Losgelassen sind sie unerträglich. Ist man da nicht zur Hilfe verpflichtet.
Muss man die dann nicht behandeln lassen? Wegen gespaltenenen Gedanken und Lippen, wegen Verfolgungswahn oder ähnlichem? Macht man sich da nicht schuldig, wenn man die in ihr Schicksal laufen lässt wie hier? … mehr lesen … über Aufmarsch der Kommunikationsmörder
Es ist erstaunlich, wie manche Szene wenig komische Menschen hervorbringt. Schaut man sich die Diskussionsfähigkeit mancher Leute an, muss man sich (oder die anderen) ernsthaft fragen, ob nicht in manchem Bereich die Ignoranz der Öffentlichkeit die logische Konsequenz eines bestimmten Verhaltens ist.
Es ist eine Form der Umkippung. Die Ermüdung all meiner Freunde, mich nicht ausgenommen, im Netz. Heute allzumal kommt es mir so vor, als hätte das tollste Ding seit langer Zeit, dazu geführt, nach gelungener Öffentlichkeitsentleerung, die Gegenstände der Provolution zu entleeren. Ermüdungsleere.
Die einen satteln auf die neuen Pferde um. Facebooken und Twittern, lifestreamen und bookmarken. Die anderen schweigen schon leiser. Die Hauptlinien des Geschäfts sind ja nicht so unwichtig, über Internetsperren wird mittlerweile durch alle Zeilen hindurch gegegengesprochen. Und Urheberrecht ist Allgemeingut. Aber was soll man dazu sonst noch sagen.
Eigentlich kann man nur zurückrollen - und so ertappe ich mich, wie ich die örtliche Zeitung der evang. Kirchen hier lese, Todesfälle beschaue, Geburten und Hinweise darauf, wann welcher Kirchenchor probt. … mehr lesen … über Ermüdungsbruch
Wenn man manchen Berichten in der Netzwelt trauen darf, dann haben die letzten Vorfälle um gehackte Webseiten etwas nachhaltig beschädigt. Am vielleicht schärfsten oder wenigstens mir sichtbarsten hat dies Thomas Knüwer vom Handelsblatt beschrieben. Im Zusammenhang mit der Veränderung des Namens eines Bundesministers für Wirtschaft geht er soweit, zu sagen, dass der "Till Eulenspiegel" wie er ihn nennt, beide Seiten (die der Wikipedia und jene des Journalismus) beschädigt habe.
Diese Geschichte werde die Wikipedia, die Internet-Szene, Blogs und den Journalismus, egal ob online oder klassisch, noch lange verfolgen. Und keine Seite wird dabei gut wegkommen.
Ich möchte sagen, und wenn schon, wäre das denn ein großer Schaden?
Wäre es nicht. Grundsätzlich sind alle Informationen, selbst noch die eigenen, nicht vertrauenswürdig. Nicht einmal die eigenen Körpersignale. Gleichwohl muss man die Informationen immer wieder und schnell verarbeiten, sonst droht im gegebenenfalls sogar Gefahr für Leib und Leben.
Nun sind die meisten Informationen erstens nicht fälschungsssicher und zweitens nicht narrensicher und drittens selten hilfreich, zumal, wenn sie auf einem abstrakten Weg erworben wurden. Einem Gegenüber kann ich auch Signale entnehmen, die er gar nicht verbalisiert. Manchmal hilft das schon weiter: Der Mund sagt ja, die Haltung des Gegenüber sagt: Nein. … mehr lesen … über Vom Glauben an die Glaubwürdigkeit
Heute schiebt der Redunzl wieder mal den Blues und bekommt zu hören, früher sei alles besser gewesen, jaja. Natürlich ist seine Bestandsaufnahme aber korrekt, auch wenn sie jahreszeitlich mitbedingt sein könnte (wenn mich meine Introspektion nicht täuscht). Aber ein Blick in die Rivva-Blogschau von heute oder gestern bestätigt das eher.
(Wieder) eine Twitterlesung, jetzt in Hamburg gewesen, sehr erfolgreich und mit Video mitgenommen. (Mich erinnert der Blick in die Videos an nie besuchte Kaffeefahrten mit Verkaufsvorstellungen und/oder an professionelle Predigten aus dem amerikanischen Raum.) Es wird ferner mit Twitter gerankt oder nicht. Oder es geht um die Top100 Twittertools.
Karrieren
Gleichzeitig und davor oder danach machen ein paar Leute "Karriere": Nico Lumma geht zu einer Agentur mit berühmtem Namen, Don Alphonso spricht über seine Kreise in der FAZ neben Grimmepreisträgern (Niggemann oder Niggemeier), die über das Fernsehen erzählen. Social Media Zeug ist Thema für Lumma ebenso wie für ein Keynote-Sprecher namens Mark Pohlmann, dessen Qualität des Beitrag von einem anderen Blogger so kommentiert wird:
Woran erkannt der geübte Social Media-Kenner die Qualität eines Vortrages? Ganz einfach: Wenn kaum einer der Anwesend, während der Ausführungen twittert. (Quelle)
Die Welt ist eng geworden für all die, die nicht mainstreamen; oder auch besonders weit. Man kann sich wirklich nicht des Eindrucks erwehren, wie eingekreist in einer leere Technologiewelt das Denken sich verklemmt. Eine Umfrage wie sie nun einmal massenweise zu Beginn eines Jahres auflaufen. Wie es in der Welt jetzt nur so twittert.
Nur ein paar Stimmen:
Peter Hogenkamp: Everything mobile -- Everything online -- Everything social
Nico Lumma: Twitter -- Mobile Gaming im Social Graph -- Inspirationsgesellschaft
Johnny Haeusler: Das Netz wird mobil. Und Mobil wird offen -- Ich hab den Kleinsten! -- Blogs werden besser, Lifestreams werden lebendiger
Und so manches andere ergänzt sich. Einerseits muss es in englischer Formulierung sein und zweitens sozial. Don Alphonso hat früher immer wieder darauf hingewiesen, dass es mit dem Sozialen in dem Bereich der Selbstausschüttung von Text nicht so sehr weit her ist. … mehr lesen … über Das Netz ist eng - Technik ohne Kultur
Zugegeben, ich komme noch aus der Zeit, als es plasticthinking gab und von Basic niemand etwas wusste. Das eine ist lange vorbei, das andere geht vorüber wohl. … mehr lesen … über Basic Blogging [Update]
Manchmal fragt man sich vielleicht, wenn man denn sich so etwas fragen will -- man muss es ja nicht --, wie grenzenlos naiv in einigen Produkten der Internetwelt gehandelt wird. Ein Blogger des Handelsblattes hatte einen Eintrag verfasst, der von der Redaktion des Handelsblattes gelöscht worden ist. Das erboste den Blogger. Das ist nur verständlich. Aber die Misere tut sich erst in den Rechtfertigungen auf, die daraufhin folgten.