Robert Zollitsch

In den Welten und vor allem dazwischen

Der Zitherspieler Robert Zollitsch kennt keine Berührungsängste

Als ich Robert Zollitsch das erste Mal traf, war es auf dem internationalen Folk- und Tanzfestival in Rudolstadt, da gehörte er für mich wie so viele aus dieser Branche in die Ecke des naiven Exoten. Und dann spielte er auch noch Zither, ein Instrument, welches durch Benutzung in zahlreicher volkstümelnder Musik ohnehin problematisch war. Dieses schiefe Bild wurde unmittelbar korrigiert, als ich ihn spielen hörte. Da war ein musikalisches Engagement entwickelt, das gegen den gegenwärtigen musikalischen und lyrischen Beliebigkeitsbrei Position bezog, ohne abgedroschene und antrainierte Rhetorik wiederzukäuen. Ob nun die musikalischen Einflüsse aus Bayern oder der Mongolei stammten, war bedeutungslos. Da war nun einer auf der Bühne, mit einer Präsenz und einer genau definierten Freundlichkeit. Im Gespräch beim Frühstück am nächsten Morgen verdichtete sich dieses Bild. Da saß kein weltabgewandter Mensch neben mir, sondern einer, der sich immer am Ort befand und selbst auf meine manchmal recht verquirlten Fragen ernsthaft-schmunzelnd einging. Er ist schon ein besonderer Mensch, der Robert Zollitsch. [node:read-more:link]

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