Siegfried Kracauer

Kracauer kann es auch

"Ein Klavier stand in dem Raum, Gianino konnte nicht widerstehen, er schlug die geliebten Melodien an, und von Tassengeklirr dünn kontrapunktiert, quoll aus schwarzen Tasten Heiterkeit schwerflüssig in die ausgestorbene Welt." (Siegfried Kracauer, Empfindsame Suite von der Bergstraße, Gesammelte schriften Bd.5/1, S. 229, Frankfurt am Main 1990)

Ist einfach immer wieder gerne gelesen, zwischendurch, die Aufsätze aus den 20er Jahren, Kritiken zu Spengler, Kafka, Sinclair, Plessner und so vielen anderen. Besonders aber seine richtigen Feuilletons. [node:read-more:link]

Einsamkeit und Anarchie

Manuskript eines Rundfunk-Features für den Bayerischen Rundfunk. Gesendet am 14.10.1997 auf Bayern2Radio

Die Geburt der Anarchie aus dem Geist der Einsamkeit
oder: Ist wirklich alles möglich?

Musikbeispiel 1:
Detlev Glanert: Kleine Kuddel-Daddeldu-Musik (2 Minuten)

Sprecher 1:

Die Neue Musik gilt heute als Statthalterin eines wie auch immer gearteten Individualismus, als Trägerin der Fackel musikalischer Freiheit im Reich einer übergroßen Populärkunst oder der politisch durchorganisierten Welt.

Der Diskurs über Freiheit ist ein zentraler Gegenstand der musik-ästhetischen Diskussion der Gegenwart. Dabei stellt sich die Frage, wie es geschehen konnte, daß gerade im 20. Jahrhundert dieses Thema so zentral wird? Warum wird der Ruf laut nach einem „Musikstil der Freiheit", einer „musique informelle", einer „a-seriellen" Musik, einer „neuen Tonkunst"? Was führt die neue Musik zu dieser Selbstbefragung, warum ist neue Musik nicht einfach selbstverständlich? [node:read-more:link]

teilen: 

Subscribe to Siegfried Kracauer

Angetrieben von:

Powered by Drupal