Texte fürs Blog

2004 – Tim Renner

Bad Boy — Good Guy: Whatever …
„Mit wippenden Beinen saß ich da und starrte auf den Repertoire-Katalog der Polydor. Auf der Liste standen die Namen aller deutschen Künstler, welche die zur PolyGram-Gruppe gehörende Schallplattenfirma unter Vertrag hatte. Ein Kabinett des Grauens, meinte ich damals als 21-Jähriger, und sagte das auch meinen erstaunten Gesprächspartnern:
Den einen Künstler hätte man schon vor Jahren entlassen müssen, den anderen von Anfang an mit Berufsverbot belegen sollen und den Dritten könne man vielleicht zum Heilpraktiker umschulen. Zu alt waren sie meiner Analyse nach alle, und ich machte deutlich, dass der Job der Polydor in diesem Bereich über Jahre hinweg lausig verrichtet worden war.
In fast jeder anderen Industrie hätte für den drogenverdächtigen, vorlauten Renner zu Recht der Bewerbungs-Countdown begonnen und ich hätte wenig später nach einem gepflegten Tritt in den Hintern auf der Straße gesessen. Doch der Polydor-Geschäftsführer und der Abteilungsleiter für nationales Repertoire horchten stattdessen auf.“
Quelle: Tim Renner - Exklusive Leseproben des neuen Buches von Tim Renner | motor.de - Musik nach vorn!

Dazu aktuell auch Brand eins, Peter Lau im Gespräch mit Tim Renner.

Auch wenn ich nie durch Heuschnupfenmittel in Drogenrausch gekommen bin: Es waren Zeiten, da war Aufmupf noch satisfationsfähig.

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