Texte fürs Blog

Erzeugung von Misstrauen

Im Gästehaus der Rhönklinik in Bad Neustadt untergebracht, erkundigt man sich selbstverständlich auch über etwas wie die Hausordnung. Eigentlich gehe auch ich von der Anwesenheit ganz gewöhnlicher Menschen sogar an diesem Ort aus. Doch das Misstrauen wird geschürt, wenn man lesen muss, dass das Wertfach im Zimmer nicht versichert sei. Dabei ist das sogar schon eine Art Tresor. Gegen ein Pfand von 10 Euro kann man aber ein Wertfach mieten, welches bis zu 500 Euro versichert ist. Da wird einem ja mulmig. Und mittlerweile gehe davon aus, dass die Probleme womöglich gar nicht von den Gästen des Hauses herrühren sondern von den Mitarbeitern - nicht der Putzkolonne sondern den Ärzten. Erfahrung lehrt die Eintragung des Hinweises an die Gäste. Aber vermutlich muss man das machen, damit im Falle eines Falles alles geklärt ist. Wie auch immer. So unschuldig, wie man sich die Umgebung wünscht, ist sie dann offenbar nicht. Und dann wird man misstrauisch.

»Als Einrichtung des Gesundheitswesens bitten wir Sie darüber hinaus, Alkohol nicht missbräuchlich zu zu genießen. Rauchen in den Zimmern und auf den Balkonen ist nicht gestattet.« (Das geht nur in der Cafeteria! - aber natürlich auch nicht missbräuchlich!)

Kommentare

Gut so: Nur in der Cafeteria und nur zu Essenszeiten. Wird denn für Verständnis gedankt oder von Selbsterklärung ausgegangen?

Hah. Der Spagat zwischen Medizin und Wohlfahrt und Kommerz.

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