Oper

Offene Kunst verdampft an sich durch ihre neugewonnene Bratwurstigkeit

Das von mir hochgeschätzte musikalische Feuilleton der Berliner Zeitung wartet in all den zahlreichen Besprechungen von musikalischen Ereignissen immer wieder einmal auch mit noch tiefergehenden Erläuterungen auf. Peter Uehling und Wolfgang Fuhrmann sind wunderbar präzise in ihren Berichten und ich lese sie immer gern - weil ich die Konzerte leider selten selbst besuchen kann. »»»

Vertreibung durch Opernmusik

Berlin. Wie schlecht es um die sog. Klassik-Welt bestellt ist, zeigt deren angebliche Wirkung auf, ich zitiere, "Drogenhändler, Wohnungslose und andere". Berlin will mit Musik Menschen verscheuchen. Aber nicht mit Heino und Moik, sondern mit Musik aus italienischen Opern, aber mit ohne Gesang. Das berichten sowohl Tagesspiegel und Berliner Zeitung.

Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass eine Klangberieselung Drogenhändlern, Wohnungslosen und anderen, die unberechtigt oder zu lange in den Stationen verweilen, gehörig auf die Nerven geht. Meist mit der Folge, dass sie sich lieber woanders aufhalten - was dazu führt, dass sich die Fahrgäste sicherer fühlen. Berliner Zeitung - Berlin - Orpheus in der Unterwelt

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Eric Dolphy: The Drive // Bedrich Smetana: Dalibor

Altes Bild von 1992 - Aus dem Berlin Mix von Christian Marclay

Heute nach mehrfachem Besehen des Giant-Steps-Films auch wieder die Dolphy-Packung (The Complete Prestige Recordings) herausgeholt. CD 2, Take 1: “The Drive” ganz ähnlich wie Coltranes Giant Steps, abfallende Akkordbrechungen. Nicht ganz so harmonisch kompliziert, dafür im Chrous mit kontrapunktischen Elementen, chromatische Linie in den Nebenstimmen. Wirkt dadurch sofort sehr substanzhaltig und erheischt Aufmerksamkeit. »»»

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