Popmusik

Links für today

Heute mal eine kleine Linksammlung zum Thema „Kultur & so“. … mehr lesen … über Links für today

Kulturnews. Foto: Hufner

Musikvermittlung II

Im Schlot der Vermittlung. Foto: Hufner

Jetzt habe ich doch wirklich lange überlegen müssen, was mich heute früh bei meiner Sitzung beschäftigt hatte. Die Reaktionen auf den ersten Artikel zur Musikvermittlung von Waldo de los Rios und die Frage, wie wird denn eigentlich Popmusik vermittelt und an wen? Und dabei fiel mir auf, dass es das „Vermitteln“ durch Genregrenzen hindurch tatsächlich gibt. Spontaner erster Gedanke: Cathy Berberian mit Ticket to ride. Beatles für ein (altes) Klassikpublikum? Arrangiert wurde es zudem von Louis Andriessen. Mag ich. Ist eigen. Aber ist es vermittelt. Wie sieht es mit dem Jazz aus, der Folk-Music.

Jazz ist ja eine lange Zeit auch vor allem Popmusik. Die Standards kommen aus verschiedenen Quellen, lösen sich in den Jazzarrangements aber auf in etwas neues eigenes. Und dann Jacques Loussier. Anders herum. Aber auch auf die eigene Art und Weise. Und Friedrich Gulda, auf den mich Viktor Rotthaler zurückwies. Klar. … mehr lesen … über Musikvermittlung II

Popkomm auf Verschiebebahnhof: Hat sich die Musikindustrie verpoppt?

Für die nmz ein aktueller Beitrag zur Absage der Popkomm. Popkomm auf Verschiebebahnhof: Hat sich die Musikindustrie verpoppt? Es gibt Pressemeldungen, bei denen man zunächst ungläubig stutzt, sich dananch an die Nase fasst, noch einmal liest und dann die Hände über dem Kopf zusammenschlägt: „Musikindustrie bekennt sich zur Popkomm – Branchentreff wird um ein Jahr verschoben“ heißt es da. 

Mit normaler Lebenslogik ist dem nicht beizukommen. Dieser Titel trägt in der Tat dialektische Züge. „Deutsche Bahn bekennt sich zum Personalverkehr – Weitere 30 Strecken werden stillgelegt“ oder Ähnliches. … mehr lesen … über Popkomm auf Verschiebebahnhof: Hat sich die Musikindustrie verpoppt?

Der Bankensong - Der sichere Schein der Scheinsicherheit

Es ist schon ein paar Jährchen her, da hat Eisler einmal ein Bankenlied komponiert. "Wir sind entlassen, es ist soweit."

Es scheint fast, daß die Handelsherrn,
Bankhäuser und Fabrikskonzern
den gleichen Spruch im Munde führen.
Sie machen gern und schnell Bankrott,
die Ärmsten - ach, es ist zum rühren!
Könnt' ich's nur auch tun, lieber Gott!

Es war eine andere Zeit. Heute klingen Teile der vollkorrupten Popmusik als arbeiteten sie im Auftrag der Banken, wie bei Silbermond.

Ich habe dies Stück als Beifahrer auf der Fahrt durch das Sendegebiet von MDR Jump hören müssen. Und konnte nicht fassen, wie schlimm es wirklich um die deutsche Poplyrik bestellt sein muss:

Gib mir'n kleines bisschen Sicherheit
in einer Welt in der nichts sicher scheint.
Gib mir in dieser schnellen Zeit irgendwas das bleibt.
Gib mir einfach nur'n bisschen Halt.
Und wieg mich einfach nur in Sicherheit.
Hol mich aus dieser schnellen Zeit.
Nimm mir ein bisschen Geschwindigkeit.
Gib mir was.. irgendwas, das bleibt. … mehr lesen … über Der Bankensong - Der sichere Schein der Scheinsicherheit

