„Alle illegalen downloads haben der deutschen Dokumentarfilmbranche materiell weniger geschadet als die Vertragspraxis von ARD und ZDF an einem einzigen Tag.“ (Quelle: Carta)
Große Auftritte, kleine Folgen: Vielerorts wurde der Auftritt von Marcel Reich-Ranicki beim Deutschen Fernsehpreis von der Kritik erfreut beklagt. Auftritt und Kritik bleiben jedoch eine Luftnummer. Reich-Ranicki, der wohl zwischen Helge Schneider und Helen Schneider nicht zu unterscheiden vermag, war der perfekte Aufmerksamkeitsablenker, zu allem Überfluss womöglich nicht einmal selbstverschuldet.
Dabei wird seit einigen Jahren schon hartnäckig am Körper des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gekämpft. Die Initiative „Das GANZE Werk“ kämpft sich Sendestrecke für Sendestrecke, Jingle für Jingle, durch den aktuellen Rundfunkwahnsinn und macht trotzig manchen Boden gut – gegen die zunehmende Selbstdisqualifizierung des Rundfunks im Norden und in Berlin. Statt spektakulärer Scheingefechte im sinnentfernten Fernsehprogramm werden hier kreativ und präzis diskussionswürdige Entwicklungen kritisiert und dokumentiert. … mehr lesen … über Aufmerksamkeitsenthaltsamkeits-Atrophie
Ich bin ja wirklich kein Fan von diesem Podcast-Zeugs. Wie wir sehen werden zu Recht. Der Bayerische Rundfunk hat jetzt auch einige Podcasts im Angebot. Bruno Jonas und so Zeug. Kabarettistisch oder kalenderös, oder aktuell muss es schon sein. Nicht jedoch beim Tradimix. Das ist wohl so eine Sendung auf dem Kanale 1, jeden ersten Samstag im Monat gibt es da was neues zum Hören.
Amen. Die Bereitschaft von Schüler, etwas lernen zu wollen, hat leider nachgelassen. Deswegen gucken wir jetzt auch nur noch Fernsehen in der Schule. Leiderleiderleider. Das Interesse an Bildung und Kultur hat leider ebenfalls nachgelassen. Darum schließen wir die Klassik- und Kulturwellen im Rundfunk umgehend. Leider! Die Bereitschaft, das Hirn zu benutzen, hat leider nachgelassen. Die Bereitschaft, selbständig zu denken, hat leider nachgelassen, deshalb lassen wir es sein. Die Bereitschaft, zu leben hat ebenfalls leider nachgelassen, deshalb bringen wir uns besser um. … mehr lesen … über Nachlässigkeit
Mitglieder darf die Initiative „Das GANZE Werk“ aufweisen. Momentan geht es da mit riesigen Schritten vorwärts. Herrn Romann, dem Hörfunkdirektor, geht der Arsch, wie man so umgangsprachlich sagt, mächtig auf Grundeis. Er bewegt sich, wenn meine Informationen stimmen sollten, vorwiegend auf administrativer Anweisungsebene und lässt so manches Mitglied „überprüfen“ und setzt „seine“ technischen Mittel in Bewegung. Aber wer überprüft Herrn Romann, den großen Schweiger. Fehlt nur noch ein gescheiter Maulkorberlass.
Mich würde übrigens auch mal interessieren, was denn die NDR-Kultur-Macher über den eingeschlagenen Weg bei NDR-Kultur so denken. Meine Damen und Herren, bitte äußern Sie sich hier ganz frank und frei und von mir aus auch anonym. Aus Erfahrungen bei anderen Sendern darf ich wohl vermuten, dass das, was Herr Quote, Herr Romann und Frau Mirow beim NDR veruanstalten zumindest bei den Redakteuren, die man nicht romannkonform ersetzt hat, nicht in dieser Weise geteilt werden wird.
