Buch

Ein Buch für den Einstieg

Musik ist dank des Kompressionsverfahrens mpeg layer 3 (kurz MP3) zu einer im Internet hoch bedeutenden Angelegenheit geworden. Dennoch ist für viele die Nutzung von Musik im Internet immer noch ein Geheimnis. Janko Roettgers hat ein Buch verfasst, in dem in dieses Thema ausführlich eingeführt wird. Das reicht von Software-Konfigurationen über das MP3-Mixen, das Promoten eigener Songs im Netz bis zur Internet-Radio-Sendung. Sicherlich liegt der musikalische Schwerpunkt auf populärer Musik, allerdings auf „avancierter“ (Björk statt Blümchen, Mouse on Mars statt ATC; dazu übrigens Anhang 3: Soundtrack). … mehr lesen … über Ein Buch für den Einstieg

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Der innere Browning oder: Mit Musik im Bilde

„Wie kommt es, dass immer mehr Deutsche Marshall Göring zustimmen, der sich seinerzeit brüstete, ‚Wenn ich das Wort Kultur höre, ziehe ich meinen Browning‘? Was ist geschehen, dass – wir reden von den Massenmedien – die Massen flüchten, wenn Kultur angesagt ist? Hat sich die Gesellschaft geändert – oder gar die menschliche Gattung? Oder stimmt das alles gar nicht?“ fragt sich in dem bei Suhrkamp erschienenen Buch „Televisionen“ Volker Panzer, Leiter und Moderator der Sendung nachtstudio im ZDF.

Buchtitel Suhrkamp (Montage: Hufner) … mehr lesen … über Der innere Browning oder: Mit Musik im Bilde

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Harmonie als Kind der Schande

Die umtriebigen Grazer Wertungsforscher laden alljährlich zu thematischen Symposien ein, die alle irgendwie mit Musik zu tun haben. Hinter dem poetischen Titel verbirgt sich jedoch erbitterte Theorie. Zwölf Aufsätze umkreisen die „Dialektik des Harmonischen“ ohne sie zu greifen. Ein erster großer Teil besteht aus der Interpretation des Adornoschen Satzes „Kunst ist das Versprechen der Kunst, das gebrochen wird“. Da dieser Satz zugleich dialektischen Wesens ist, ferner in einem auf hohem Niveau dialektisch verfaßten Buche, nämlich der „Ästhetischen Theorie“ steht, kann man über diesen Satz phänomenal fabulieren. Das gelingt Albrecht Wellmer auch eminent eindrucksvoll. … mehr lesen … über Harmonie als Kind der Schande

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Fundgrube

1955: Ein junger Privatdozent der Universität Erlangen legt einen umfangreichen Bericht mit dem Titel "Studien zur musikalischen Terminologie" der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur vor. Von der musikwissenschaftlichen Sprengkraft dieser immerhin 131-seitigen Abhandlung ist man schnell überzeugt. Dennoch dauert es gut zwanzig Jahre bis das Vorhaben, der geniale Entwurf des Privatdozenten auf eine gesicherte institutionelle Basis gestellt wurde.

1972: Der einstige Privatdozent hat es mittlerweile zum Ordinarius für Musikwissenschaft der Freiburger Universität gebracht. Sein Name: Hans Heinrich Eggebrecht. Es erscheinen die ersten Lieferungen des "Handwörterbuch der musikalischen Terminologie". Es steht damit zeitlich wie wissenschaftshistorisch in unmittelbarer Nähe zum "Historischen Wörterbuch der Philosophie" (hrsg. von Joachim Ritter, Basel 1971 ff.). Beide Werke sind zu einem unschätzbaren Bestandteil der Fachforschungen geworden, entstanden aus der Notwendigkeit, sich einerseits über die Sprache zu verständigen und sie in ihrer historischen Entwicklung, in ihren jeweiligen Bedeutungszusammenhängen zu verstehen.

