Texte fürs Blog

KipTerMer

Mir träumte heute nacht. Ich deckte auf, dass ein reicher Mann und angesehen den Drogen verfiel. Ich deckte es auf. Das Mittel, das er schluckte trug den Namen „KipTerMer“, ein, wie man mir in der Asservatenkammer sagte, haschisierter Stoff. Wobei das T aussah wie ein Kreuz im Kreis. Wohl konnte ich den reichen Mann, Vertreter eines heruntergekommen Rechtswesens, dazu überreden, sich selbst anzuzeigen. Aber das machte er offenbar nur zum Schein. Vor dem Polizeigebäude traf er eine Bekannte, eine Mitzwanzigerin, die selbst von einer Selbstanzeige kam und ihre schlechten Erfahrungen mitteilte. Den reichen Mann im Gobelin verließ der Mut — und ich musste wohl aufwachen.

Haschisierter Stoff! KipTerMer? Warum spielte ich in einem so unsinnigen Soap-Dream nur mit? Hieß nicht ein äthiopischer Läufer so ähnlich wie die Droge? Haschisierter Stoff, ein wunderbarer Begriff, da mein Traum keinen Zugriff auf entsprechende Lexika kannte?

Trübes Land da draußen. Texte fließen an meinen Augen vorbei. Werden digital gepresst und gespeichert. Ein Ad-Server macht mir Spaß, wenn er funktioniert. Wieder copy&paste, Messerchen eisen sich los, das Spülwasser wird nicht rot, nein, zu wenig Blut. Alles haschisiert. Dagegen Müdigkeit, der Kopf will gelähmt sein um das trübe Land zu ertragen. Rot in Grau.

Laß in der Wahrheit immerdar
Mich bleiben
 
 
Niemals im Unglück
 
 
           aber zu singen1

Und dann …

[1] Erste Fassung, Dem Fürsten, Hölderlin, Anfang

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