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Bravo: Neues Margeting bei der GEMA

Doch noch passend zum "Tag des geistigen Eigentums" – urteilskraft.de berichtete gestern –, hat die GEMA die Karten auf den Tisch gelegt. Die neue Kampagne heißt: "Schütze deinen Star" und wird zusammen mit der Bravo Gold-Otto-Verleihung in zwei Tagen gestartet. Ausgedacht von der neuen Marketing-Leitung der GEMA.

„Ziel der Marketingkampagne ist es, die jungen Musikfans in einem hoch emotionalen Umfeld direkt anzusprechen und für den Schutz der kreativen Arbeit ihrer Idole zu sensibilisieren,“ erläutert der neue Marketingdirektor der GEMA, Henrik Hörning. „Die Botschaft lautet: Mit legalen Downloads schützt du deinen Star.“ (Siehe auch hier.)

Man kann darüber streiten, ob das der richtige Platz ist, ob es eine vernünftige Zielgruppe ist, ob ein "extrem hoch emotionales Umfeld" dafür besonders geeignet ist. Und ob man mit der Bravo-Show überhaupt so etwas überhaupt transportieren. All das kann man bezweifeln, doch sehen kann man die Ergebnisse erst später. Die Frage davor aber ist: Stimmt dieser Kontext überhaupt. Wer von den Stars ist denn überhaupt von der GEMA vetreten, wer ist überhaupt von den Stars Textautor oder Komponist. Gewiss, die gibt es auch heute noch.

Shakiras und Beyonce Knowles "Beautiful Liar" hat als Textdicher und Komponisten Hubbard Jr, Earl Wade (wenn die Repertoiresuche der GEMA funktioniert). Die ganzen Stücke der "Deutschland sucht den Superstar"-Platte sind natürlich nicht von den "Stars" gedichtet und komponiert. (Differenz Superstar/Star?). Bei vielen anderen Abfragen anhand der Musicload Charts ist das nicht immer einfach zu entscheiden. Aber es gibt sie, die Beteiligten. Gwen Stefanis "The Sweet Escape" weist Sängerin und Star durchaus als Beteiligte aus, ebenso fungiert Nelly Furtado neben zwei weiteren Berechtigten in "Say It Right" als Texterin und Komponistin. Nimmt man diese Fälle, in denen die Stars auch die (Mit-)Urheber sind, dann allerdings muss man sich fragen, ist da nicht der Umweg über die Gema ein Holzweg. Warum machen diese Stars nicht Reklame für sich selbst als Urheber? Schickt sich das nicht? Beschädigt dies ihr Star-Sein?

Die Sache ist schwierig, weil eben die Urheber-Stars nicht alle unter einen Hut zu bringen sind. Wohl lässt sich denken, dass auch sie gerne an den nicht stattgefundenen Download-Einnahmen gerne beteiligt wären. Wer also könnte besser für die These der GEMA stehen als die Stars selbst. Aber das passiert nicht, oder nur ganz selten.

Statt dessen operiert man bei der GEMA mit Gewinnspielen, Promotionsteams sollen Backstage-Pässe verteilen. Und es werden Vermittler in der Gruppe der Jugendlichen selbst gesucht, GEMA-Scouts.

Die Jugendlichen erhalten (…) auch die Chance, GEMA-Scout zu werden und in Schulen und Jugendzentren ihre Altergenossen über den Schutz der Urheberrechte und die Arbeit der GEMA aufzuklären. (Quelle: GEMA)

Wie das aussehen soll, möchte man sich lieber nicht vorstellen. Die Idee ist, aus gruppenpsychologischer Sicht gesehen, natürlich ideal. Aber wie mir dünkt, einigermaßen praxisfern.

