Ich

Voranschreitende Verlangsamung

Jetzt habe ich ein paar Tage lang die Finger von Facebook und Co gelassen. Nicht der Rede wert. Viel Zeit wurde dadurch auch nicht gewonnen. Präziser: Nicht viel Zeit, die man in andere Aktivitäten investierte, wohl aber Zeit, die man in nichts setzte. Freie Zeit. Leere Zeit. Zeit für einen selbst.

Aber auch mal wieder etwas die Möglichkeit gesehen, sich durch die ganzen Bücher hindurchzuschauen. War nicht in dem einen etwas längst Verlorenes, das, wiederzufinden sich lohnte. Natürlich. Aus jeder Lektüre von irgendwas komme ich schlauer und verwirrter wieder hervor. Es rattert dann so dahin. Langsam, mahlend. Keinen "Ertrag" im engeren Sinn erzeugend. 

Doch es bleibt wieder etwas mehr hängen. 

Heute hat die GEMA den Groovesharks einen übergebraten. Mit selten klaren Formulierungen:

Man schaut Dich an

Antiquariat

Gestern ein Antiquariat besucht, in Berlin, Friedrichshain. Ein Café zugleich und auch Veranstaltungsort. Spielend dort ein junges Jazzquintett mit dem Namen Orbit. 

Musik aus den 60er Jahren, vorgetragen mit einer hohen Perfektion, dabei sind alles noch verhältnismäßig junge Hüpfer. Studierende in Dresden, Weimar und Berlin. Was sollen diese Musiker noch spielen lernen? Jazz der 70er, Jazz der 80er .... eigenen Jazz?

Kommt dann noch. Bestimmt. Eine grandiose Kopie ist ein bester Anfang. 

Im Antiquariat dann gestöbert und ein Reclam-Heftchen entdeckt, darin Verse von Felix Hartlaub, kommentiert von Jürgen Becker. Becker halte ich ja nach wie vor für einen der größten Autoren der 60er/70er Jahre. Räume, Häuser, Felder. 

Becker führte mich auf die Spur von Hartlaub. Ein paar Pappeln haben es mir angetan. Gestern im richtigen Antiquariat, heute in einem im Netz. 

Hartlaub gefunden. Eine Ausgabe aus der Bibliothek von Inge Aicher-Scholl und Otl Scholl. Beide ja Urgesteine der Welt der grafischen Gestaltung. Vor allem Otl Aicher. Inge aber als Schwester von Sophie und Hans mit weiten Wurzeln zurück. Wie Hartlaub, der im Sperrkreis als Obergefreiter seinen Dienst versah. 

Plötzlich ist man wieder in einer komplett anderen Welt. Auf einmal ergeben sich Verbindungen ungeahnter Tiefe. 

Orbit im Café Tasso

Ein Zwischendurch Holladiri

Wie jedes Jahr, seit letztem Jahr, eine kleine Exhibition von Werken aus dem Stall der Pepa und des Huflaikhan, genannt das Hupe-Kollektiv. Seit Sonntag zu begucken im Café Pernsteiner, in Regensburg. Ein Thema gibt es auch. Regensburg vs. Berlin oder auch umgekehrt.

Ausstellung, rechte Ecke!Ausstellung, rechte Ecke!

Tagesmax

Tagesmax

Ich habs geschafft. Ein Superstart!

Das Elend des Leisen

Es gibt nun aber eine Art Elend, das sich darin äußert, dass es sich zum Vorwurf machen muss, sich nicht zu äußern sondern zu machen.

Der Reiher

Seit einiger Zeit zieht ein Reiher hier so seine Kreise.

thg 62

thg 62

Hat heute wieder Geburtstag, oder morgen? Mit Weitblick in die Menschen hinein.

Langsames Aufgeben

Manchmal geht der Weg ganz langsam in den Bereich der Ruhigstellung durch die ausgeübte Macht. Gewalt kann viele Formen annehmen. Und Probleme entstehen, die niemals dagewesen wären. Die Anpassungsfähigkeit ist unter diesen Umständen geboten, macht aber leider alles auch nur schlimmer. Mimesis frisst sich am Ende auf.

Langsam beginnt die Verödung. Und die Empfindungen sterben immer schneller ab. Draußen soll es Blitzeis haben.

Tags und Abends
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