Erklärung des Nebels

Lange Zeit war es nötig, die Gedanken der Zeit zu lesen. Sie waren nicht immer so sehr offenbar. Der Internet sammelte sich zu einem großen Kasten von Informationen jeder Art. Eine kritische Masse hat man dabei nicht erreicht und wird es wohl auch nie.

Die Massen suchen das Netz auf. Man weiß nicht genau, wo sie sich herumtreiben. Vermutlich an allen Orten. Auch hier. Man muss sich heute keine Gedanken mehr machen. Oder sie lesen. Es gibt nichts mehr zu erklären. Die Gedanken sind längst offenbar.

Es muss nichts mehr verdeckt werden. Verdecken verdeckt nur, dass es nichts mehr zu verdecken gibt. Alles ist nackt und hörbar. Aber wir sind nur noch blind und taub.

Die neueste Abmahnwache

Die aktuellen Tricks der Content-Industrie. Wenn es schon mit dem Leistungsschutzrecht nicht so richtig voran geht, dann müssen halt erst einmal andere dran glauben. Abmahnungen für Pressespiegel bei Künstlern. 

Tolle Worte

„Nachhaltigkeitstrends“ - heute gelesen. Dazu fällt mir nur ein: Vorratsdose! 

Qualitätsmanagement und Unternehmensberatung

Ich schätze, wenn einmal ein Unternehmen historisch präzise schauen würde, es würde feststellen müssen, dass diese Jesus-Gemeinde mit den 12 Aposteln bestimmt überbesetzt war. Ein Unternehmensfehler am Anfang, der bis heute nicht korrigiert wurde. Ich sitze hier und schweige mich an.

Voranschreitende Verlangsamung

Jetzt habe ich ein paar Tage lang die Finger von Facebook und Co gelassen. Nicht der Rede wert. Viel Zeit wurde dadurch auch nicht gewonnen. Präziser: Nicht viel Zeit, die man in andere Aktivitäten investierte, wohl aber Zeit, die man in nichts setzte. Freie Zeit. Leere Zeit. Zeit für einen selbst.

Aber auch mal wieder etwas die Möglichkeit gesehen, sich durch die ganzen Bücher hindurchzuschauen. War nicht in dem einen etwas längst Verlorenes, das, wiederzufinden sich lohnte. Natürlich. Aus jeder Lektüre von irgendwas komme ich schlauer und verwirrter wieder hervor. Es rattert dann so dahin. Langsam, mahlend. Keinen "Ertrag" im engeren Sinn erzeugend. 

Doch es bleibt wieder etwas mehr hängen. 

Heute hat die GEMA den Groovesharks einen übergebraten. Mit selten klaren Formulierungen:

Man schaut Dich an

2 × hören mit Musik von Bernhard Lang

2 × hören - Veranstaltung im Konzerthaus from Martin Hufner on Vimeo.

Unter dem Titel „2 × hören“ veranstaltet das Konzerthaus Berlin fünf mal in der Saison Konzerte mit Moderation. Am 9. Januar stand Bernhard Langs Stück „Differenz/Wiederholung 1.2“ auf dem Programm. Es spielten „Mitglieder des Kammerensembles Neue Musik Berlin“. Die Moderation hatte Arno Lücker.

Im Anschluss an die Veranstaltung stellte ich Arno Lücker und dem Regisseur Christian Mertens ein paar Fragen.

Das Fagott als Instrument des Jahres 2012

Am 6. Januar 2012 stellten die Landesmusikräte von Schleswig-Holstein und Berlin das Instrument des Jahres in der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein in Berlin vor. Klaus Thunemann konnte als Schirrmherr der Veranstaltung gewonnen werden.

Nach der Pressekonferenz konnte ich mit Klaus Volker Mader, dem Präsidenten des Landesmusikrates Schleswig-Holstein, ein bisschen über das Projekt und die Arbeit eines Landesmusikrates reden.

Instrument des Jahres 2012 - Das Fagott from Martin Hufner on Vimeo.

Am 6. Januar 2012 stellten die Landesmusikräte von Schleswig-Holstein und Berlin das Instrument des Jahres in der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein in Berlin vor. Klaus Thunemann konnte als Schirrmherr der Veranstaltung gewonnen werden.