In eigenen Gesprächen mit der "Zielgruppe" kann man sicher kurzzeitig dafür eine Sensibilisierung erreichen. Aber nachher bleibt alles beim Alten – nur meine minimale Erfahrung hierzu. Denn, nicht vermitteln lässt sich das in der Tat komplexe Geflecht aus Schutzwürdigkeit, Freudschaftstausch (als private Kopie), aus Verbreitungswollen und dergleichen. Wann genau wird man denn zum Musikdieb? Dass dazu die massenhafte Verbreitung und zum Teil auch minimal bis maximale unlizenzierte Verwertung zählt, das kann man wohl klar machen. Aber die Musikverbreitungswelt ist ja diffus. Im Radio kann man die Musik ja auch hören, ohne zum Musikdieb zu werden. Ja, man darf sie mitschneiden. Das geht. Aber, wenns nach den Phonoverbänden ginge, eben nicht mit "intelligenter Software". Das eine ist erlaubt, das andere noch (wer weiß wie lange?). Und dann gibt es noch andere Lizenzmodelle wie Creative Commons oder Public Domain. Da gelten sowieso wieder andere Regeln.

Ich habe dennoch bis zu einem gewissen Punkt Sympathie mit der GEMA. Nicht der GEMA wegen. Umgekehrt ist doch tatsächlich erstaunlich, wieviel Geld man bereit ist auszugeben, für selbst noch die schlampigst hergestellten Klingeltöne, aber eben nicht für Musikdownloads. Und ebenso ist zu respektieren, dass Komponisten und Textdichter die GEMA als ihre Organisation sehen, die für sie das Geld eintreibt. Das mag der Einzelne nicht gut finden, er mag sogar dabei von guten Erwägungen geleitet sein, nämlich gute Musik zu verbreiten. Wenn dies aber nicht auf diese Weise gewünscht ist, so muss das einfach hingenommen und respektiert werden.

Vergessen wir auch die dritte Gruppe der Beteiligten nicht, die immer im Hintergrund bleibt: Die Verleger. Selbst da, wo Autoren und Komponisten beispielsweise einer unentgeltlichen Nutzung zustimmen, müssen das die Verleger nicht auch machen. Der alte und bekanntere Fall der "Kinderzimmer Productions" mit einem Sample der Stranglers ist dafür symptomatisch. (Die Geschichte kann man sich bei taktlos anhören.) Weitergehen könnte man auch mit den herstellenden Beteiligten sowie den Musikern selbst, also im Bereich der Leistungsschutzrechte. Und und und.

Übrig bleibt davon nur: "Schütze deinen Star." Und man muss eigentlich fragen: Vor was? Oder vielmehr vor wem? Vor dir selbst als dem Musikkapitalisten, der du eine Leistung nutzt, ohne sie angemessen dem gegenüber zu vergüten, dem du sie verdankst?

Nachbemerkung: Tag des geistigen Eigentums ist heute, schrieb ich gestern. Es ist dabei doch eigentlich komisch, dass man einen Tag dem Eigentum widmet. Nicht den "Kreativen", nicht der "Kreativität" oder meinetwegen auch neutraler dem Urheber (wie kreativ auch immer). Korrespondierend wäre also eher ein "Tag des Immobilien-Besitzers", "Tag der Aktie" oder der "Tag des Schiffeigners". Aber ist "geistiges Eigentum" von dieser Art "Eigentum"? Wenn man das bejahen wollte, vergäße man dann nicht das Beste?

Ich schließe mit der neuen Grußformel der GEMA-Mails:

Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 60.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über 1 Mio. Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist mit einem Ertrag von EUR 874 Mio. (Geschäftsjahr 2006) weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.

Kommentare

Zu Falk: Link müsste jetzt gehen. Apropos "Mitstreiter finden". Aus irgendeinem kühlen Grunde ist das offenbar nicht so leicht. Ich werbe, wo ich kann, dafür, dass Komponisten eben nicht Mitglied der GEMA werden. Für die "kleinen" Fische lohnt sich das fast sowieso nie. (Dazu eben ist der Link gedacht gewesen). Aber es bleibt doch jedem überlassen. Gerade im Bereich neuer Musik, wo ich nun einmal herstamme, ist es meines Erachtens besser, Nichtmitglied zu sein (bei kleinem Aufführungsaufkommen). Von Allmacht würde ich nicht sprechen wollen. Man braucht eben Mitstreiter. Und weiterhin gibt es andere Gründe für eine Nicht-Mitgliedschaft.

