Die Wirtschaftskrise ist immer deutlicher zu spüren. Tatort gestern, nach vier Monaten Fernsehabstinenz gesehen. Münster. Die Geschichte so angelegt, dass man mit wenigen Schauspielern auskommt. Eigentlich sind wir doch alle irgendwie verwandt. Nicht. Alberich am besten.
Frage mich gleichwohl, ob nicht der Bund Deutscher Stehgeiger gegen die Ausstrahlung vorgehen will oder der Musikrat gar. Denn wird nicht duch diesen Film nahegelegt, dass Geiger (oder allgemein Musiker) Mörder sind. Satt Musik macht klug also Musik macht Mord!
Dann noch den Anfang von Anne Will gesehen. Hanebüchen.
Verstolpert soll Schwarz-Gelb haben den Auftakt. Das Gegenteil ist richtig. Sie haben die erste SPD-Regierung seit 35 Jahren ins Amt gehoben. Das kann man natürlich verstolpern nennen. Aber Trittin noch besser. Man habe Wahlversprechen gebrochen. Zum Beispiel, dass man sagte, alles bleibt schlecht und schwere Zeiten stehen bevor, man werde den Gürtel enger schnallen. Und jetzt: Steuersenkung! Wie kann man seinen Wählern so etwas nur antun. Gleichzeitig dann aber sagen, mit den Senkungen wäre das nichts, da hätten nur die Arbeitgeber, Ärzte und Apotheker was von. … mehr lesen … über Wirres Fernsehen
Im Bad Blog Of Musick ist ein Kommentar gelöscht worden, den aber irgendein Cache der Welt noch einmal wiederfand. Es war so. Arno Lücker hat beim Musikfest in Donaueschingen ordentlich auf den Putz gehauen. Das fand nun nicht nur begeisterte Zustimmung. Kein Grund zur Löschung. Daher gebe ich den Text hier wieder. Ich bin sicher, irgendwann ist der auch wieder im Bad Blog Of Musick.
Autor Murr gab folgendes von sich:
Kaum zu glauben, wie Theo Geissler seiner selbsternannten Karla Kolumna der Neuen Musik (törrröööö!!!) immer noch die Stange hält. Und das nach allen Lücker’schen Peinlichkeiten im Umfeld der Darmstädter Ferienkurse 2008 – und offenbar GEGEN fast alle Stimmen seiner nmz-Mitredakteure! (Wieso wehrt sich diesmal eigentlich niemand mehr aus der nmz-Redaktion gegen diesen ganzen Datenmüll?)
Die letzten Tage brachten einige Neuigkeiten in die Welt, die am Zustand der Welt weitere Zweifel erlauben, speziell aber die Deutsche Natur betreffend. Grass, Obama und der Zentralrat der Juden.
1. Grass zum Beispiel ist ein echter Verlierertyp. Er hätte sich jemand anderes vrogestellt als Heiner Müller, der den Nobelpreis beklommen habe. Aber man kenne ja nicht die Art und Weise wie das Kommitee diese Dinge ermittle. Das habe ich mich vor zehn Jahren gefragt, als dieser Typ, Grass den Preis bekommen hat. Noch heute frage ich: Wofür denn eigentlich. Wenn dann vielleicht Herta Müller, aber nicht dieser literarische Langweiler.
2. Obame auch einen Preis. Ein Zeichen. Entschudligen Sie bitte, aber das kann echt üble Folgen haben. Welche Handlungsfähigkeit bleibt dem denn dann noch. Es muss doch den Dalai Lama schon mal außen vor lassen, um dem diplomatischen Weg zu genügen. Nobelpreisbomben auf Afghanistan? Das ist nicht richtig. … mehr lesen … über Am Ende kommt soch sowieso alles heraus
Während einer längeren Bahnfahrt von Berlin nach München. Unterwegs doch die Stöpsel in das Ohr geklemmt. Bei Dachau das Vorspiel zu Wagners Tristan und Isolde angehört. Eine filmreife Musik. Aber hier vor Ort am Bahnhof, komisch verstörend.
Man fäexhrt ja durch den Bahnhof durch, aber doch etwas abseits, links und rechts mit einigen Mauern, wohl zum Schallschutz, gesäumt. Hin und wieder durchbrochen die Mauern mit Glasfenstern, die den Blick freigeben auf Menschen, die an anderen Bahnsteigen auf ihre Zugverbindung warten. … mehr lesen … über Tristan in Dachau
In gewissem Sinne fühlt man sich an bestimmte Stellen aus der sozialphilosophischen Literatur erinnert, wenn man sich durch den Strudel der Publikationen im Internet hindurchwühlt. Insbesondere an die "Dialektik der Aufklärung" mag man da leicht denken können.
Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils.1
1. [Band 3: Dialektik der Aufklärung: Begriff der Aufklärung. Theoder W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 1105 (vgl. GS 3, S. 19) http://www.digitale-bibliothek.de/b... ]
"Reichthum macht nicht reich," sagt da ein Sprichwort. Wie es überhaupt recht viele und sich gegenseitig widersprechende Sprüchworte zum Thema gibt.
Das wundert es vielleicht weniger, wenn die LINKE auf den einen Plakten fordert: "Reichtum besteuern" und auf den anderen "Reichtum für alle." Das ist in der Tat nicht so widersprüchlich, wie man meinen könnte. Denn ist der Reichtum allgemein, schaden Steuern wenig. Man könnte sie vermutlich sogar senken im gleichen Atemzug. So kann das Ziel der Reichen eigentlich nur sein, dass alle so reich werden mögen wie sie. Die LINKEN werden in Plakaten anderer linker Parteien daher als eine am Kapitalismus orientierte Partei bezeichnet. Man muss sagen, korrekt.
Dagegen ist ein Vorschlag wie der der FDP mit mehr Brutto vom Netto (bzw. umgekehrt) kontraindiziert. Wenn alle weniger beisteuern und alles bleibt wie es ist, fehlt was. Mehr Gehalt in der Politik mag man vielleicht wünschen. … mehr lesen … über Links vom Reichtum, rechts der Politik
Einsichten in die Neue Musik Szene von Patrick Hahn.
Einen weiten Bogen spannt Patrick Hahn vom Mahler Chamber Orchestra bis zu Jörg Widmann über den man sich im Bad Blog Of Musick sonst den Kopf etwas eigenartig zermartert. … mehr lesen … über Tieferblickend
Irgendwann muss ich wohl doch einmal endlich eine Art Lobsirene auf einen talentierten jungen Komponisten loswerden.
Vielleicht jetzt, aber nicht heute, Herr Janson. die unbedeutensten Texte verfasst er freilich momentan im BadBlog Of Musick als "Kommentar-Man". So unzugänglich diese Texte auch aussehen mögen, so sehr sie sich eine verstehenden Lektüre auch verschließen wollen, so wenig es einem gelingen mag, seinen inneren frustrierten Protest darin zu widerstehen, so sehr zeigen diese andauernden Phasen doch an, dass ihr Autor der bessere Komponist ist. Es ist ja ein bekanntes Phänomen, dass nur wenige Leute in mehreren Bereichen gleichermaßen gute Leistungen vollbringen.
Eines Beleges dafür hätte es freilich nicht bedurft.