Vor wem versteckt sich eigentlich der NDR. Vor sich selbst? Vor sich selbst. Seit Monaten geht nun das Gezeter um eine Auseinadersetzung über ihre sog. Kulturwelle: Zusagen, Umbelegungen, Vorwürfe etc. pp. Das ist alles sehr schön nachzulesen bei „Das GANZE Werk“.
Das jedenfalls meldet die ORF-Futurezone in ihrer Berichterstattung zur Linzer Ars Electronica 2004. Hervorhebungen von mir. … mehr lesen … über BBC öffnet Archive
Der Programmdirektor Hörfunk des NDR, Gernot Romann, hat sich zu den Veränderungen bei Radio 3 respektive NDR KULTUR im Klassikclub Magazin geäußert. Den Startpassus habe ich schon zerlegt. Interessant ist aber auch seine Einlassung zum Reichweitenverlust in den Jahren 2001/2002.
Vor rund drei Jahren sahen sich Programmverantwortliche und Programmmacher von NDR Kultur (damals Radio 3) mit alarmierenden und bis dato nie da gewesenen Einbußen von Reichweite konfrontiert. Der dramatische Hörerverlust in Hamburg von 3,0 Prozent Hörer gestern im Jahre 2001 auf 0,7 Prozent im Jahr 2002, bildete schließlich den Ausgangspunkt für grundlegende Programmanalysen und -überlegungen sowie für sorgfältige und umfangreiche Medienforschungsaktivitäten.
Dem folgte dann ein Aufzählung der Aktivitäten wie zum Beispiel eine Vorfeld der Reform durchgeführte Studie von Dr. Josef Eckhardt (mal sehen, ob man die zu Gesicht bekommen kann). Es wurde also gehandelt — und wie! Nur, wurde denn die Ursache ermittelt für den Reichweitenrückgang von 2001 auf 2002? Was ist denn in diesem Jahr verdammt nochmal passiert? Hat sich die Hörerschaft innerhalb eines Jahres so komplett verändert? Oder war es vielleicht nur so, dass sich die Hörer angesichts der “Jahrhundertflut” mehr für aktuelle Pegelstände interessierten als für eine Beethoven-Sonate? Was ist in diesem Jahr passiert? Das Programm wird ja wohl ähnlich geblieben sein: Was heißt das denn? Einmal hören 3 Prozent zu, ein andermal nur 0,7 Prozent. … mehr lesen … über Panik beim NDR
Seit gut 25 Jahren fühlt sich der Münchner Trikont-Verlag dem Schönen, Guten und Radikalen in der Musik verpflichtet. Hans Söllner, Georg Ringsgwandl oder Attwenger haben beim Giesinger Independent Heimat gefunden. Grund genug für taktlos, das Musikmagazin des Bayerischen Rundfunks und der nmz, Verlag und Label einen verspäteten Geburtstagsbesuch abzustatten: … mehr lesen … über Ankündigung taktlos 80, Gut, schön, radikal: Trikont
Aus Anlass einer Newsgroup-Diskussion mal nachgerechnet, was die Radio-Quoten so hergeben. In der letzten Media-Analyse wurden 60.324 Leute befragt in ganz Deutschland. Innerhalb dieser Quote kam dann NDR Kultur auf 0,4% — Hörer deutschlandweit. Das heißt das sind gerade mal 241,29 Hörer! — natürlich ganzzahlig nach oben und unten zu korrigieren. Um 0,1% mehr oder weniger Hörer zu bekommen in der Media-Analyse bedarf es etwa 60 Leute mehr.
Die Quoten der Media-Analyse bringen zur Bestimmung über Erfolg oder Misserfolg eines Programms da nichts. Aber die Macher sehen es anders. Sie rennen der Quote nach. Um jeden Preis, wie die Wellenchefin des NDR, Frau Mirow. Die sagt nämlich auf Höreranfrage: … mehr lesen … über Mal nachgerechnet