Texte fürs Blog

Menschen, am Rande notiert

Immer, wenn man mit dem Zug unterwegs ist, dann gibt es gewöhnlich aus Langeweile nicht viel zu tun. Einsteigen, Arbeitendösennachdenkendösen Personenkontrolle, Aussteigen. Ich habe die Bayern ja sehr lieb gewonnen, es hat eine Zeit gedauert, vielleicht so etwa fünf bis sechs Jahre, aber dann wurden sie mir sympathisch und das Leben in einer bayerischen Mittelstadt-Metropole wie Regensburg hat Charme. Definitiv, wiewohl es mich aus dem immer trostloser werdenden Berlin verschlagen hat. Berlin spuckt einen gerne aus, wenn man zwischen die Kategorien fällt und auch sonst unbegabt für manches ist.

Aber es gibt einen Unterschied zwischen in Berlin wohnenden Menschen und in weiten, wenn nicht allen Teilen Bayerns lebenden. Die Art, wie man jemanden aus einem Gefährt aussteigen lässt. Der Bayer steigt gerne schon ein, ohne Rücksicht darauf, ob er damit Aussteigewillige gewissermaßen bekehrt. In Berlin ist mir so etwas noch nie passiert, oder aufgefallen. Ein Gedränge in einen Bus oder einer S- oder U-Bahn gibt es bestenfalls, wenn die Aussteigenden hat ruhig gewähren lassen. Mir ist dieses Verhalten einigermaßen schleierhaft, obwohl es mir definitiv gefällt. Vielleicht hat das auch damit zu tun gehabt, dass in Berlin früher selbst Pogo mit Rücksicht getanzt worden ist; anders als zum Beispiel im, in dieser Hinsicht rückständigen Gießen (was etwas das Landshut Hessens wäre).

Das ist der Unterschied!

Und jetzt müsste ich etwas über Döner sagen. Eine unendliche Geschichte anundfürsich. Obwohl, da gehe ich dann doch lieber vielleicht einfach hin, hier in der Schmargendorfer Döner-Diaspora, die gleichwohl wie ein Himmelreich erscheinen muss, einem, der etwas gleichnamiges in Regensburg zu verspeisen versucht ist.

Kommentare

Die Bayern wären wirklich angenehme Zeitgenossen. Wenn da nicht die pränatal angebrachten Scheuklappen wären...

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