Texte fürs Blog

Haiku: Zunder in Klabunderland

Jemand zitiert jemanden.
Die Welt geht unter.

Neurosenbeschau in der Blogbar und ein kleiner schöner Kommentar dazu von Megawatt.

Kommentare

Achtung, Rückkopplung: Megawatt zitiert deinen Haiku. - War recht interessant, bei Blogbar zu kucken; gestern knapp über 20 Einträge, jetzt sind die bei 78 angekomemn. Don Alphonso die ganze Zeit die Haßkappe aufgehabt ... Wenn man sich überlegt, daß diese Frankfurter “News” ein dummes Abzockerblatt ist, das es nie zu einer überlebensfähugen Auflage bringen wird, ist die Aufregung vielleicht ein klein wenig, ein ganz klein wenig, übertrieben.

Das Bild, das zum Vergleich vor meinem inneren Auge aufsteigt, ist sicher von Wohnort (Münchener Innenstadt) und Jahreszeit (Ende September) geprägt: In Bayern gehören Raufereien zu Volksfesten dazu. Sobald die Feiernden eine solche sich anbahnende auch nur wittern, eilen sie hemdsärmelkrempelnd herbei und stürzen sich hinein.
Beschwichtigungsversuche vom Rande enden auch gern mal mit einem blauen Auge für den Beschwichtiger.
Die meisten schauen von den Sitzplätzen aus zu, schütteln den Kopf, machen “tststs”,mischen sich nicht ein. Erzählen aber daheim der Nachbarin davon: “Ham'S schon g'hört?”
Ja, doch, ich glaube das Bild passt.

Blogbar ist sogar schon bei Kommentar 179 angekommen! Und zu Megawatt habe ich mich getrackbackt - sagt man wohl so. Die Frankfurter “News” sind bestimmt irgendwas. Aber da sollen die von der Frankfurter Rundschau sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, oder die von der taz, sonst fallen die da ganz schnell runter. Wie steht es so schön bei http://www.djv-nrw.de/tarif...
“Im Tageszeitungsbereich gilt für sie (außer in Hessen und den neuen Bundesländern) der Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Mitarbeiter.”

Hessen war schon immer anders und in den sogenannten Neuen Bundesländern kann man sowieso machen, was einem gefällt. Das ist “Wilder Westen”. Die Aufregung ist nicht nur ein klein wenig übertrieben, sie ist idiotisch, sinnlos und - meine private Meinung - affig.

Da ich auch für Zeitungen arbeite, es erinnert mich an manche Reaktion von Autoren rezensierter Noten oder Bücher. Die fühlen sich bei Kritik fast immer missverstanden. Aber das wäre ja noch schöner, wenn die Autoren sich selbst rezensieren wollten.

Weißte Dicki, ich will da niemandem nahetreten und auf dich ist es sowieso nicht gemünzt. Aber die Doppelmoral, wie da jetzt “Geistiges Eigentum” (an zwei bis drei Sätzen) proklamiert wird, nicht selten von Leuten, die als erste Aufschreien, wenn Juristen der Phonowirtschaft gegen “illegale” Down- und Uploads vorgehen, dann bekomme ich regelmäßig die Krise. Hier wieder das kindische Spiel von “Ey, wir sind Guten” und “Ihr seid die Bösen” - der regelmäßig notorische Einsatz von dem Wort “Neoliberalismus”, der so gut wie nie substanziiert wird - das sind alles Verwehungen der Deformation.

In den 70er Jahren schlug man seine Gegner mit der leeren Formel des “Das ist aber undialektisch” nieder. Das war damals nicht anders als heute. …

Gedankenbefreiung! Du hast es ganz prima in deinem Eintrag “Lauschangriffe lohnen nicht” (http://derwahredicki.twoday...) festgehalten. Es gibt einen unwiderstehlichen Drang zu Geschäftsordnungsdebatten. Und das zuletzt ist etwas, was mich am Wühlen in der eigenen Suppe (der sogenannten Blogosphäre in Deutschland) so nervt, dass ich es in Zukunft komplett ignorieren werde, es sei denn darin spiegelt sich der Niedergang einer Kommunikationskultur und ist als Phänomen interessant.

Ja, Frau Kaltmamsell, das Bild passt und ich entschuldige mich. Die sogenannte Blogosphäre hat ihre sieben Mägen und ich muss gestehen, … achwas, für Geständnisse ist es eh zu spät.

Ich empfehle heute zum akustischen Gebrauch “Meta Records 26 - Meta Magic Music, Some Quiet Stars”. 8,90 Euro inkl. Versand. Ein schöner Querschnitt durch ihr Programm: http://www.metarecords.de/c...

Oh, kein Grund zur Entschuldigung. Ich bin die erste, die bei “Ham'S schon g'hört?” stehen bleibt.

Außerdem, (trat sie näher an den Nachbarn heran und setzte ihre verschwörerische Miene auf) haben die mir am Dienstag und heute in der Früh so eine News-Zeitung in die Hand drücken wollen, so junge Leute an der U-Bahn-Rolltreppe in weißen Anzügen. Aber hinten auf den Anzügen ist gestanden “Zeitung TO GO”, und da hab ich mir gedacht, was will ich denn mit Nachrichten aus Togo, und hab gesagt: “Nein danke.”

1.)

1.) Geschäftsordnungsdebatte gerade kürzlich erlebt; es ist zum Davonlaufen
2.) Eine weitere beliebte Totschlagformel von damals: “das ist unproletarisch”
3.) Danke für das Lob, Herr Huflaikhan
4.) Sehr schön, Frau kaltmamsell, das macht gute Laune (die Erzählung jedenfalls)
5.) Verschiedenes

6.) Personalia - nichtöffentlich

Angetrieben von:

Powered by Drupal