Erinnern

Recht auf Vergessen - Total Recall

Es ist schon einigermaßen empörend, unter welchen Melodien Urteile von hohen Gerichten die Runde machen. Jetzt das „Recht auf Vergessen“. Ein Recht auf Vergessen kann es nicht geben. Man kann nur entsprechende Gedanken löschen. Kunstvoll praktiziert von Stalin, aber auch kunstvoll dargestellt in der Verurteilung (Verhör) des Lukullus (Brecht), wo die Richter und das Volk fordern: „Ins Nichts mit ihm.“ [node:read-more:link]

Erinnert sich nur kurz. Der Abfalleimer. Foto: Hufner

Wenn das Thema die Darstellung ergreift

Man fragt sich, kann das der Autor gewollt haben oder nicht. Denn man kommt nicht umhin, in schallendes Gelächter auszubrechen. [node:read-more:link]

Die Berufserinnerer

Denn wie man sich erinnert, so lebt man. Und wir alle leben in einer Erinnerungskultur. Todestage und Geburtstage, Jubiläen und historische Ereignisse werden ans Tageslicht gezerrt (Schubert-, Mozart-, Eisler-, Gershwin, Peter-und-der-Wolf-Jahr). Es werden Mahnungen ausgesprochen und Aktualitäten beschworen. Kurzum: Es wird an alles erinnert. Doch wie man auf die Geschichte blickt, so schaut sie zurück. Die Art und Weise der gegenwärtig praktizierten Erinnerungskultur ist fatal – und sie ist allemal fatalistisch. Man erinnert sich der Lebenden und gedenkt der Toten, zieht zu bestimmten Feierzeiten einen Schlußstrich oder eine Zwischenbilanz. Die Daten sind geradezu beliebig abrufbar (übrigens feiert der Kunststoff Vinyl heuer gerade seinen 70. Geburtstag, das Klettband wird 50). Aber diese Form des Erinnerns ist vor allem auch fatalistisch. Denn sie ist ein bloß äußerliches Kriterium. [node:read-more:link]

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