Zu Prospero: Die Probleme würde ich eher beim PodSafe-Music-Network suchen, nicht bei der GEMA. So safe ist das da dann wohl doch nicht. Dann müssen die eben eher Regeln genauer fassen. Ebenso könnte man dieser Gruppe "Rock Roll Kids" an die Nase fassen. Soweit ich weiß wird das Network ja nicht von der GEMA betrieben.

Die Ertragssituation. Das Geschäft im Online-Bereich kommt einfach nicht Gang bei der GEMA. Das Inkasso Rufton/Online weist einen Betrag von 3,5 Mio für 2006 aus (5,5 Mio. waren es 2005); daneben sind Hinterlegungen aus Schiedsverfahren für Rufton 6,3 Mio und Music-On-Demand 2,5 (Mio.). Es hängt da alles. Im Vergleich zu den Erträgen wie Rundfunk und Fernsehen (245 Mio.) ist das nichts. Wenn man dazu aber die von Falk erwähnte "Medienrevolution" betont - und sich angeblich viel ins Netz verlagert - dann ist eine denkbare Differenz sehr krass. Eigentlich sollte da dann mehr zu erwarten sein. Die Erträge aus der Tonträger-Lizenzierung sind weiterhin rückläufig.

Ich will das hier aber auch nicht im Detail weiter analysieren.

Dafür war die Zahlenspielerei auch gedacht. Gesamtwirtschaftlich gesehen ist die Gema ein ganz kleiner Player, selbst innerhalb der Kulturwirtschaft. Vom Kuchen bleibt da nicht viel übrig. Die Schere der Hochverdienenden und der praktisch Nichtsverdienenden ist zudem extrem.

Ich will das hier aber auch nicht im Detail weiter analysieren.

Müssen wir auch nicht, allerdings stimmt mich eben der Trend bei den Onlinelizensierungen auch nachdenklich. Nicht, dass ich mir Sorgen um die GEMA machen würde, nein eher um die angeschlossenen Mitglieder, die eben bei einem funktionierenden Lizenzgeschäft im Netz am ehesten noch profitieren würden.

Allerdings vielen Dank auch nochmal für die Analyse der Zahlen. Sowas nutz ich gern bei Gesprächen mit Urhebern, um meine Sichtweise der Nicht-Mitgliedschaft zu untermauern.

Sorry, für einen unflexiblen Dinosaurier, der Post verschickt wenn man CC-lizenzierte Songs online stellt, der sich bisher nicht zur Problematik des Pod-Safe-Music-Networks äußert, der kurzerhand schwerfällig, nicht bewegungswillig ist und den Online-Trend komplett verschläft - dabei aber schön kassieren möchte wenn es irgendwie möglich ist - für den habe ich kein Mitleid. Den wünsche ich das Aussterben, denn wer so schwerfällig und starr ist verdient es nicht anders.
Und wir schreiben mal nichts von der GEMA-Behauptung und dem damit verbundenen Problemen...
Ad Astra

[...] ist das zu respektieren, Herr Angriff auf die Urteilskraft, dass Komponisten gerne vergütet werden möchten. Kritisiere ich auch gar nicht - aber wenn eine [...]

Also eigentlich sollte der Satz ja: "Ziel der Marketingkampagne ist es, die jungen Musikfans in einem hoch emotionalen Umfeld direkt anzusprechen und für den Schutz des Kapitals der Verwerter von kreativer Arbeit zu sensibilisieren" heissen, oder hab ich da was falsch verstanden`?

Wer im Zusammenhang mit der GEMA noch von Schutz der kreativen spricht, mag zwar streckenweise Recht haben. Das damit im selben Atemzug aber auch Kreative gebremst und stark behindert werden, darüber redet dann keiner mehr? Nee sorry, solche Kampagnen dienen nur einem - dem Kapital.

Your point of view. Die GEMA ist andererseits eben eine Autorengesellschaft mit angeschlossenem Inkasso. Die 60.000 Mitglieder haben die Möglichkeit, sie nach ihren Erfordernissen einzurichten. Wenn sie es so wollen, wie sie - zudem sie ändern gelegentlich ja auch mal was - dann ist das ihr Geschäft.

Wenn mal jemand ein besseres Modell entwickelt und die Autoren folgen, dann nichts wie los. Niemand wird zu Mitgliedschaft bei der GEMA gezwungen.