1995: Ein erster praktikabler Ableger des Handwörterbuch erschien unlängst im Franz Steiner Verlag. Hier sind 35 Termini versammelt, die sich ausschließlich oder wesentlich mit der Musik des 20. Jahrhunderts befassen: von "Absolute Musik" über "Klangfarbenmelodie" bis "Zwölftonmusik". Hier scheint ein besonderer Klärungsbedarf vorhanden zu sein. In viel dichterer Folge werden Worte geprägt und an verschiedenen Orten, in unterschiedlichen Arbeitsfeldern entwickelt. Symptomatisch dafür ist, daß der Terminus "Atonalität" (ohnehin der längste Artikel des Bandes) mit 33 Seiten um 11 Seiten länger ist als der ältere der "Tonalität". Aber der Sonderband empfiehlt sich auch durch umfangreiche Verweise auf Quellentexte, die zum Teil ganz kuriose Beiträge zur Wortgeschichte enthalten. Im Artikel "Schlager" wird K. Blessinger in seiner Schrift "Judentum und Musik" folgendermaßen zitiert: "Im übrigen sind die grellen Instrumentaleffekte der Schlagermusik unzweifelhaft gerade in der Mahlerschen Symphonik stark vorgebildet." … mehr lesen … über Fundgrube

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Verästelungen des Musikbetriebes durchforstet

Man könnte meinen, daß über die Musik des frühen 20. Jahrhunderts wirklich alles Wesentliche gesagt worden ist. Monographien über Komponisten, ihre Musik, ihre Ästhetik gibt es in rauhen Mengen. Doch Martin Thruns Studien zum Musikleben sind wirklich neu, einzigartig zumal, außerdem brillant formuliert. Thrun untersucht die sozial-, rezeptions- und institutionsgeschichtlichen Bedingungen, die zur Konstitution der Neuen Musik im deutschen Musikleben bis 1933 geführt haben. … mehr lesen … über Verästelungen des Musikbetriebes durchforstet

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Primärquelle der Geschichte

Nun liegt er vor, der Briefwechsel zweier Persönlichkeiten, die auf ihre ganz eigene Weise das kulturelle Klima dieses Jahrhunderts mitbestimmten. Alban Berg, der Komponist und Adorno, der ich-weiß-nicht-was-alles. Es ist ein Briefwechsel, bei dem Fragen der Beschaffung von Bleistiftanspitzern nur gelegentlich abgehandelt werden. Es ist ein Briefwechsel, der direkte Einblicke in die Produktionsspähren dieser ausgeprägten Persönlichkeiten gestattet. Dadurch kommt diesem Buch der Wert einen wirklichen Primärquelle zur Erschließung des kulturellen Klimas der 20er und 30er zu. … mehr lesen … über Primärquelle der Geschichte

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Auf der Suche nach dem Abendland

"Wie deutsch ist das Abendland?" fragt Vladimir Karbusicky, emeritierter Professor für Systematische Musikwissenschaft der Uni Hamburg und glaubt damit der westlichen Musikwissenschaft und ihrer Musikgeschichtsschreibung eins auszuwischen. Als Zielscheibe seiner Bemühungen dienen ihm, wie schon in vielen seiner anderen Veröffentlichungen, die bösen Dialektiker (Adorno nämlich) und die neuen subjektiven Rationalisten (Eggebrecht, hier vor allem dessen Publikation "Musik im Abendland"). … mehr lesen … über Auf der Suche nach dem Abendland

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Musikpsychologie und Einfühlung

Musikpsychologische Forschung leidet bekanntlich an dem Problem, entweder vollkommen esoterischen Fragen nachzugehen oder aber Gemeinplätze durch diverse Forschungsinstrumente auf empirischen Boden zu stellen. Und natürlich ist nicht die ganze Innung von dem Verfall ins Belanglose betroffen. Als man endlich die Quinten und Oktaven als Forschungsgegenstand genügend durchleuchtete, sahen sich einige dazu in der Lage, auch mal Musik als musikalischen Gegenstand zu begreifen. Man wandte sich also der Verarbeitung von Musik zu: Die einen nannten das Kognitionspsychologie, die anderen Phänomenologie der Musik. Aber irgendwie geriet auch hier das phänomenologische "hin zu den Dingen" Husserls zur plumpen Verdinglichung zumeist doch geistiger Schöpfungen. Gut, nun wissen wir, warum der "passus duriusculus" ein harter Gang ist. Aber wie die Relation zwischen Musik und Hörer im alltäglichen Lebens sich darstellt, dieser Frage stellte man sich nur sehr ungern. Hier setzt eine Publikation des Bremer Musikwissenschaftlers Günter Kleinen ausdrücklich an. … mehr lesen … über Musikpsychologie und Einfühlung

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