Deprimierend ist es, wieder am Schreibtisch zu sitzen, wenn man die Tage zuvor sich ordentlich mit Musik vollaufen lassen konnte und sich mit vielen lieben Menschen getroffen hat, die man einfach so auf der Straße sieht.
Jetzt habe ich doch wirklich lange überlegen müssen, was mich heute früh bei meiner Sitzung beschäftigt hatte. Die Reaktionen auf den ersten Artikel zur Musikvermittlung von Waldo de los Rios und die Frage, wie wird denn eigentlich Popmusik vermittelt und an wen? Und dabei fiel mir auf, dass es das „Vermitteln“ durch Genregrenzen hindurch tatsächlich gibt. Spontaner erster Gedanke: Cathy Berberian mit Ticket to ride. Beatles für ein (altes) Klassikpublikum? Arrangiert wurde es zudem von Louis Andriessen. Mag ich. Ist eigen. Aber ist es vermittelt. Wie sieht es mit dem Jazz aus, der Folk-Music.
Jazz ist ja eine lange Zeit auch vor allem Popmusik. Die Standards kommen aus verschiedenen Quellen, lösen sich in den Jazzarrangements aber auf in etwas neues eigenes. Und dann Jacques Loussier. Anders herum. Aber auch auf die eigene Art und Weise. Und Friedrich Gulda, auf den mich Viktor Rotthaler zurückwies. Klar. … mehr lesen … über Musikvermittlung II
Jetzt heißt es: Nicht nachlassen, Hufi. Das Blog muss verzettelt werden. Es wär da auch was zu erzählen, zum Beispiel über den Echo Jazz, der gestern in Dreden über die Bühne gegangen ist. 1000 Preisträger - gefühlt. Für eben so was wie Aufnahmen. Ausnahmen?
Plötzlich, im Hintergrund lief das Keith Jarrett Trio mit Peacock und deJohnette aus dem Jahr 1988, war es irgendwie klar. Jazzstandards mit fotografischen Mitteln machen:
Der goldene September bringt ein altes Fotoarchiv zurück. Die erste Digitalkamera, eine Casio, machte gar nicht schlechte Aufnahmen, im Gegensatz zu dem Aufnehmenden. 1/8-Sekunde bei Blende 2.0 - da kann so manche Kamera von heute noch einpacken. Mit 1.600 Mark war sie nicht wirklich billig, aber besser als die des Konditors.