Janacek

Leos Janácek: Moravian Folk Poetry in Songs

Wenig bekannt ist, dass der tschechische Komponist Leos Janacek (1854-1928) neben seinen Kompositionen für das Konzert- und Opernpublikum auch um die Jahrhundertwende durch die Lande reiste, um die Musik seines Volkes zu notieren. Die mährischen Volkslieder sammelte er von 1892-1901, die schlesischen um 1918. Auf den hier vorliegenden zwei CDs finden sich 77 Stücke, abwechselnd für Mezzosopran oder Bariton mit Klavier. Diese so vorzügliche Musik steht irgendwie zwischen allen Stilen. Die Melodien und Texte sind dem Munde abgeschaut, aber die Klavierbegleitung ist hochartifiziell. Hochartifiziell in einem Sinne, der nicht auf Virtuosität aus geht, sondern eher durch sparsame aber gelegentlich höchst-kniffelige Weise einen Gegenpart zu den Gesangsmelodien aufweist. Das mag in seiner musikalischen Strenge und Rücknahme in Richtung musikalischer Einfachheit an die die höchst effektiven musikalischen Einfälle eines György Kurtag erinnern, der aber anderthalb Generationen später auf den Plan trat.

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