Sag' mir keiner mehr, was Politik sei

Wie kann man eigentlich sich selbst nur zu gut zerstören, so politisch gesehen? Indem man aufhört Politik zu machen. Wäre eine mögliche Antwort. Und indem man es verkleidet als einen Akt der Rebellion. Das sind keine Rebellen, das sind Antipolitiker, die besser nicht diesen Job ausüben sollten, für den sie sich prädestiniert fühlen. Selbstdemontage.

Es hatte sich mit Clement angedeutet, jetzt haben politische Pflaumen Konjunktur. Es ist schon sehr erstaunlich, mit welchem Unsinn da eine Partei abgekanzelt wird, die ihrerseits zur Folgsamkeit verurteilt gewesen wäre - und damit übrigens auch halbwegs kastriert. Wenn man das einmal politisch bedacht hätte, wäre eine solche Blödheit nicht möglich gewesen. Aus Sicht der SPD ist es eine doppelte Dummheit, die womöglich auf sie zurückfallen wird -- und damit hätten die "Rebellen" erreicht, was sonst nur durch langwierige Arbeit undercover möglich gewesen wäre.

Was in Sachen NPD nicht funktioniert hat, V-Männer zu organisieren, hat hier vorzüglich geklappt. Leichter kann man es dem politischen Gegner wirklich nicht machen. Der einzige, der es richten könnte wäre Rudolf Scharping. An dem könnte man sich die Zähne ausbeißen ohne auch nur irgendwann auf einen Widerstand zu treffen.

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