Betablocker und Stress unter Musikern

Heute in der Berliner Zeitung ein instruktives Interview zum Thema Drogenmissbrauch unter Musikern der sogenannten klassischen Musik. Ernüchternd.

Die meisten Medikamente, die genommen werden, befinden sich im Bereich der Betablocker. Das ist ein Herzmittel, das die Herzfrequenz niedrig hält. Subjektiv hat man so das Gefühl, seine Angst kontrollieren zu können. Psychopharmaka wie Antidepressiva werden auch immer wieder verwendet, haben aber den Nachteil, dass sie müde machen. Und natürlich wird Alkohol eingesetzt.

Sagt Prof. Dr. Helmut Möller, Leiter des Kurt-Singer- Instituts für Musikergesundheit in Berlin.

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Kommentare

Ich könnte da aus einem

Ich könnte da aus einem ganz, ganz breiten Erfahrungsspektrum berichten. Was aber vollkommen uninteressant ist, da wir ja keine Klassik gespielt haben. Also, nichts für ungut...

Es gibt ein Institut für Musikergesundheit? (Klar, Berlin. Wo sonst?) Das ist doch bestimmt nur für klassisch Musizierende, oder? Könnt' ich da im nachhinein vielleicht was loseisen?

Warum sollten klassische Musiker anders sein?

Unter den Musikern selbst ist das Thema ein alter Hut. Ich frage mich aber, warum so ein Gedöns gemacht wird jetzt, da es ans Licht der Öffentlichkeit kommt. Warum sollten Musiker mit Stress anders umgehen als ihre Kollegen aus Rock, Pop und Jazz oder als die anderen Menschen der Bevölkerung.

Zu kurz kommt in dem Artikel m.E. das Thema Frust, auch eine starke Motivation zur Flasche zu greifen. Oder wie erklärt sich sonst die Tatasache, dass beispielsweise in Opernchören der Alkoholikeramteil noch wesentlich höher ist? Zu Beginn des ersten Aktes einen Chor schmettern, dann zweieinhalb Stunden in der Kantine sitzen und am Ende der Oper nochmal rauf auf die Bühne – da wird der Hals dazwischen ganz schön trocken …

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