Ventilare und Döner

Döner ImbissBeim Blättern so im Internet herum beschleicht mich das Gefühl, in diesem Jahr sind Ventilatoren nicht so gut gegangen. Ist nur ein Gedanke am Rande. Selbst war ich heute wieder bei meinem Stamm-Döner-Händler in Berlin, der jetzt ein Extra-Wisch hängen hat neben dem Einguck- und Austeil-Fenster. Da hatte ich glatt ein schlechtes Gefühl, denn die Bayern haben schließlich ordentlich Scheißfleisch gen Norden geschickt. Wahrscheinlich über alte Seilschaften der Strauß-Familie. Aber die Bedienung war doch zuvorkommend, wenngleich der wirklich gute und liebe Mann und Betreiber etwas unglücklich wirkte. Auf meine peinliche Nachfrage, ob der Skandal denn Auswirkungen gehabt haben mochte, schüttelte er nur bestätigend den Kopf. So mache das alles keinen Spaß mehr, meinte er sinngemäß, ohne jedoch das Wort "Spaß" zu verwenden. Eigentlich geht es natürlich um seine Einkünfte. Ich hatte ihn sonst, bei welchen Problemen auch immer, nie so zermürbt gesehen, ja fast fassungslos und doch sehr deprimiert. Aber diese Sache hat ihn fertig gemacht. Es konnte mir nicht auffallen, weil ich genau an dem Tag, als es herauskam, auf dem Weg nach Bayern war (über Thüringen). Von der Verwendung einer Beschwichtigungsformel habe ich aus irgendeinem vernünftigen Grunde abgesehen, aber eine solche lag mir auf der Zunge, in etwa der Form, dass ich den Unterschied sowieso nicht würde schmecken (was offenbar für den Großteil der genossenen Döner mit angeblich nicht zum Verzehr geeigneter Ware ebenfalls gilt). Das gewiss hätte ihn beleidigt. Und so nebenbei, dagegen verblasst doch ein Aufschrei(b) über Britney Spears und relativiert sich geradezu außerextremlich. Nachtrag: In der Zeit stand auch was dazu, nicht mal so blöde mit Döner in Farbe.

Und, wie geht es den Berlinern jetzt? Schlecht? I wo! Keine Meldungen über Masseneinweisungen in die Charité, keine kollektiven Brechorgien auf dem Alexanderplatz. (ZEIT) … mehr lesen … über Ventilare und Döner

[Rez] PUNKT: Crime Scenes

PUNKT: Crime Scenes „Punkt“ sind Jan Bang und Erik Honoré, verstärkt durch Sidsel Endresen, David Sylvian, Nils Petter Molvær, Arve Henriksen, Audun Kleive, Eivind Aarset und Origami Ios. „Punkt“ produziert mit allen Mitteln der elektronischen Daten- und Musikverarbeitung. Herausgekommen ist dabei eine Art abgesägte Clubbing-Moderne: Punkt! Musik, die sich an durchaus gängigen Stilmitteln der so zu nennenden Popelektronik anlehnt, diese gleichwohl durchmischt mit einer rhythmischen Anspruchsleistung, wie sie sich im besten Jazz orten lässt. … mehr lesen … über [Rez] PUNKT: Crime Scenes

Von wegen Entzündung

Sandy geistert mit ihren Fans ja ab und zu hier rein. Aktuell für ihre Fans die Mitteilung:

Sandy wird (…) am 15. Juli, leider nicht bei der Radio PSR Supersachsen-Sommerfete auftreten können. Sie kann im Moment nicht singen, weil ihre Stimmbänder entzündet sind. … mehr lesen … über Von wegen Entzündung

Mouse Machine - The Complexity Of Lucy

The Complexity Of LucyEine neue CD aus dem Hause Hazelwood. Zwei Schauspieler des Berliner Staatstheaters hatten offenbar zu viel Zeit (oder auch zu wenig, es ist egal) und haben ein in der Tat ulkig-komplexes Album hingelegt. Ein Kunst-Album. Nicht nur das Cover (welches mich stark an die Residents erinnert), auch die Musik ist eine reine Spielwiese, ein Experimentierfeld; irgendwo zwischen Mischpult und Miniorchester. … mehr lesen … über Mouse Machine - The Complexity Of Lucy

Sie kann es einfach nicht …

Ex-No-Angel Sandy, sie kann einfach nicht singen. Nicht, dass das irgendwie wichtig wäre in dieser Branche. Nein, nicht wichtig, dass sie abgefeiert wird von Pro7 in TV banal und mit ihrem an Ziegengemecker erinnerndem Vibrato. Da zittert sich die Stimme so schön durch die Songs. Der aktuelle Song „Tell me” überzeucht durch harmonische und damit verbundene koitale praecox Ergüsse. Verschenkte musikalisch-dramatische Bewegungen. So stellt sich die Plattenfirma Universal seine Investition in musikalische Kreativität vor. Ja prima, wie mache ich aus einem musikalischen Niemand ein Tanzpüppchen der Medien (und umgekehrt, eine Hand wäscht die andere).

Arme Sandy Mölling: Von der Hosenfachverkäuferin (unbestätigte Erinnerung) zur Belle-Beauté-Blonde einer Damen-Doppel-Doppels - zerträumt und zerquetscht, zerlegt und meh … mehr lesen … über Sie kann es einfach nicht …

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