Utopie

Ekel – Das Werdende

Der Ekel vor dieser Welt steigt sekündlich. Ein großes Weltversagen. Und offensichtlich nichts als Ohnmacht.

„Gegen den Untergang des Abendlandes steht nicht die auferstandene Kultur sondern die Utopie, die im Bilde der untergehenden wortlos fragend beschlossen liegt.“1

Schenkenhorster Welt. Foto: Hufner

Utopie, da vorne!

Heute Zeit gefunden, auf einer Zugfahrt die Blätter zu blättern. Wieder mit einigen präzisen Artikeln; zum Hessendebakel, zur Krankenhausreform, Hartz-IV etc.

Aber in einem geht es ausdrücklich auch um die Gegenwart in ihrer Beziehung zur Zukunft mit dem Titel: Wer wird die Arche bauen. Vielleicht auf diese Weise ein verlegener Gruß nach A'burg, wo die wohl vermutlich erste Grüne der Familie einen geradezu quadratischen Geburtstag feiert.

Schnipsel

In seinen drei Regeln für Utopisten im Merkur-Sonderheft "Zukunft Denken - Nach den Utopien"1 schreibt der Philosoph Martin Seel im Einleitungstext:

"Utopien sind unmögliche Möglichkeiten, die mögliche Möglichkeiten sichtbar werden lassen." (S. 747)

Diese Definition wandelt sich noch etwas ab nach der Lektüre von Rawls:

"Denn diese Utopie ist ihrem Anspruch nach keine unmögliche, sondern lediglich eine weithin für unmöglich gehaltene Möglichkeit, die eine tatsächlich mögliche Möglichkeit erkennbar werden läßt." (S. 753)

Oder so.

  • 1. Zukunft Denken - Nach den Utopien, Sonderheft Merkur, hrsg. von Karl-Heinz Bohrer und Kurt Scheel, Stuttgart 2001.
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