Black-Box D

Stempel

Zur Illusion zählt die Illusion. Mit erstaunlichem Beharrungsvermögen neigen einige zum Muster von eines konsequenten Behaviourismus der Konsequenzlogik in der Analyse. Wenn hat zur Folge: Dann. Dann hat zum Grunde: Wenn. Es wäre ja auch so einfach, denn … Die Black-Box ist schon lange gegangen und tanzt.

Zurück bleiben die Gewillten und die Patenten. Bei ihnen die ebenso Gewollten und Patenten. Zwischen ihnen ein verdrahteter Staatsschutz und eine ebensolche Bürgerwehr. Die Farben der Kleider sind verschieden und verschieden sind ihre Befehle. Es ist besser eine Art gesellschaftliche Auto-Immunkrankheit.

Das Spiel ist gelernt und es wird gespielt. Räuber und Gendarm, wem gehört was an. Dem! Ein kapitaler Bestäubungsspaß. Vor dem Fenster steht die Avantgarde und träumt. Mittelmachers Landpartie am Rande des Salzweihers – von oben dröhnt Ungemach.

Protest als Ware? Auch nach Kafkas Kenntnis der Traurigkeit ist es nicht schlicht verderblich, eine andere Tür zu probieren statt immer die Gleiche (nur weil es so Usus ist).

Kommentare

Ach geh mir weg mit

Ach geh mir weg mit „besser“, geht’s denn ums Schwimmsportabzeichen „Seepferdchen“? Stand nicht die Tage bei mir, wie sehr zum Jammern es ist, dass die Klugen so voller Zweifel sind?

Ich wollte die selektive Wahrnehmung übrigens kognitiv verstanden wissen. Dass das auch eine prima Ausrede für den geraden Weg sein kann, ist sehr wahr aber wirklich kein hinreichender Grund der Widerlegung.

Du kennst mückenfreie Wiesen? Gib mir den Längen – und Breitengrad, ich bringe Wein, Brot und Käse mit.

Bei mancherlei

Bei mancherlei „affentheuerlich naupengehäuerlichen Aventiuren“ (Fischart) ist mein favorisierter Libero ja der Herr Chomsky (der sich gleich in mehreren Ligen in meine Zwanzigstes Jahrhundert-Elf gedribbelt hat). Aber hatte nicht seinerzeit Harry Harlows untersucht, ob der Mensch am Ende zur Gattung der höheren Lebewesen zu rechnen und damit der reinen Futterdressur nicht mehr zugänglich ist? Oder ist gar von ganz anderer Art Reflexologie die Rede?

Dass selektive Wahrnehmung

Dass selektive Wahrnehmung ein Überlebenskriterium ist (nicht nur, aber auch für politische Überzeugungen), ist ja nicht wirklich neu und in mehr oder weniger barockem Umfang ja jedem gegeben.

Wichtiger ist doch, sich dies bewusst zu sein, zu hinterfragen, zu lernen und gesetzte Grenzen in Frage zu stellen … bla bla bla bla bla bla
(Du merkst schon: Ich stecke derzeit nicht knie- sondern halstief im rottig-modernden Wissenschaftssumpf und wundere mich über wenig noch, was unreflektiert aus mir quillt, ich gehe besser nun zu meinen Fußnoten zurück).

Mit dem geradezu Beneiden Anderer bin ich sehr vorsichtig geworden, trägt doch jeder Mensch an seinem Fluch schwer genug.

War das nicht Schlegel:

War das nicht Schlegel: Über die Unverständlichkeit?:
„Der Mensch ist vor allen anderen Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen; man könnte sagen, es ist ein unsterblicher Geist im Zustande der Hoffnung.“

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