taktlos

Sackgasse Bildungsreform

Zu Beginn dieses Monats sendete das musikmagazin taktlos wieder einmal aus Studio 12 des Bayerischen Rundfunks zum Thema "Bildungspolitik ohne  Musik" und hatte gar den neuen Kultusminister Bayerns zu Gast - Name habe ich wieder vergessen.

Durfte ich mir also wieder etwas ausdenken. Konnte es leider aber nicht selbst einsprechen. Heute bin ich noch ein wenig schlauer. Habe gerade Liessmanns "Theorie der Unbildung" durch. Lange schon nicht mehr so viele Notizen an den Rand eines Buches gemacht.

Jetzt aber der Beitrag:

Es ist zwar keine Schlagzeile in der BILD-Zeitung, trotzdem haben wir sie: die Bildungskatastrophe in Deutschland. Im internationalen Vergleich ist das Bildungssystem in Deutschland bestenfalls im Mittelmaß. Die deutsche Bildungsmisere hat ihren Grund allerdings nicht bei den Kindern, Schülern und Studenten - die sind vielmehr das Resultat -, sondern bei den Erwachsenen, die permanent das Bildungssystem reformieren: kaputtreformieren. [node:read-more:link]

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Musik berührt

taktlos 111: Schnelle Brüter

Die Reformen im Zeichen von Bologna haben auch den Kunsthochschulbereich erreicht. Wenn man sich so die Meinungen der Rektoren und Präsidenten anhört, war dies eine gute Entwicklung. In der Tat sind die Tanker der Hochschulen in Bewegung geraten. Aber wenn man es sich genau anhört, dann wirkt es, als wäre der Neustrukturierungsbereich allein dazu da, etwas zu bewegen, was sonst nie in Bewegung gekommen wäre. Die Musikhochschulen sind tatsächlich verkrustet und Änderungen innerhalb des Systems mussten als äußerst schwierig erscheinen.

Der Bologna-Prozess hat da rein formalistisch gewirkt. Bewegung wurde initiiert. Aber ob dies eine wirklich positive Neuordnung zur Folge haben wird, scheint längst nicht ausgemacht. Eine Struktur wurde ersetzt durch eine eigentlich noch viel Repressivere. Die Chance, etwas grundlegend Neues zu machen, ist vertan. [node:read-more:link]

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taktlos #82: Operette, Land des Schwächelns

Blick aus dem Studio ins StudioGestern abend um diese Zeit ging taktlos 82 über die Bühne, besser gesagt über den Sender. Ein wieder ganz lebendige Sendung mit mindestens zwei Gesprächspartnern, die schön reden konnten (einer davon zumal ein Bariton).

Operette? Das habe ich mir auch gesagt und meinen Teil gedacht. Mottenkiste mit zuviel Schminke (aber dazu später). Nach der Sendung dann wie immer rüber zum Funkstadl und weiter gezwitschert mit den Gästen. Dabei war schließlich ein altes Fernseh-Idol, der Jürgen Kritz, der ein lange Weile das Filmjournal im Hessischen Rundfunk gemacht hat; und das waren die einzigen vertrauenswürdigen Filmberichte. Hessischer Rundfunk ist nicht mehr, er ist ja leider auch ziemlich heruntergekommen.

Aber solche Leute wie Kritz gehören dann eben auch zu jenen, die einen böse anschauen können aber auch das Theater ist, wie die ganze Operette. Zu meinem Beitrag, veriet er mir, wollte er in der Sendung kommentieren: „Voll aufs Schwarze gezielt, aber nur ins Blaue getroffen.“ Dabei, die Herren in der Sendung hatten auch viel an Operetten auszusetzen. Es ist eine problematische Gattung des Musiktheaters in der Gegenwart (was sie mir auch wieder sympathisch macht).

Also dieser Kritz kennt natürlich a) wieder einmal alles und kann b) es spontan singen; mit diesem Tonfall und dem feuchten Vibrato, das sofort zum Lächeln anregt, wenn man nicht ohnehin derartige Menschen und diesen Gesang gleich als vollkommen abstrus und weltfremd und überkommen und dekadent abkanzelt. Der knödelt und die Lippenenden Mundwinkel [sowas passiert, wenn einem die richtigen Worte ausgehen: Mundwinkel heißt das, Mundwinkel] wandern bis zu den Ohren. Darauf einen doppelten Slivowitz!

Mein kleiner Beitrag lief unter der hübschen Ansage, er sei verfasst von taktlos-Knödeltenor Dr. Martin Hufner und habe zum Thema: Die Operette ist tot - aber Frank Zappa lebt. [node:read-more:link]

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Ein kleiner Beitrag zur Soziologie des Hörens

Hufi vor 42 SendungenNachfolgend mein Beitrag zur Ausgabe 73 der Sendung "taktlos" des Bayerischen Rundfunks und der neuen musikzeitung. Im Studio dabei: Rita Beulker (Projektcoach / Herausgeberin des Online Wirtschaftsmagazin infoquelle), Marion Glück-Levi (Stiftung Zuhören), Michael Quast (Kabarettist, Regisseur), Karl Karst (Wellenchef WDR3, Initiative Hören e.V.) und das Duo Courage.

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taktlos 69 - Genie ist Scharlatan

Musik: Beethoven, Streichquartett cis-moll, erster Satz

Sprecher: Dar Bereich der großen Kunst-Musik ist ein heiliger Bezirk. Komponisten gelingt es durch das faszinierende Kombinieren von Tönen Werke höchster Kunstfertigkeit herzustellen. [node:read-more:link]

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1961 – György Ligeti: Atmosphères für großes Orchester

Sensationen in der Luft

Ulrich Dibelius, ein wachsamer Begleiter der neuen Musik seit den 50er Jahren erinnert sich an die erste Aufführung von György Ligetis Atmosphères: „Die Uraufführung ... bei den Donaueschinger Musiktagen trug alle Anzeichen des Sensationellen. Denn diesem Grad von ,Destruktion' nach zehn Jahren fleißiger Konstruktion [Dibelius meint damit alle Formen seriellen Komponierens, eines systematischen Umgangs mit Tondauern, Tonhöhe, Tonlagen, Lautstärken usw.] hatte bisher noch keiner zu verwirklichen gewagt.“ Destruktion ist hier uneingeschränkt positiv gemeint: Als das Öffnen einer Tür in neue musikalische Gestaltungs- und Klangbereiche. [node:read-more:link]

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Keine Gnade für Berlin

Sprecher: Das waren noch Zeiten. Bonn war Bonn und Bonn war die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Niemand hätte von diesem ausgewachsenen Provinznest am Rhein erwartet, ein kulturelles Zentrum zu sein. Die Bonner Subkultur artikulierte sich durch das Trinken von Kölsch nebst karnevalistischem Treiben. Ein paar Museen packte man drauf, das wars auch schon.

Musik: ???? [node:read-more:link]

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Musik und Verwaltung

Musik: Generique aus Ascenseur pour l’échafaud (Track 17 - frei bis 6 dann unter den Text vor 0:16 weggeblendet) [node:read-more:link]

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