Dass so ein "Verein" Fehler macht, dass er "unglückliche" Entscheidungen trifft etc. pp. ist nicht zu übersehen. Doch manches lässt sich bei gutem Willen ja ändern und verbessern - manches allerdings währt lange. Zu zahlreichen Punkten habe ich mich auch immer wieder geäußert.

Das mit der GEMA-Vermutung, ich vermute, das meinst du mit GEMA-Behauptung, ist durchaus nicht eine dauerhafte Selbstverständlichkeit. Vermutlich wird sie fallen, sobald ähnliche Grundlagen anzunehmen sind wie sie in einem Urteil des BGH von 1987 hinsichtlich der Videozweitauswertung von Spielfilmen dargelegt wurden. Siehe dazu hier.

Ferner findet sich bei yigg.de eine Information, die besagt, dass die GEMA-Vermutung sich (nur) auf das Aufführungsrecht bezieht. Podcasts fallen demnach nicht darunter. Mit deinem Hinweis auf PodSafe-Music-Net kann ich leider rein gar nichts anfangen.

Und Falk, natürlich redet man darüber. Worüber sollte man denn sonst reden? Selbstverständlich geht es auch um Behinderungen in kreativer Arbeit.

Aber den Knackpunkt hin zum Kapital bekomme ich nicht. Das Geld geht doch an verschiedene Stellen. Komponisten, Textdichter, Verleger, Verwaltung. Deswegen spricht man in dem Zusammenhang auch von Erträgen und nicht von Gewinnen.

Was du unter Kapital in diesem Zusammenhang verstehst, das wüsste ich dann doch gerne. Sonst reden wir aneinander vorbei.

Hier in dem Zusammenhang seh ich "Kapital" einfach nur als die Intention "mit Musik Geld verdienen zu müssen". Egal erstmal, aus welchen Gründen. Ich finds übrigens legitim und äußerst schätzenswert, dass eine Vergütung für kreative Menschen erfolgen muss. Aber genügt dafür tatsächlich noch eine Verwertungsgesellschaft wie die GEMA? Oder überlebt nicht dieses Prinzip der Entlohnung aufgrund von Nutzung just im Moment? Sind wir nicht eigentlich alle Teil einer Medienrevolution, die schon begonnen hat?

Das sind eben die Fragen, die zwar gestellt werden, sich auch vielerorts die Köpfe heissdiskutiert wird, aber so wirklich Bewegung nicht ins Spiel kommt. Und da kommen wir eben wieder zu dem Grundübel in meinen Augen: Dem "Zwang" mit seiner kreativen Arbeit Geld verdienen zu müssen, um zu überleben und um weiterhin kreativ sein zu können. Und genau dieses Dilemma stell ich da immer in den Mittelpunkt, egal, was drumherum diskutiert wird - das sind letzten Endes doch auch nur Erscheinungen in meinen Augen.

Die 60.000 Mitglieder haben die Möglichkeit, sie nach ihren Erfordernissen einzurichten.

Kleiner Nachtrag noch: Dem Punkt kann und möcht ich nicht so wirklich zustimmen. Ändern kann man als angeschlossenes Mitglied auch nur etwas über gewählte Vertreter, die wiederum auch nur einen Teil der Macht an Entscheidungen besitzen. Die richtunsgweisenden Entscheidungen tragen imho eigentlich genau die, die jetzt schon am stärksten von der Verteilung profitieren.

Da will ich nicht widersprechen. Dem einen Punkt möchte ich sogar ausdrücklich zustimmen.

Und da kommen wir eben wieder zu dem Grundübel in meinen Augen: Dem "Zwang" mit seiner kreativen Arbeit Geld verdienen zu müssen, um zu überleben und um weiterhin kreativ sein zu können. Und genau dieses Dilemma stell ich da immer in den Mittelpunkt, egal, was drumherum diskutiert wird - das sind letzten Endes doch auch nur Erscheinungen in meinen Augen.

Ebenso sind die faktischen Veränderungsmöglichkeiten (die du im nachgetragenen Kommentar ansprichst), sicherlich begrenzt. So wie sie sind. Dennoch möchte sehr darauf dringen, es zu probieren und nicht einfach die Flinte ins Korn zu werfen. Die nicht wahrgenommene Partizipation ist auch eine.

