Energie

Wie einmal die Atomkraft die Seelen der Kinder einer großkotzigen Kleinstadt rettete

In meinem kleinen Städtchen ist die Bevölkerung von ausgesuchter Klugheit. Wir haben hier die angeblich kinderstärkste Population innerhalb Deutschlands. Hierher hat es viele Berliner verschlagen. Viele Ostler hat es dagegen heraus geschlagen. Sie mussten wegen Alt-Ansprüchen oft ihre Buden räumen. In Kleinmachnow liegt so manches Kriegsbeil offen auf der Straße. Obwohl? Jetzt auch nicht mehr. Man hat sich ausgetauscht. Nicht im Sinne von Kommunikation, sondern im Sinne örtlichen Bewohner. Statt Trabbis oder Wartburgs fahren oder stehen hier Suffs. Als Zweitwagen wohlgemerkt.

Man achtet sehr auf Ökologie. Hunde dürfen frei laufen und frei scheißen. Inoffiziell. Offiziell natürlich nicht. Reichtum ging einher mit dem Besitzertausch. Bedroht wurde er allerdings vom Bau eines Flughafens, 25 Kilometer östlich. Der Wind will es aber so, dass künftig, die Flugrouten auch über Kleinmachnow ziehen sollten. Starten gegen den Wind. Das missfiel den Menschen hier. Klar, niemand will unnötig Lärm haben, Nachbarn reichen schon, Eichelhäher wären schon zu viel des Guten.

Man hat aber, und man erfährt es unter der Hand, vor allem Angst vor der Entwertung der Grundstücke. Lärm verkauft sich nicht gut. Nach außen aber transportierte man das Problem, wie häufig, gerne auf den Schultern der kleinen Menschen von Kleinmachnow. Der Kinder in der kinderreichsten Kommune der ganzen Welt. Lärm zerstört das Aufwachsen der Kinder und deswegen werden die auch in akustisch dichten Suffs bis vor den Kindergarten oder die Schule transportiert.

Und wer für Kinder ist, ist gegen Atomkraft, auch das ist so sicher wie die Havarie. Kein Fluglärm über Kleinmachnow und keine Atomkraft, ne? Iss klar. 

Zukunftsenergie

Man muss heute ja an allen Ecken und Enden sparen. Historische Aufführungspraxis versus historische Beleuchtungspraxis. [node:read-more:link]

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