Kulturpolitik

Links für today

Heute mal eine kleine Linksammlung zum Thema „Kultur & so“. [node:read-more:link]

Vernetzt euch

Vernetzt euch, aber bezahlt dafür! Eine Merkwürdigkeit bei den Blättern für deutsche und internationale Politik. Was wohl Markus Beckedahl dazu sagt? [node:read-more:link]

Herr Kinkel, wer ist eigentlich ihr Lieblingsmusiker? – Kulturpolitik von Parteien im Internet, eine Nullnummer

Zur Aufarbeitung der jüngsten Vergangenheit. Bei der Durchsicht der alten Kritischen Masse fiel mir wieder ein Text von 1999 auf. Darin deutete sich schon an, dass die Parteien das Thema Internet und Öffentlichkeit für lange Zeit verschlafen würden, bzw. ihre ganz eigene Auffassung vom Nutzen des Netzes haben. Im Text fehlt jeglicher Hinweis auf die Thematik „Urheberrecht“. Es spielt noch keine Rolle. Napster rollte zwar an, aber die Abwesenheit von schnellen Netzzugängen und Flatrate-Angeboten machte derlei nicht attraktiv. Herunterladen kostete noch ordentlich Geld und Zeit. Wer nur einen normalen Anschluss hatte, konnte auch während dieser Zeit nicht telefonieren (auch die Mobiltelefonie war nicht so ausgeprägt). 

Die den Text ergänzenden Links sind in 8 von 10 Fällen mittlerweile nicht mehr zielführend. Nachhaltigkeit geht im Netz offenbar nicht. 

Die Wahlen zum Europaparlament haben es wieder deutlich gemacht. Das Interesse an einer europäischen Gemeinschaft ist nicht besonders ausgebildet. Ein Wahlkampf fand nicht statt. Überhaupt läßt sich von der Politik der letzten 20 Jahre sagen, daß die Abkapselung des politischen Verständnisses der Parteien gegenüber der Politik des Alltags sich verschärft hat. Vor Jahren hat man dafür den Begriff der Politikverdrossenheit eingeführt und meistens den Schuldigen auf Seiten des gemeinen Volkes ausgemacht. [node:read-more:link]

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Die Paniker

Seit der Wahl im Saarland ist nicht länger auszublenden, was über Jahre gärte. Eine Partei mit dem sprechenden Namen „Die Piraten“ setzen sich auf der politischen Ebene durch. Viele Stellungnahmen seitens der Presse oder der anderen Parteien sehen da eine Modeerscheinung am Horizont der Politik. Eine Organisation von Chaoten reite da gekonnt auf den Wellen populistischer Netzpolitik. Freiheit für alle. Koste es was es wolle. So hört man. Und in diesem Strudel, meinen viele, versinke wenn schon nicht das Abendland so doch das sogenannte Kreativrecht: das Urheberrecht. Digitale Naive seien da unterwegs. Die GRÜNEN nennen sie eine Modeerscheinung, jene, die selbst Ende der 70er Jahre als völlig realpolitik-inkompatibel belächelt wurden. Joseph Beuys sympathisierte sehr früh mit ihnen, Petra Kelly rüttelte an moralischen und fiskalischen Fundamenten. Und heute: Establishment, Vizekanzelei für eine gewisse Zeit. Nadelstreifen statt Turnschuhe. Anders die Reaktion der FDP, deren designierter Generalsekretär Patrick Döring im Zusammenhang mit den Piraten von einer „Tyrannei der Masse“ sprach. Besser dann also die „Tyrannei der Elite“? Reine Demagogie am Abgrund der eigenen Marginalisierung.

Kulturinfarkt? Kulturinfarkt!

Ein Buch macht die Runde und er hallt ein Aufschrei nach dem anderen durch das Land der Dichter und Denker. Vier Autoren, die alle von irgend etwas eine Ahnung haben, rühren die Kulturmacher auf „KULTURINFARKT“. Das Erstaunliche dabei ist, es handelt sich bei den Autoren ausnahmsweise nicht um Banker oder Politiker, sondern um selbst im Kulturbetrieb verankerte Menschen.

Die Reaktionen sind leider hilflos. Über alle Maßen hilflos. Zum einen handeln sie die Sache auf der persönlichen Schiene ab, die Autoren mögen doch zunächst in ihren eigenen Institutionen loslegen und ihre Wünsche und Vorgaben zunächst in den eigenen Institutionen verwirklichen. Der Vorwurf verkennt, dass die Autoren die Halbierung der Ausgaben für Kultur als Gedankenexperiment verstehen. Dabei, soweit verstehe ich das, gilt nicht das Rasenmäherprinzip. Mach mal platt und siehe zu, sondern vor allem um eine Prüfung, ob denn nun wirklich alles so und in dem Maße gefördert werden sollte, wie es jetzt der Fall ist.

Politikers Schatzkästlein

Wieder eine neue Politikerin über taktlos etwas kennen gelernt. Agnes Krumwiede, die im Ganzen recht herbe ist. Vor allem aber verbissen. An Statements mangelte es ihr nicht, und auch nicht an replattisierenden Repliken. Gelernt habe ich also, dass man ein Chauvinist ist, wenn man einer Frauenquote nicht nur etwas positives abgewinnt. Insbesondere dann, wenn sie gar nicht das Zentrum der Argumentation stellt sondern nur die Brücke. [node:read-more:link]

Huflaikhan

Tatsache ist: Mit diesem Foddo habe ich mich einmal vor etwa 10 Jahren als Kulturredakteurin für die taz Bremen beworben, nicht unterschlagend, dass ich seit ewigen Zeiten ein großer Fan von Werder Bremen sei.

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