Gewiss bleibt man damit immer noch in den Koordinaten des Spiels. Mir wäre es auch viel lieber, es wäre anders. Für eine derartige Entwicklung allerdings bedarf es einer grundsätzlich anderen Herangehensweise. Es hat nach meiner Auffassung aber keinen Sinn, den Weg zurück ins 19. Jahrhundert zu gehen, denn das war - wie die davorliegenden Jahrhunderte - für Urheber auch nicht besser (obwohl es keine GEMA oder andere Verwertungsgesellschaften gab).

Solange das Übel und das Problem der fehlenden und/oder falschen Wertschätzung weiterbesteht, empfinde ich GEMA oder Creative Commons als das kleinere Übel.

Aber klar, man auch auch ohne GEMA und ohne andere Lizenzierungsmodelle sehr gut und selbstverständlich großartige Werke auf den Weg bringen. GEMA und anderes garantieren selbstverständlich nicht Kreativität (denn die gab es auch vor GEMA und Kollegen).

Und auch, was heute rüberkommt, ich habe es einmal ausgerechnet gehabt, reicht als Geldquelle vorne und hinten nicht. Rekordverdächtig, aber was? Die Bilanz der GEMA 2002

[Edit: Link korrigiert]

Muss es denn eine Teilhaben an bestehenden Prozessen sein? Ich denk einfach auch, dass vielen Textautoren schlicht nicht bewusst ist, dass man auch abseits der VGs Geld mit seinen Werken verdienen kann. Wenn man will und wenn sich genügend Mitstreiter finden. Da die Denkblockade in den Köpfen aufzuweichen ist auch nicht grad einfach. Und ich sprech da durchaus aus Erfahrung im Umgang mit Musikern/Autoren, die, obwohl sie kaum partizipieren an den klassischen Geschäftsmodellen, diese immer noch gehen wollen. Da spielt dann eben auch die Allmacht und Monopolstellung der GEMA hierzulande eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Btw. der letzte Link im Kommentar ist leider defekt, hätte mich grad sehr interessiert, was da dahintersteckt.

Hmm - solange man allerdings sich für ein Entweder-Oder und nicht für ein Sowohl-Als auch entscheiden muss - also entweder CC oder GEMA, wobei man ja andeutungsweise die digitalen Rechte für sich behalten können soll laut GEMA - ich habs noch nicht gesehen dass jemand das bestätigt hätte - solange sehe ich da Unflexibilität en gros. Es geht nicht darum dass Künstler nicht ihr Honorar erhalten sollten - es stellt sich nur die Frage, wie Falk das richtig formulierte, ob das GEMA-Modell in den Zeiten des Internets, der Blogs, der Podcasts etc. pp - alles Dinge mit denen man hervorragend Marketing machen kann wenn man möchte - noch tragfähig ist oder nicht. Genau das ist der Knackpunkt über den man sich Gedanken machen sollte - und dann über Sachen wie die, dass Künstler in der GEMA-Datenbank sind - obwohl die auch nicht zuverlässig ist, prima - und gleichzeitig im Podsafe-Music-Network des Herrn Curry ihre Titel online stellen. Selbst wenn die Vermutung der GEMA nicht auf Podcasts zutreffen würde - dafür habe ich keine Beweise und bietet die GEMA nicht gerade auch Tarife für Podcasts an? Muss dann nicht da auch eine Vermutung herrschen? - bewege ich mich als deutscher Podcaster der sich aus dem PMN bedient auf dünnem Eis - Joan Osborne ist mittlerweile genauso vertreten wie Alice Cooper und was ist eigentlich wenn ein Fall wie bei "Rock Kills Kid" eintritt - unabhängige Band bekommt auf einmal Major-Plattendeal, schwupps, nicht mehr podsafe für die Podcaster? Song aber im PMN noch vorhanden?
Anstatt sich halt zu solchen Fragen zu äußern laviert die GEMA sich drumherum und lässt die Podcaster im Regen stehen - DAS ist alles andere als eine verantwortlich im Sinne der Künstler handelnde Gesellschaft...
Ad Astra

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