Philosophie

Einen Schritt zurück

Bevor man die Aphorismen in den falschen Hals bekommt, ist gestattet einen Blick zurück zu werfen. Man muss genau so wenig das Rad neu erfinden wie sich selbst alle Erkenntnis, wie sie sich im historischen Prozess ablagert hat, von Grund aus neu erarbeiten. Wozu sammeln sich denn sonst Erkenntnisse an. Gestern abend und heute früh mal wieder ein Buch zur Hand genommen, das 1992 erschienen ist: Oskar Negt / Alexander Kluge: Maßverhältnisse des Politischen. 15 Vorschläge zum Unterscheidungsvermögen, Frankfurt/M. 1992. Warum ich schätze, was die beiden schreiben, das ist offenbar. Negt und Kluge arbeiten nicht Politik auf an den Gesten ihrer bloßen Repräsentation. Politik ist Lebenszusammenhang — genauso wie Kultur. Doch diese Auffassung hat keine Konjunktur. Das zeigt sich nicht zuletzt an ganz offensichtlichen Entwicklungen und Arbeitsweisen.

Anfang

Zwei revolutionäre Aspekte:

Plessner: Mit anderen Augen

In seinem hochschönen Essay "Mit anderen Augen” schreibt Helmuth Plessner an einer Stelle:

Der Schmerz ist das Auge des Geistes.

Und damit ist keineswegs eine platte Verhöhnung von Schmerzgeplagten gemeint. Aber so viel ist gemeint: „Nur was aus eigener Lebenserfahrung gespeist wird, kann auf fremde Lebenserfahrung ansprechen, nur der bittere Trank der Enttäuschung sensibilisiert. Der Schmerz ist das Auge des Geistes.”

Das Rauhe und das Glatte

 

Studien zur Ästhetik des Nicht-Perfekten

Wenn man dem Werbefernsehen Glauben schenken will, dann ist sauber noch nicht rein. Es reicht für die Wäsche nicht mehr hin, weiß zu sein: Sie muss weißer sein als weiß. Warum sollte sich ein solches Bewusstsein nicht auch in der Rezeption von Musik niederschlagen. Auf Hochglanz polierte Schallplattenaufnahmen, die in ihrem äußeren wie inneren Erscheinungsbild den musikalischen Saubermann repräsentieren.

Von Roscoe Mitchell bis Till Brönner

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