Das habe ich auch noch nie gehört. Am Hauptbahnhof Köln wurde die Verspätung eines Regionalzuges mit »polizeilichen Ermittlungen« begründet. Zwischen zehn und 15 Minuten sollte die Bahn verloren haben. Wer sich daraufhin zu sicher war, wurde enttäuscht. Es waren nur fünf Minuten.
Mein Zug von Köln nach Regensburg war pünktlich, allerdings in umgekehrter Wagenreihung, was man allerdings auch erst in dem Moment bekannt machte, als der Zug gerade einfuhr. Für Erste- und Zweite-Klasse-Raucher, wenn sie sich bereits am richtigen Ort wähnten, mitunter ein Fußmarsch von knapp 500 Metern - inner- oder außerhalb des Zuges. Da nun der Zug eh neun Minuten Aufenthalt in Köln hatte, eigentlich kein großes Problem. Angekommen vor meinem Platz, empfing mich sogleich aufgeregt lachender Frauenschwarm. Man geriet mitten in die Fänge eines Hegel-, nein Kegelclubs auf der Rückfahrt. »Sternförmig kommen wir zusammen, sternhagelvoll gehen wir auseinander.« Das hielt sich aber noch in Grenzen. Und da sie das gleiche Leid mit der Zugwanderung in Dortmund plagte, luden sie mich flugs auf ein Schnäpschen ein. Ich hatte sogar die Wahl und wählte korrekt »Genever.« Den hatte ich nämlich seit über 12 Jahren nicht mehr zu mir genommen. »Damals« oder »Die gute alte Zeit« nenne ich diese Zeit.
Eine Woche vor meinem Umzug von Steinbach (bei Gießen) nach Berlin gab es in unserem Dorf ein großes Fest (warum und wozu auch immer, aber nicht, weil ich das Dorf verließ). Das war ein tolles Fest und ein unglückliches auch, jedenfalls für manches Schaf. … mehr lesen … über Polizeiliche Ermittlungen, Genever und ein kleines Lyrik-Regal
Auf der Suche danach, wie denn die Gruppen bei der FusßballWM gelost waren, führt mich eine bekannte Suchmaschine zur Seite von Yahoo. Denn mein WM-Endspiel-Tipp war Polen gegen Frankreich. Das könnte vielleicht sogar möglich sein. Was mich aber mehr verwundert hat, die WM scheint schon begonnen zu haben. Da schau an. Die Tabellen bei Yahoo sahen nämlich so aus:
Merkwürdig. Da ist de WM schon in vollem Gange und ich habe das nicht mitbekommen. Deutschland hat schon einmal gewonnen und einmal verloren. Kann mir mal jemand sagen, ob das wahr ist? … mehr lesen … über WM-Schwindel
Gestern noch liefen die Drähte heiß, Deutschlands Kultur sei nur zu retten, wenn man die Kopiergeräteabgabe anpasse - und zwar so, wie es sich die Autoren wünschen. Ansonsten hörten die auf zu schreiben, wegen zu geringen Anreizes und gingen ins Ausland, wo man auf sie wartet und alle sowieso besser ist. Das war gestern. Heute der VDKD. Weiß ja jeder, wer gemeint ist. Der also hat sich dumm geärgert, weil er für künstlerische Leistungen aus dem freischaffenden Umfeld Gebühren zahlen muss, die in die Künstlersozialkasse gehen. Beim VDKD war dies zuletzt 5,1% von irgendwas. Das neue Künstlersozialversicherungsgesetz, das am 11. Mai den Bundesrat passiert hat, sieht genauere Prüfungen vor, wer denn überhaupt KSK-versichert sein darf. Man will die Künstlerflut damit eindämmen, aber zumindest auf den Stand von 2004 festschreiben. Der VDKD rechnet deshalb mit einer Verringerung des Bestandes der Versicherten: Folge wäre eine Absenkung des Beitragssatzes. Das liegt auf der Hand.