Politik

Vertrauen und Politik

Liegt schon lange bei mir herum. Vor allem die nachfolgende Passage harrt der Deutung.

Luhmann schreibt 1968 (!, erste Auflage):

Die Metapher vom 'Staatsvertrag', durch den freie Naturmenschen sich selbst oder dem eingesetzten Souverän Vertrauen gewähren, entspricht keine Wirklichkeit. Gewiß: der Staatsbürger wählt. Aber die politische Wahl ist keine Beauftragung mit Interessenvertretung. Der deklarierte Leitgedanke dieser Institution lautet, daß die gewählten Volksvertreter nach Kriterien des Gemeinwohls zu entscheiden haben. Aber sie beanspruchen souveräne Entscheidungsgewalt, und einem Souverän kann man nicht vertrauen.1

Wie kann da die Politik um das Vertrauen der Bürger buhlen. Wie kann da ein Vertrauensverlust in die Politik bejammert werden? Wohl eher ein Spiel emotionaler Propaganda! 

  • 1. Niklas Luhmann: Vertrauen. Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität, Stuttgart 2000, Seite 71.

Re-Politik in Berlin

Ein bisschen dumm, zwei bisschen dümmer. Den Berliner Wahlkampf ist irreversibel - und nun geht es um Politik, nicht um politische Gestaltung. Die Fachgruppen Politik der Parteien haben das Ruder übernommen. Die Basis kann sich nur mehr abwenden und wenigstens hoffen, dass die „da oben“ nicht gar zu viel Scheiß mit ihrer „Legitimation“ anstellen. 

Natürlich auch das jetzt ein Kampf der Blödmaschinen. 

Gedankentext - My funny Valentine.

Das Doktor-Sommer-Team der Politik
Ist im Inlandseinsatz auf Sand gesteuert.

Einen Versuch wars wert.

Die Zumutungsgrenze fällt nicht,
Sie steigt. Man gebwöhnt sich daran, etwas geboten zu bekommen.
Man bietet noch höher mit weniger.

Tanz den Guttenberg.

Politikers Schatzkästlein

Wieder eine neue Politikerin über taktlos etwas kennen gelernt. Agnes Krumwiede, die im Ganzen recht herbe ist. Vor allem aber verbissen. An Statements mangelte es ihr nicht, und auch nicht an replattisierenden Repliken. Gelernt habe ich also, dass man ein Chauvinist ist, wenn man einer Frauenquote nicht nur etwas positives abgewinnt. Insbesondere dann, wenn sie gar nicht das Zentrum der Argumentation stellt sondern nur die Brücke.

Ufo in Berlin

Ufo in Berlin

Ich wusste es immer schon. In Berlin regieren Außerirdische.

Wirres Fernsehen

Die Wirtschaftskrise ist immer deutlicher zu spüren. Tatort gestern, nach vier Monaten Fernsehabstinenz gesehen. Münster. Die Geschichte so angelegt, dass man mit wenigen Schauspielern auskommt. Eigentlich sind wir doch alle irgendwie verwandt. Nicht. Alberich am besten.

Frage mich gleichwohl, ob nicht der Bund Deutscher Stehgeiger gegen die Ausstrahlung vorgehen will oder der Musikrat gar. Denn wird nicht duch diesen Film nahegelegt, dass Geiger (oder allgemein Musiker) Mörder sind. Satt Musik macht klug also Musik macht Mord!

Dann noch den Anfang von Anne Will gesehen. Hanebüchen.

Dumm, Depp, Kolchosensoße

Jetzt ist bald gar nichts mehr zu verstehen. Jamaika im Saarland? Wegen Lafontaine? Zeigt dioch alles, es geht nicht mehr um Politik, sondern um Performance.

Politik als Doku-Soap.

Aber auch: Brandenburg. Linke und SPD geht doch gar nicht. Das ist doch Käse und für hiesige Verhältnisse eine große Koalition. Wem hilft so etwas. Warum dann hier nicht wenigstens eine Koalition von Linke und CDU oder Linke, Grüne und FDP?

Haben wir dann bald alles durch. Schill-Partei und CDU gab es auch mal. Grüne und DVU/NPD + Hypo Real Estate mit Leo Kirch (sofern vorhanden, wäre auch eine vielleicht wirklich erlösende Perspektive.)

Links vom Reichtum, rechts der Politik

"Reichthum macht nicht reich," sagt da ein Sprichwort. Wie es überhaupt recht viele und sich gegenseitig widersprechende Sprüchworte zum Thema gibt.

Das Ende der Republik

Als ob man jede These beweisen müsste.

Kunst aus Verzweiflung: Eine interessant ReiheKunst aus Verzweiflung: Eine interessante Reihe

Inhalt abgleichen