das Netz

Nachtrag zu Lauer und der Netzpolitik

Straßenbild. Foto: Hufner

Die Sache mit Lauer und der netzpolitik hat mich nicht losgelassen. In der schnellen Welt ist ja auch Schnelldenken normal. Wer sich ein bisschen zum Nachdenken zurücklehnt, gilt leichthin mal als positionslos. Das Szenario umgekehrt gedacht:

Argumentationsfehler in der Netzpolitik

Leere Tankstelle. Keine Energie. Foto: Hufner

Der Ex-Pirat Christopher Lauer hat bekanntlich einen neuen Job. Er berät die Axel-Springer-Welt in Sachen Strategie und so. In dieser Funktion hat er dem Spiegel ein Interview gegeben. Darin stimmt er nun dem Leistungsschutzrecht für Presseverlage zu, das er vor einiger Zeit noch ablehnte und zu Petitionen gegen das entprechende Gesetz aufrief. Zum Beispiel auf Twitter. Angeblich ist Lauer dabei, alte Einträge zu löschen. (Diese Funktion  gibt es, warum sollte man sie nicht nutzen.)

Die Idee ist falsch, weshalb sie auch nicht richtig war

In der Passage der Kommunikation. Foto: Hufner

Es ist der unbeschreibliche Vorteil der einseitigen Kommunikation, dass sie einen versperrten Rückkanal hat. So wie beim Rundfunk auch heute vom Grundgedanken her. Es wird etwas hinaus gesendet, das einen Hörer oder mehrere findet. Diese können darauf alleine oder zusammen reagieren, aber es bleibt ihre Reaktion, die fast nie zum Sender zurückläuft.

App! Napp! NapperlapApp! – Das Ende des Internets wie wir es bisher kannten

Post Internet. Foto: Hufner

Ich bin fast fest davon überzeugt, dass gerade das Internet in seiner bekannten Form verschwinden wird. Zumindest für die große Maße der Netzkonsumenten. Der Gedanke, man müsse den Inhalt retten (Blogs und Nutzergenerierte Inhalte zum Beispiel), um damit den Status wiederherzustellen, den Blogs einmal hatten und zu dem auch gehörte, mehr oder weniger Besitzer der Daten zu sein, zu wissen, wo sie liegen und selbst einigermaßen darüber zu verfügen, dieser Status ist eine schöne und großartiige Sache - aber wohl Schnee, der sehr schnell endgültig wegtaut. 

Irgendwo im netz meinte jemand, die nachwachsende Generation habe andere Ansprüche, die sie stelle und auch verwirkliche (bzw. verwirklichen lasse). Alles wahr. Alles aber unwichtig. Die Dinge, von denen als dem großen Ding sprach, sind mehr so Mode-Angelegenheiten. Doch das genau ist es, was passiert. Es kommt die Zeit der Mode wieder, wie vor 100 Jahren.

Das Leben mit dem Computer

Apps und Programme. Bildschirmfoto. Hufner

Es begab sich also zu der Zeit, dass der Huflaikhan den Werbeversprechen und den Kostenersparnishoffnungen einer großen Softwarefirma aus Redmond erlag und von Windows7 auf Windows8 updatete. So billig kommt man nie wieder da ran. Ein wichtiger Job war auch durch. Ein Update schien möglich. Das funktionierte auch sehr wunderbar. Bis es nach einiger Zeit zu kleinen Problemen kam. Die windowsinternen Updates klappten eher selten bis gar nicht. Was in der heutigen Zeit nicht so richtig doll ist. Also ein bisschen herumfurchteln in irgendwelchen Menüs. Diverse Lösungen gesucht über das Netz. Nichts verhalf Besserung. Dann sah ich aber plötzlich diesen verheißungsvollen Punkt "PC auffrischen" in einer der vielen bunten Menüs. Die kurzen Zeilen darin machten Mut, es werden nur unbekannte Apps gelöscht oder so.

Mut machte mir der Hinweis: "Los geht's!". Das war Dienstag aben gegen 22:00 Uhr. Die Sachen für taktlos waren auf Clouds und USB-Sticks verteilt. Alle Mails geschrieben. Das Auffrischen dauerte etwa 45 Minuten, was ich einerseits viel fand, andererseits wenig. 45 Minuten sind eine Halbzeit beim  Fussball. Viel ist es dann, wenn nach gefühlten 10 Minuten die Fortschrittsanzeigen unendlich lange 99% anzeigt. 

Der Kulturrat legt nach - Urheberrecht, nur nicht in eigener Sache

Tanz ums goldene Urheberkalb. Foto: Hufner

Zum Thema Sonntagsreden und Montagshandeln eine aktuelle Information des Deutschen Kulturrates - sozusagen in eigener Sache. Ergänzend zum Vortrag zuvor.

Starkes Urheberrecht - schwacher Schutz

Urheberrechte abhängen mit dem Deutschen Kulturrat. Foto: Hufner

Der Deutsche Kulturrat will in Sachen Urheberrecht eine gute Figur machen. Kultur lebt ja auch von vielen Urhebern. Aber wovon leben die Urheber: Von der Kultur ihrer Vertreter? Das kann es wohl nicht sein. Sonst wären die Urheber noch ärmer. Ein trauriges Kapitel kultureller Autokannibalisierung.

Sabotage der Kultur

Entleerung der Öffentlichkeit. Foto: Hufner

Es ist sicher nicht ganz falsch, wenn man sich ab und zu einem älteren Buch zuwendet. Mittelmaß und Wahn von Hans Magnus Enzensberger ist so ein altes Buch, das einem da in die Hände fallen kann. Gleich im ersten Essay über Ignoranz gibt es bemerkenswerte Beobachtungen der Zeit (vor dem Internet). 

Als das Dorf noch nicht global war

Es ist gar nicht so lange her, da war die Frage der Ausbildung der Heranwachsenden vor allem auch eine Frage des Ortes an dem man lebte. Jemand auf dem Dorf hatte nur mit Mühe und viel Hilfe die Möglichkeit, einen Platz in einer anderen Zukunft zu finden als derjenigen, in der er sich befand. 

Die wahren Piraten tarnen sich als Anstalten öffentlichen Rechts mit Kulturauftrag

Die Heide der Jungfern. Foto: Hufner

„Alle illegalen downloads haben der deutschen Dokumentarfilmbranche materiell weniger geschadet als die Vertragspraxis von ARD und ZDF an einem einzigen Tag.“ (Quelle: Carta)

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