Nach der Pressekonferenz konnte ich mit Klaus Volker Mader, dem Präsidenten des Landesmusikrates Schleswig-Holstein, ein bisschen über das Projekt und die Arbeit eines Landesmusikrates reden.

Das Prinzip Heuchelei

Ich glaube zu wissen, dass der ganze Streit um Wulff als Bundespräsident eigentlich auf nicht mehr oder weniger das hinausläuft, was unmöglich ist: Die Abschaffung des Amtes. Das angeblich höchste Amt im aktuellen deutschen Staate, zugleich tituliert in der Herabwürdigung auf die Funktion eines Grüßaugust, das kann nicht funktionieren; und schon gar nicht mehr heute, mit den Personen, die uns zur Verfügung stehen oder angeboten werden im Parteiengekungel und die glücklicherweise vielleicht noch selbständig einen Fuß vor den anderen setzen könnten. Stattdessen ein Matthäus nach dem anderen. Wulff war, das wusste man schon bei der letzten Wahl, ein Notnagel; auch Gauck hätte bekanntlich nichts gebracht.

Das Amt ist nicht (mehr)1 zu besetzen. Die, die es mental und physich könnten, wollen es nicht, weil es ein, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, rein formales Amt ist. Unterschreiben von Gesetzen. nicht von der Gangway fallen, dabei mondän sein, aber nicht größenwahnsinnig. Irgendwann auch mal sich etwas Philosophischen schreiben lassen. 

Eigentlich wollen alle eine Revitalisierung des Typus' eines Weizsäcker, der dazu noch eine gewisse aristokratische Noblesse sein eigen nennen konnte ohne die "ganz unten" abzukanzeln. Jedenfalls jedoch keinen, der sich verschämt und ungeschickt Geld pumpen muss. Und keinen, der kein politisches Standing hat, keinen, der besser Deutschlands oberster Vereinsmeier hätte werden können. Von mir aus zusammen mit der ganzen Guttenberg-Koch-Mehrin-Truppe.

  • 1. Es geht nicht mehr! Denn tatsächlich konnte die Öffnung der gesellschaftlichen Sprachrohre durch das Internet für viel mehr Wind sorgen, als es die alten Öffentlichkeiten hatten schaffen können. Man fühlt sich nicht mehr so ganz allein - mit seinen Klug- wie Dummheiten. Das große Gehirn recherchiert besser und schneller denn je.

Sänger beim Demonstrieren

Aus dem eigenen Videoarchiv. Und zum Testen gewisser Funktionalitäten. 

Wenn Sänger demonstrieren ... from Martin Hufner on Vimeo.

Wenn Opernchöre und Orchestermusiker auf die Straße gehen, dann muss es manifeste Probleme geben. In Berlin fehlen seit 2001 Anpassungen an die Tarifentwicklung des öffentlichen Dienstes. Da sich die Gegenseite der Künstler, die Kulturvertreter des Berliner Senats offenbar bislang taub gestellt haben, machte man seinen Unmut lautstark kund. Bilder von der Demonstration zwischen Staatsoper Unter den Linden und Rotem Rathaus sowie einige Originaltöne und ein kleines Gespräch mit dem stellvertretenden Geschäftsführer der VdO, Gerrit Wedel, finden sich in diesem knapp sechsminütigen Film anbei.

Einstellungssache

  • Häufig heißt einer Sache hinterherlaufen nur vor sich selbst zu fliehen.
  • Wehe wenn ein Vakuum explodiert.
  • Der Zappelphillip verbraucht viel Energie ohne sich zu bewegen.
  • Aus beta wurde +
  • Wer schreibt uns eine neue Winterreise?
  • Weil das Essen nicht durchgegart ist, muss es gegessen werden bis es verdirbt. Im Innern machen sich die Würmer breit.

 

Nach wie vor

Wer denkt, setzt Widerstand; bequemer ist, mit dem Strom, erklärte er sich auch als gegen den Strom, mitzuschwimmen. Indem man einer regressiven und deformierten Gestalt des Lustprinzips nachgibt, es sich leichter macht, sich gehenläßt, darf man überdies eine moralische Prämie von den Gleichgesinnten erhoffen.
[Band 10: Kulturkritik und Gesellschaft I/II: Dialektische Epilegomena. Theoder W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 8671 vgl. GS 10.2, S. 764)http://www.digitale-bibliothek.de/b... ]

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