Diskussionen, die ins Nichts führen, weil sie zu nichts führen - Provokationen alter Männer unter Zuhilfenahme von hilflosen Hilfspsychosophen - Moral von der Geschicht: Mit logischer Gedankenführung kommt man weiter nicht - Wertehuberei ist stärker als Geist - Ich beantrage hilfsweise: Man sende etwas heiligen Geist oder nötigenfalls bewusstseinserheiternde Drogen - wenns ganz dicke kommt, Wasser aus Lourdes (geweiht noch besser). … mehr lesen … über Max und Peter :: Bewusstseinserheiternde Drogen
Langsam wird mir immer klarer, dass die ganze Medientheorie gar nicht weitergekommen ist. Es ist nichts passiert. Die alte Rede des Übergangs der Medien von einem Distributions- zu einem Kommunikationsapparat ist rein ein technischer Prozess gewesen, der allein formal erfolgte.
Die Sprache rauscht mehr denn je an den Beteiligten der Medien vorbei. Das Aneinandervorbeireden ist geradezu zum Standard geworden. Verbunden mit der wachsenden Eitelkeit derer, die sich jetzt als Sender verstehen. … mehr lesen … über Die Rede ins Leere
Die Natur hat keine Stimme außer sich selbst. Foto: Hufner
Es ist sicher nicht ganz falsch, wenn man sich ab und zu einem älteren Buch zuwendet. Mittelmaß und Wahn von Hans Magnus Enzensberger ist so ein altes Buch, das einem da in die Hände fallen kann. Gleich im ersten Essay über Ignoranz gibt es bemerkenswerte Beobachtungen der Zeit (vor dem Internet).
Erstaunlich ist es auch deshalb, weil damals die Diagnose auf die Unbeherrschbarbeit der Vielfalt von Wissen eingegangen worden ist. Jedes Wissen wird potentiell, aber wahrscheinlich auch prinzipiell, innerhalb von wenigen Tagen umgeworfen. Was haben wir denn heute erst recht. Das Fernsehen ist geradezu ein Seismograph dafür. … mehr lesen … über Sabotage der Kultur
Im Nachhinein wundert es nicht. Dennoch war die aktuelle Pressemeldung des Deutschen Bühnenvereins sehr beschmunzelnswert. Wird darin doch die deutsche Wirtschaft aufgefordert, ihr Engagement im Sponsoring zu überdenken. Die deutsche Wirtschaft sponsort nämlich Sport und Kultur. Und mit großer Wahrscheinlichkeit Sport mehr als Kultur. Das hat Gründe, die einfach darin zu suchen sind, dass Sportsponsoring einfach öffentlichkeitswirksamer ist und damit auch normalerweise als effektiver eingeschätzt wird. Einer Tour de France steht keine Tour de Culture gegenüber. Obwohl mit "Young Euro Classics" in Berlin, Hamburg und China fast etwas ähnliches geboten wird und den geneigten Lesern des Blogs ans Herz gelegt sein möchte.
„Wer den Sport und seine Doping-Misere satt hat, sollte an die Kunst denken“, so Rolf Bolwin, Direktor des Bühnenvereins, heute in Köln. Kunst und Kultur stehen für Innovation, Kreativität und Diskursfähigkeit. Kaum etwas kann daher das Ansehen von Unternehmen besser steigern als eine private Förderung des künstlerischen Schaffens in unserem Lande. [Quelle: Bühnenverein]
Die Frage wäre aber ernstlich zu stellen, ob es Doping-Probleme im Kulturbereich nicht auch gibt, nur fehlt es an Kontrollen. Da hätten wir zum Beispiel Name-Doping. … mehr lesen … über Name-Doping
„Der Anteil der öffentlichen Ausgaben für Kultur entspricht 0,36 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.“ Das seien etwa 8 Milliarden Euro. Viel ist das nicht, im Ganzen gesehen. Allein der Umsatz der phonographischen Wirtschaft liegt bei 1,5 Mill. und die Erträge der liegen bei 0,8 Mill. Euro. Und das ist nur der Musikbereich.
Heute eine neue sinnlose Umfrage. Seit ein paar Stunden haben wir in Germania eine neue Regierung. Die will Kultur als Investition und nicht als Subvention sehen, so gesagt von Frau Kanzler und wiederholt von jemand, der dem Kohl seinerzeit in Bremen das Pult mit verjuckten Worten überließ. Da war der Alt-Kanzler etwas maulfaul, was Spenden angeht und was er so unter Ehre versteht. So hat der Kanzler seine und mancher Berliner Türke die seine und sowieso alle die ihre. So sieht sie aus, die christlich-islamische Wertegemeinschaft in Europa. Man muss wieder zu etwas stehen können, braucht einen Halt in dieser ziellosen wirren Zeit, wo man nicht mehr in öffentlichen Nahverkehrsmitteln wie selbstverständlich älteren Personen seinen Sitzplatz anbietet. Das können andere schließlich viel besser. … mehr lesen … über Lebenswertes Deutschland
Sprecher: Das waren noch Zeiten. Bonn war Bonn und Bonn war die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Niemand hätte von diesem ausgewachsenen Provinznest am Rhein erwartet, ein kulturelles Zentrum zu sein. Die Bonner Subkultur artikulierte sich durch das Trinken von Kölsch nebst karnevalistischem Treiben. Ein paar Museen packte man drauf, das wars auch schon.