Bloggen

Strauch bloggt

Alexander Strauch bloggt endlich auch. Die neue Musik darf sich freuen:

Man kommt sich unglaublich glücklich vor, als hätte man was wirklich Neues erfunden, wie eine neue Kompositionstechnik. Leider verhält es sich mit beidem etwas anders: unendlich viele Menschen haben diesen Stoßseufzer bereits vor mir abgelassen, nicht ganz so viele, dennoch immerhin ca. 10.000 europäische KomponistInnen der immer noch sog. "Neuen Musik" glauben mit jedem Stück doch vielleicht noch etwas umwerfend Neues erschaffen zu haben. Wieviel indische und chinesische KomponistInnen der "Neuen Musik" gibt es heute schon? Es wird einem ganz Angst und Bange.

Ja. Und zu Gast bei taktlos war er kürzlich auch. Angenehm im angenehmen Sinne, dieser Mann ;-)

Modeblogger

Nächst dem Food kommt die Mode. Beides ist sehr vergänglich. Manchmal kommt auch was wieder. Die Kuh kennt das sehr gut, aber auch der Betrunkene.

Gedanken zum allfertigen Unfug

Warum ist das alles so öde geworden. Warum ist man so matschig geworden. Warum geht jetzt gar nichts mehr so richtig voran. Es hängt alles in derSchleife.

Einen Gedanken bauen? Der länger wäre als zwei Sekunden. Einen Blick, der länger dauerte als sieben Sekunden? Warum?

Die totale Kommunikationsgemeinschaft lähmt die Kommunikation. Oder sie zeigt an, dass sie ohnehin vor allem eines nicht wahr, frei. Die Netzsperre brauchen wir nicht. Die Netzsperre ist nicht zu fürchten, wenn die sich selbst drehenden Wortsalate ihren Inhalt so aufsaugen, dass die Beschäftigung der scheinbaren Abwehr zum einzigen Inhalt wird.

Manifeste Geschwätzigkeitsleere

In gewissem Sinne fühlt man sich an bestimmte Stellen aus der sozialphilosophischen Literatur erinnert, wenn man sich durch den Strudel der Publikationen im Internet hindurchwühlt. Insbesondere an die "Dialektik der Aufklärung" mag man da leicht denken können.

Ich kann Manifast

Ich wünschte, ich könnte auch manifesten. Aber dazu reicht es einfach nicht.

Ich höre dann doch lieber Debussys Préludes. Auch so eine Art Manifest. 

Allerdings ist die Theoriefeindlichkeit der Blogosphäre nur noch von ihrer Praxisferne übertroffen.

Witter

Die Tatsache, dass wir offenbar lieber mehr schreiben als schweigen, macht solche Dinge wie diese möglich. Und unmöglich.

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