Vermittlung

Maxim Gorki oder Friedrich Nietzsche

In Kleinmachnow ist seit einigen Wochen Wahkampf. Erst wegen des Landrats (es ist der SPD-Mann geworden), jetzt wegen der Bürgermeisterin. Da muss noch gewählt werden. Hier das Wahlplakat der Kandidatin B. Also Uda! Aber die Öhrchen in allen Ehren. Es geht um den Kopp, der da in Gelb (glaube ich, kann auch grün sein) vor dieser Schule abgesetzt worden ist.

Kleinmachnows Wahlkampf. Foto: Hufner

Es war nämlich so: Vor ein paar Jahren bin ich an dieser Stelle vorbei gegangen, um einem Biokommerzladen einen Besuch abzustatten, während die Begleitperson bei einem Arzt zur Wundversorgung war. Vor dem Kopp hielten mich ein paar Jugendliche an, wahrscheinlich Schülerinnen der Schule. Sie fragten, ob sie mich was fragen könnten. Und da sagte ich, nett wie ich bin, ja, sollen sie doch fragen. [node:read-more:link]

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Erkenntnis

Mit einem Schlage war mir klar geworden, woran die ganzen Vermittlungsfragen kranken. Also Sache, wo man sagt, wie vermittle ich irgendwas wem. Musik zum Beispiel. Natürlich jedoch auch eine Versicherung oder so etwas. Oder eine optische Anmutung.

Das Problem sind die Vermittler!

Blick aus dem Grab

Wien: In Nader Mashayekhis Oper „Malakut“ (Libretto: Andrea Zschunke) ist das Publikum unterhalb der Bühne positioniert. Es beobachtet aus den Gräbern heraus das Geschehen an der Erdoberfläche. Es ist zugig. Dort geht ein Endzeitdrama ab, das fast alle Beteiligten in den Tod reißt.

Berlin: Musikbox vor dem Konzerthaus. Gegen einen kleinen Obolus von einer Mark darf man sich ein kurzes Musikstückchen auswählen. Kompositionen von Bauckholt, Rasch, Cage, Walter, Stockhausen und viele andere Werke stehen zur Disposition. Es ist kalt. Nachdem das Tor der Box sich knarzend öffnet, wird das gewünschte Stück vom Ensemble L’art pour l’art aufgeführt. Danach scheppert das Tor wieder zu.

Wien: Drei Sprechersänger und ein Pantomine. Mal in einer Sitzgruppe, mal als Figurinen-Kabinett geben sie verständliche Laute von sich; Gebrabbel-Papperlapapp. Keine Worte einer bekannten Sprache, aber alles ist klar. Ligetis „Aventures“ und die „Nouvelles Aventures“. Es ist warm. Das Ensemble Modern inszeniert neue Musik.

Berlin: Exotische Schlaginstrumente auf der Bühne, unexotische Musiker. Es ist warm. Man gibt Kagels „Exotica“, durchläuft sprunghaft den Widersinn von fremden Musikkulturen, wenn sie einverleibt werden. Es gibt viel zu lachen. Einige Besucher verlassen empört den Saal. [node:read-more:link]

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