Zettelkasten

Olympia wird privat

Rundfunk. Foto: Hufner

Eine gute Nachricht, auch und wohl gerade, wenn man „sport“ mag. Die Qualität der Spiele hängt nicht vom Sende ab. Sicher wird der Sport darunter leiden. Das tragischer als das Leiden der deutschen Öffentlichkeit. Das Problem ist aber doch ein anderes. Was wird mit dem vielen Geld passieren, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk jetzt nicht für Berichterstattung und Lizenzen ausgeben?

Denn, diesen Bedarf wird es dann ja nicht geben. Einfach umleiten auf andere Spielflächen? Live von „Jugend musiziert“ berichten. Mehr Jazz, mehr Oper, mehr Pop – mehr Musikkultur und Hintergrundinformation, mehr Theater, Tanz, Literatur, Bildende Kunst ins Fernsehen, zusätzlich zu TTT und Aspekte, den Kulturhungersendungen?

Das wird nicht passieren, sonst hätte man auch dafür längst einen Bedarf geltend machen können. Statt dessen wissen wir, wo es lang geht, Orchesterauflösungen, Programmdeformationen en masse. Keine Hoffnung darauf. Wirklich nicht.

Mit den Spielen verschwindet auch die entsprechende Finanzierung. Eine Absenkung des Rundfunkbeitrags wird ebenso die Folge sein müssen wie gewisse personelle Abbauprozesse.

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