Texte fürs Blog

Ende der Bildung

Die Schulbildung heute, so wie ich sie mitbekomme, wie sie sich also ereignet in Berlin; aber wohl nicht nur hier. EIne Katastrophe. Insbesondere in den Fächern, die so viel gelten angeblich wie Naturwissenschaften oder Krustenkunde. Man lernt die Herstellung von Glas. Man lernt den inneren Aufbau der Erde und wie alt sie ist und was Hoch- und Tiefland ist. Man lernt dergleichen auswendig, anders hat es ja keinen Sinn. Permzeit!

Man lernt nicht, wie die Erde zu schonen ist und wem sie gehört und wem sie nicht gehört. Man lernt nicht, wie man Fensterscheiben am effektivsten zerstört, wenn man mal flüchten müsste. Man lernt die ganze Zeit eigentlich rein gar nichts. Aber davon immer mehr in immer kürzerer Zeit. Und am Ende sind dann mal wieder alle enttäuscht, dass davon rein wenig hängen bleibt. Die Hochschullehrer beschweren sich gerne über ihre Neustudis, die Lehrmeister ziehen über ihre Lehrlinge her.

Frisch-fröhliche Verbreitung von Bildung unter den herrschenden Bedingungen ist unmittelbar eins mit ihrer Vernichtung.
[Band 8: Soziologische Schriften I: Theorie der Halbbildung. Theoder W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 4921 (vgl. GS 8, S. 110)]

Aber man arbeitet weiter hart dran. Davon lebt schließlich eine ganze Industrie, die sog. Nachhilfe, die eher Forthilfe heißen müsste.

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