Gute Laune

Ausgang gesucht. Foto: Hufner
Ausgang gesucht. Foto: Hufner

Gute Laune, so rein umgangssprachlich gesehen, ist meine Sache heute nicht. Im Grunde ist es sogar sehr einfach, die gute Laune zu torpedieren. Es bedarf dazu nur einer sprachlichen Geste, eines Gedankens und einer Dummheit. 

Dummheit ist relativ. Man selbst ist es ja, dumm, alle naselang. Man ist sogar mehr dumm denn klug. Dennoch ist dumm nicht gleich dumm. Es gibt das Nichtwissen und es gibt das Besser- und/oder das Halbwissen. Dieses trumpft auf. Und es gefällt sich bei sich selbst am besten. Bei sich sein, kann auch die Masse der Gleichen sein. So wie der Sushi-Fresser am Tag der Musik im Bundesfinanzministerium. Freilch war es aus seiner Sicht sehr klug, sämtliche Sushi-Vorräte auf seinem Teller anzuhäufen. Und sicher hätte er es als sehr ungerecht angesehen, wenn man ihn darum gebeten hätte, mit anderen zu teilen. Er ist der Sushi-Abräumer bei solchen Veranstaltungen. So war es immer schon. Was ist daran schlecht?

„Man wird mir entgegnen, daß ein Volk von wahren Christen die vollkommenste Gesellschaft sein würde, die sich denken ließe. Bei dieser Annahme sehe ich nur eine große Schwierigkeit: nach meinem Erachten würde eine Gesellschaft von wahren Christen keine Gesellschaft von Menschen mehr sein. 
Ich behaupte sogar, daß eine derartige Gesellschaft trotz aller ihrer Vollkommenheit weder die stärkste noch die dauerhafteste sein würde. Infolge ihrer Vollkommenheit würde es ihr an Verbindung und Zusammenhang fehlen; ihre Vollkommenheit selbst würde ihren Untergang herbeiführen.“1

Ohne Dummheit scheint nicht die Klugkeit auf. Ohne Nacht kein Tag. Alles andere wäre Dark-Side Of The Moon. 

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