Musik

Tunnelblick der Gefühle

Tunneblick der Gefühle. Foto: Hufner

An sich habe ich ja professionell mit Musik zu tun. Das heißt, ich beschäftige mich auf die eine oder andere Art mit ihr. Früher auch duch selber Musizieren und Komponieren, jetzt mehr theoretisch und eher mit den Rahmenbedingungen.

Aber ich bin sehr früh zum Musikerleben gekommen: Geschwister und Eltern haben Musik gemacht, ich war der Kleinste und kam in diese Welt hinein. Bei Familienfesten wurde viel gesungen. Wir hatten auch Schallplatten und man durfte sie auch benutzen, also anhören, ohne den Papa um Erlaubnis zu bitten.

Nun gibt es da eine sehr merkwürdige Erscheinung. So wie ich beim Fernsehen, wenn jemand in schwindelerrregender Höhe steht, ganz tief in meinem Körper eine Art Zuckung spüre, die mich beklemmt, so kommen bei bestimmten Musikstücken eigenartige Gefühle auf. So gestern abend. … mehr lesen … über Tunnelblick der Gefühle

Die Avantgarde – Return To Sender

Heute habe ich einen alten Satz Noten zurückerhalten, der bei Reinhard Schulz im Regal stand und jetzt ausgemustert wurde. Return to sender. Ich habe da die Einführungstexte nochmal gelesen meiner als "public domain compositions" genannten Selbstverlages. Da stand plötzlich dieser Passus von Günther Anders: … mehr lesen … über Die Avantgarde – Return To Sender

Pflanzung von Avantgarde. Foto: Hufner

Verdeckte Inhalte (Wertsch)

Als ich neulich in Mülheim die große Kaiserstraße in Richtung überdachter Einkaufsbereich der Stadt hinunterging, kam ich an einer medizinischen Einrichtung vorbei. Da war, wie es sonst für kirchliche Einrichtungen üblich ist, etwas in großen Lettern an die Wand notiert. Kein Graffitto von ungezogenen Buben sondern säuberlich verfasst. Ein Teil des Eingangsbereiches verdeckte einen Teil des Wortes. So las man bloß "ÄTZEND" als Bestandteil des gesamten Begriffs: "Wertschätzend". Gewollt schien mir dieser Effekt nicht. … mehr lesen … über Verdeckte Inhalte (Wertsch)

Buchstabenruine. Schweden. Foto: Hufner

Rückfrage - Kronzeptkrunst

Das Problem mit der Kronzeptkrunst ist, altertümlich gesprochen, es fehlt entweder das Kronzept oder die Krunst in der Kronzeptkrunst. Ersteres bedarf nicht der zweiten, die zweite setzt das erste voraus, lässt es aber hinter sich. Es ist ein bisschen wie mit einem erklärten Witz. Sinnlos. … mehr lesen … über Rückfrage - Kronzeptkrunst

Kronzeptkrunst. Foto: Hufner

Schüler von …

Seit Jahrhunderten eine eingeübte Sache. Komponisten outen sich als „Schüler von und zu“. Etikett druff und fertig.

a) Würde mich mal interessieren, welcher KomponistIn mal sagt: Leider! Das war Käse bei XXX oder etwas in der Art. Und

b) Warum? Gewählt oder auserwählt, oder beides?

Ich out mich auch gleich mal, ich war Schüler von Anton Bruckner, habe den Meister gerne kopiert, war aber immer deutlich schlechter. Vor allem in der B-Note, also bei transponierenden Instrumenten. … mehr lesen … über Schüler von …

Bruckner-Schüler Dr. Hufner beim Toning-Training. Foto: Hufner

Tuts Thielemans echot antiringisch

Besser der als der andere, der, wie gerade sehe, lauter Geburtstagsständchen für seinen R.W. bringt. In Bayreuth und in Dresden. Das Fernsehen soll ja demnächst dann voll sein mit dem Wagner-Sockenschuss. Flankiert von 100 Jahren Sacre du Printemps von Strawinsky. Der einzige Vorteil, neben Strawinsky, ist, dass es fast keinen Barockopernkäse mehr zu sehen gibt. … mehr lesen … über Tuts Thielemans echot antiringisch

Zeit für dufte Duftkissen. Foto: Hufner

Jetzt Claude LeJeune

Que je porte d'envie …

kommt immer gut. Das Stück zieht sich in einem Zug vom ersten bis zum letzten Ton, ohne Redundanz. Eine wirklich endliche Melodie. Aber nur eine. … mehr lesen … über Jetzt Claude LeJeune

Radio. Foto: Hufner

Bollo - Trollolo

Gestern in der Mail. Wirres:

ich habe leider feststellen müssen, dass Sie die Bildergalerie bei "Google" von Herrn Kammersänger Xxxx Xxxxx und meiner Agentur für eigene Spam-Beiträge, die Sie dort hereingeladen haben, missbrauchen. Ich fordere Sie hiermit auf, diese unerwünschten hirnlosen Beiträge umgehend zu löschen, innerhalb von 24 Stunden.

Was meint die?

Und wer ist die?  … mehr lesen … über Bollo - Trollolo

Lärmschutzwand. Foto: Hufner

Der Mann, der sich selbst verstand

Ich habe heute nach langer Lektüre eines Textes einer Person aus dem Musikbereich beschlossen, diesen Personenkreis umzubenennen in Kompromisten. … mehr lesen … über Der Mann, der sich selbst verstand

Francisco de Goya y Lucientes: Madrid-Album : »Sie singen für den Komponisten«, 1796–1797, Pinsel- und Tusche- und Sepialavis, auf bläulichem Papier, 23,6 × 14,7 cm

Die Bitterkeit der Musikvermittlung

Waldo de los rios. Symphonies
Musikalische Kostbarkeiten. Porgy & Bess

Musikvermittlung ist kein Begriff der letzten Jahre. Es gibt ihn lange schon. Vollkommen unerwartet sicher bei Adorno in seiner Einleitung in die Musiksoziologie. Er heißt da einfach Vermittlung. Und er meint etwas anderes. Das war 60er. Anfang der 70er schaffen es bestimmte Musikprodukte höher und weiter. In Potsdam habe ich letztes Jahr in einem kleinen Rumpelladen in aller Eile Schallplatten durchgesehen. Darunter eine von Wald de los Rios. Der Name sagte mir etwas, auch wenn ich nicht wusste genau, was. Ein bisschen dachte ich an Walter Carlos. Aber es ist was ganz anderes.

In der Ecke oben wird der Hit Mozarts 40. erwähnt. Ein Blick in die Enzyklopädie erklärt es. Waldo de los Rios Version dieses Stücks kam in die Charts unter die Top 10. Heute einigermaßen unbegreiflich.

Die Platte mit Ausschnitten aus Symphonien von Beethoven, Schubert, Tschaikowsky, Brahms, Haydn und Dvorak bietet ja nur das Beste. Das ist die Musik, die auch den Schallplattenschrank meiner Eltern und meiner Tante erheblich befüllte. Bei meinen Eltern kam nach ein Haufen neuerer Musik hinzu, Strawinsky und James Last.  … mehr lesen … über Die Bitterkeit der Musikvermittlung

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