GEMA

Voranschreitende Verlangsamung

Jetzt habe ich ein paar Tage lang die Finger von Facebook und Co gelassen. Nicht der Rede wert. Viel Zeit wurde dadurch auch nicht gewonnen. Präziser: Nicht viel Zeit, die man in andere Aktivitäten investierte, wohl aber Zeit, die man in nichts setzte. Freie Zeit. Leere Zeit. Zeit für einen selbst.

Aber auch mal wieder etwas die Möglichkeit gesehen, sich durch die ganzen Bücher hindurchzuschauen. War nicht in dem einen etwas längst Verlorenes, das, wiederzufinden sich lohnte. Natürlich. Aus jeder Lektüre von irgendwas komme ich schlauer und verwirrter wieder hervor. Es rattert dann so dahin. Langsam, mahlend. Keinen "Ertrag" im engeren Sinn erzeugend. 

Doch es bleibt wieder etwas mehr hängen. 

Heute hat die GEMA den Groovesharks einen übergebraten. Mit selten klaren Formulierungen:

Man schaut Dich an

Kreativität mit Exploitationsverlängerung

Ich muss schon sagen, so manche Saftsäcke gehen mir langsam ziemlich auf die Nerven. Im Moment solche, die Online-Plattformen als "kostenlose Werbung" für den Künstler zwangsweise verticken wollen. Das Schlimme: Sie meines es ja gut, wahrscheinlich, in Wirklichkeit sind sie auch nur schlimme Exploitationsverlängerer. Jawohl. Sieht denn niemand, dass YouTube längst nicht mehr zentral eine Kreativitätsmaschine ist, so wenig wie Ebay Dachbodenverkauf?

Aber nee. Die Kreativitätsindustrie nähert sich in Haltung, Gebaren und Gehirnwäsche der guten alten Rüstungsindustrie an. Bald marschieren sie im Namen von Google und YouTube als kostenlose Armee der geistigen Verarmung.

 

PS: Ich mag mich täuschen, aber die genannten Personenkreise nehmen an Zahl immer mehr ab. Aber ihre Aggressivität steigert sich zuweilen.

YouTube vs. GEMA

YouTube weiß nicht so recht, was es will, wenn es jemanden anders ans Bein pinkeln will:

Mal prangt: „Leider ist dieses Video, das Musik von UMG beinhaltet, in Deutschland nicht verfügbar, da die GEMA die Verlagsrechte hieran nicht eingeräumt hat.“

Ein anderes mal: „Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat.“

Schon im ersten Fall fragt man sich, was ist eigentlich Musik von UMG? Mir ist kein Komponist bekannt, der sich so nennen würde. UMG? Im zweiten Fall wird ein Video nicht angezeigt, weil es sein könnte, dass der Rechtinhaber die entsprechenden Recht nicht weringeräumt hat. Es wird also unterstellt, dass die GEMA die Rechte nicht einräumt, unabhängig davon, ob sie sie verwaltet. Eigenartig auch dies. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. 

Freilich stimmt auch diese Aussage nicht, weil die GEMA ja die Musikrechte, wenn sie sie besitzt (treuhänderisch) einräumen muss. Die Frage ist ja nur, gegen welchen Preis. Allein dieser Punkt ist strittig. Wäre YouTube konsequent, würde es sofort sämtliche Musikvideos in Deutschland sperren. Aber das will man offenbar auch nicht. Es wäre auch denkbar, dass YouTube seine Nutzer auf die Einhaltung ihrer Nutzungsrechte überprüfte. Aber das will man auch. Das verlagerte ja den Ärger in die eigenen Reihen. Also?

 

Liebe Gema,


eine herzliche Gratulation zur visuellen Umsetzung des Themas. Endlich stimmt das Bild.

Und einen Ratschlag, den leider nur die gesamte Mitgliederversammlung umsetzen könnte: Habt endlich Mitleid mit den Majors, mit den darbenden Plattenfirmen, die wie immer nichts genaues wissen, aber dafür umso spektakulärer weinen können. Beim JazzEcho geht das Weinen heute abend sicher weiter. Und habt Mitleid mit einem jungen auftrebenden Unternehmen aus den USA. Ohne YouTube könnten wir die ganze Infrastruktur wieder abbauen und alles was dazu gehört. Gebt YouTube endlich einen Finanzierungszuschuss. Ich finde, die haben uns so sehr beglückt mit ihrem Videoportal, jetzt heißt es auch mal großzügig sein. Danken wir dieser kleinen Firma in den Händen des anderen Suchmaschinen-Startups.

Wir sollten da nicht kleinlich sein. 1 Cent oder ein Zehntel Cent. Was solls?

Also fasst euch ein Herz,
Euer Nichtmitglied, Martin Hufner

Ein Video - etwas unentschlossen nachdenklich

Geischt aus Material von Sounding D und GEMA-Autorenpreis 2010.

Gema im BadBlog Of Musick

Ich muss mich dort ja sehr zurückhalten und darf gar nichts sagen. Mein Kommentar zum Thema ist aber auch nur bildlich.

Gema Petition II

Nun ein zweiter ergänzter Text zur Gema-Petition in der nmz - mit Bezugnahme auf eine merkwürdige Stellungnahme des CDU-Heinis Wolfgang Börnsen.

Gema und Petition

Habe ich gemakt für die Frankfurter Rundschau . Nicht so ganz schlecht.

GEMA - Onlinegeschäft

Für die nmz habe ich gestern bei der Jahrespressekonferenz der GEMA in Berlin teilgenommen. Einen Bericht und den Film dazu findet man auf den Seiten der nmz.

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