Im Leben muss alles seine Ordung haben. Man verteilt sein Leben auf den Augenblick hin, wo eine Verzögerung eines Nutzens damit zu rechtfertigen versucht wird, eimal komme der Tag, wo der Gegenstand zum Nutzensglück fehlt. Mit der Menge des verschobene Glücks steigt die Anforderung an die Ordnung - oder man lässt sich eben davon nicht beirren und ordnet es durch Verwerfen. … mehr lesen … über Verzögerung des Glücks - das Verwerfen
Bei der Suche nach einem geeigneten Bild, das ich für die nächste Ausgabe von taktlos verwenden könnte, stöbert man ja, gerade auch wenn das Archiv nicht hochstichwortig angelegt ist, ein bisschen umher. Umkreist mögliche Bilder anhand der Kameradaten etc.
Bei der Gelegenheit fiel mir ein Foto, gemacht mit der süßen "Xacti E6" von Sanyo, auf den Schirm. Es stammt von einer frühen Reise nach Schweden, Mitte der 90er Jahre. Ein Schnappschuss. Gursky für Arme. … mehr lesen … über Recherche von Fotos
Brummbrummbrumm. Der Jazz geht um. Ich habe lange nachdenken müssen, bis mir der tiefgreifendere Sinn dieses Bühnenaufbaus aufgefallen ist. Es handelt sich um eine aufgeklärte Veranstaltung. Als Besucher wird man nicht bevormundet, welche Bühnen man sein Augenmerk schenken möchte. Links die stillgestellte Variante, die gezähmte Vision einer Welt der Mobilität, der Freiheit schlechthin: Das Auto. Der Gott unserer Eltern, vielleicht sogar unser eigener. … mehr lesen … über Kunst und Mensch (Bildkritik)
Jazz- oder Auto-Festival. Foto: Quelle neue musikzeitung (Spahrbier)
Es ist eine Sache der Höflichkeit, es ist eine Angelegenheit des Geförderten, mit der er sich abhängig macht. Was soll man machen? Ist es ein Zeichen der Autonomie oder der puren Ignoranz? Wer beleidigt wen wie? … mehr lesen … über Verletzung - Geben ist Geben
Das ist die Kunst, wie sie jetzt die ganze civilisirte Welt erfüllt! Ihr wirkliches Wesen ist die Industrie, ihr moralischer Zweck der Gelderwerb, ihr ästhetisches Vorgeben die Unterhaltung der Gelangweilten.[Sämtliche Schriften und Dichtungen: Dritter Band. Richard Wagner: Werke, Schriften und Briefe, S. 1044(vgl. Wagner-SuD Bd. 3, S. 19)http://www.digitale-bibliothek.de/b... ]
Warum nur hat er Recht gehabt und so wenig danach gelebt. Oder hat er doch?
Seit einiger Zeit wird immer wieder behauptet, dass die Menschen und die Künste nicht zusammen fänden. Man macht da gewiss Unterschiede zwischen Den Künsten. Bildende Kunst und Dichtung gelten als nur bedingt problematisch. Bei Musik gibt es ein Riesendurcheinander. Musikvermittlung wird eingesetzt. Denn irgendwie müssen doch Musik und Menschen einander finden. Ist es wirklich so und ist es wirklich so schlimm? Edgar Wind und Adorno haben da ganz eigene Erfahrungen beschrieben.
Bei Edgar Wind1 und bei Adorno2 habe ich einige andere Einsichten gewonnen.
In dem Kapitel über ästhetische Partizipation stellt Wind fest, dass Kunst und Leben sich auseinanderentwickelt hätten. Die Kunst sei in einer "Randstellung" zu finden. Und die Künstler hätten alles daran gesetzt, dies auch zu wollen:
"... die Größe eines Künstlers offenbarte sich in seiner Macht, die Wahrnehmungsgewohnheiten zu zerstören und der Sensibilität neue Bereiche zu erschließen."3