Identität

Identität

4 = 4 aber 1 + 3 ist nicht gleich 2 + 2. Das sieht man auf den ersten Blick. Aber wie sieht es aus mit 2 + 2 = 2 + 2, welche zwei ist da die eine und sowieso ist dann 3 + 1 = 1 + 3?

Vielleicht ist das ja alles eher unwichtig. [node:read-more:link]

Mikro contra Flasche. Foto: Hufner

Identität, Nation und Globalisierung

Deutsche Fahne 2014. Foto: Hufner

„Ohne Zweifel, der Weg der Deutschen zu jener Nationenbildung, die sie jetzt erreicht haben, war ein Weg scheinbarer Erfolge, bitterer Katastrophen, säkularer Verbrechen, die sie begangen haben, und schließlich einer Bescheidung, die es begreiflich macht, warum der Begriff einer deutschen Staatsnation heute nicht ohne emotionale Belastung verwendet wird,“ schreibt der Historiker Reinhart Koselleck. Er umreißt damit in wenigen Worten die Schwierigkeit speziell der deutschen Geschichte, die bis in die Gegenwart unter den weltpolitischen Veränderungen sich abzeichnen.

Fälschung

Kann man eigentlich Kunst fälschen? Kunst ist Fälschung an sich. Fälschen kann man Identitäten. Aber auch nur insofern, als sie glaubhaft. Solange sie glaubhaft sind, sind es eigentlich keinen Fälschungen. Sind sie enttarnt als etwas anderes als sie vorgeben zu sein, sind sie ja erst Recht keine Fälschungen.

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Stuhl und Stuhl. Foto: Hufner

Einsame Masse und flexible Menschen

Die neue Steinzeit der öffentlichen Kommunikation

Im Medium des Internets scheint sich der traditionelle Subjekt-Begriff langsam aber stetig aufzulösen. Damit wird eine Entwicklung vollzogen, die sich seit dem Aufklärungsprozess der abendländischen Kultur seit dem 18. Jahrhundert zweischneidig abzeichnete: In dem Moment, da sich Menschen als Subjekte sozialen Handelns verstanden, lösten sie die traditionalen und kultischen Elemente ihrer Handlungsweisungen auf. Individuelle Lebenspraxen treten damit aber immer stärker an die Stelle gemeinschaftlichen Handelns. Der Soziologe David Riesman fand dafür das Wort der „Lonely Crowd“, der „einsamen Masse“. Richard Sennett nennt es den „flexiblen Menschen“, der haltlos durch die Gesellschaft driftet.

Im Internet gibt es nun sehr viele individuelle und unzusammenhängende Lebensentwürfe. In diesem Ausmaß neu ist dabei die Möglichkeit, Identitäten zu verschleiern und zu verändern. Man kann x-beliebige Identitäten annehmen und tritt dabei jedoch subjektiv stark auf. Immer wieder muss man sich die Frage stellen, wer ist es, mit dem ich da kommuniziere? Den handelnden Subjekten ist es möglich, anonym zu bleiben oder sich zu anonymisieren. Alles wird zu einem Spiel, dessen Ernsthaftigkeit immerzu infrage steht. Sicherlich steht hinter den Maskierungsvorhängen häufig ein spielerisches Moment. Das ist aber nur die eine Seite. Die andere ist überwachungstechnischer Natur. Es ist theoretisch ein Leichtes, diese Identitäten im Internet zu überwachen. Die digitalisierten Subjekte generieren Informationsströme, die an allen möglichen Stellen abgefangen werden können. Dass dergleichen passiert, bestreitet niemand. [node:read-more:link]

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