Texte fürs Blog

Bild-Zeitung hätte Tsunami verhindern können

… meint deren Bunkergeist Franz Josef Wagner. Zugegeben, selbst ich befleißige mich gelegentlich mancher Unzusammenhänge, aber dies ist dann doch etwas anderes.

Unaktuell dazu:
Das Erdbeben von Lissabon und der Katastrophendiskurs im 18. Jahrhundert
Jahrestagung der DGEJ vom 6. bis 8. Oktober 2005 in Göttingen — Exposé und Call for Papers (pdf)

Sartre, den ich leider nie so recht verstanden habe, hat einmal bemerkt:
Man muß also zugeben, daß die Zerstörung eine wesenhaft menschliche Sache ist und daß es der Mensch ist, der seine Städte über Erdbeben oder direkt zerstört, der seine Schiffe über Wirbelstürme oder direkt zerstört. Zugleich muß man aber auch zugeben, daß die Zerstörung ein präjudikatives Verständnis des Nichts als solchen und ein Verhalten gegenüber dem Nichts voraussetzt. Außerdem ist die Zerstörung, obwohl sie dem Sein durch den Menschen geschieht, ein objektives Faktum und nicht ein Denken.

Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie, Reinbek 1993, S. 58 f.
Damals las ich diese Passage vor allem gegen die Simulationsphilosophen wie Jean Baudrillard, die bestreiten könnten, dass solche Ereignisse objektive Fakten seien.

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