überwinden?
(Aus Anlass der Löschung eines Beitrages, der einmal sogar mit "Lesebefehl!" versehen war. Ich verlinke bewusst nicht [ist ja eh gelöscht], sonst hängen die hier auch noch rum. Also die, die von ihre Auto-Apologie gekonnt in Szene zu setzen wissen. Zitat: "Was hier peinlich ist, und was nicht, das enscheiden [sic!] immer noch [wir], und nicht irgendein peinlich Daherstammelnder.") … mehr lesen … über Löschmeister