Texte fürs Blog

Der beste Komponist aller Zeiten

Alban Berg; definitiv: Alban Berg.

Kommentare

... klar, jetzt, wo Drafi Deutscher tot ist ...

nein, beide nicht...

Avet Terterian...

mein ich mal so

Connie, nenene. Kannste ja meinen, ist okay, habe ich mir gemerkt, aber stimmt eben einfach nicht!

Ist ja dein Import/Export-Fachhandel und es steht dir natürlich völlig frei das EINFACH SO dahinzuschreiben, so ganz ohne Begründung, Beispiel und dergleichen.

Aber warum nicht doch lieber Schostakowitsch, Schönberg oder meinetwegen Schubert (um nur mal beim ‘sch’ zu bleiben)?

Buster, neinneinnein. Das ist alles auch gute Musik, total super gute schöne Musik. Insbesondere ganz vieles von Schubert.

Aber ich sage es dir, dir hier höchstpersönlich, bei Berg sitzt alles! Alles! Ich habe gerade wieder die Orchestersuite aus dem Wozzeck gehört und das Adagio aus der Lulu-Suite. Jeder Ton, jeder Klang. Nie hat jemals ein Komponist ein feineres Gehör gehabt. So subtil ist das Gemisch der Farben, da hat einer, Berg, alles richtig gemacht und nichts vorgezaubert. Das ist schon alles.

Ich habe lange gebraucht, das zu verstehen und zu hören. Adorno hat dies einmal beschrieben und ich habe es nie verstanden und nie verstehen wollen: „Trotz der pflanzenhaft verschlungenen Dichte ihres Gewebes und komplementär zu jener Dichte, ist Bergs Musik bis in den letzten Ton hinein artikuliert. Keine andere der Gegenwart, auch die des darin naiver dem Drang folgenden Schönberg nicht, ward so planvoll und souverän ausgeformt wie die seine, wohl dank seiner räumlich architektonischen Begabung, in der der Sinn für disponierende Gliederung den für strömende Entwicklung überwog. Das will sagen, es findet sich kein Satz, kein Abschnitt, kein Thema, keine Periode, kein Motiv, keine Note, die nicht noch in den komplexesten Zusammenhängen ihren ganz eindeutigen und unverwechselbaren Formsinn erfüllte.“
[Band 16: Musikalische Schriften I-III: Alban Berg. Theoder W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 12739 (vgl. GS 16, S. 92)]

Kein Stück Musik ist seither geschrieben worden, die auch nur ähnliches erreicht hätte. Die Lachenmanns und Nonos: alle fantastisch, saugut; aber sie haben nicht mehr so hören können, wie nur Berg hörte (und manchmal auch übrigens Strawinsky und Bartok).

Danke, wirklich vielen Dank!. Ich bin jetzt näher am Thema (um mal die Floskel „das habe ich verstanden“ willentlich zu umgehen). Ich bin dafür derzeit offensichtlich nicht bereit mich so intensiv mit einer Rezeption, mit einem Komponisten auseinanderzusetzen. Zwischen dem, was ich am Morgen, Mittag und Abend verehre, liegen oft Welten – zwischen dem, was ich Montags, Dienstags, Mittwochs liebe, liegen oft Galaxien. Viele, die ich kenne, finden das entweder bewundernswert (ob der verblüffenden Vielfalt) oder verstehen es (nahe liegender Weise) nicht. Ich habe diesen „Alban-Bergschen“ Adorno auch gelesen. Mehrmals, vielfach, ohne ihn zu verstehen in dieser, nein recht sicher sogar: jeder Hinsicht. Für mich hat vieles mit dem Thema „Zeitfenster“ zu tun … aber bevor das jetzt zum Kitsch abgleitet …

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