Texte fürs Blog

Kulturpolitischer Rückblick

Ebenfalls in der neuen musikzeitung gibts einen Rückblick auf das Jahr 2004, mit Ausweichungen nach 2003.

Hier ein Ausschnitt:
Man darf sich aber dann doch fragen, wie stand es denn um diese große Familie der Musiker oder an Musikinteressierten? Alles nur Waschlappen und Elendsbeschwörer? Nein, wir sind gut und haben uns lieb. Wirklich? Familienstreitereien, wo man auch hinsieht. Gleich zu Beginn des Jahres gab es einen heftigen und noch nicht beigelegten Streit zwischen der GEMA und den deutschen Phonoverbänden. Es ging um Urheberabgaben bei Tonträgern und mittelbar auch bei Internet-Musik-Download-Plattformen. Einer gab dem anderen die Schuld am Nichtzustandekommen von Verhandlungen. Die Familie der Musiker und Musikinteressierten, der Verkäufer und Käufer, der Kunden und Autoren wurde fragil befragt. Es ging auch im Hintergrund um die Frage: Wer verdankt wem was? Die Verwerter den Künstlern, die Verkäufer den Verwertern den Künstlern oder umgekehrt. Ein unnötiger Streit um den Primat, wer das musikalische Zepter führe. Das beanspruchte nicht gerade leise im Mai die Phonowirtschaft: „Die Phonowirtschaft ist der wichtigste Investor in inländische musikalische Kreativität. Von der Ertragsfähigkeit der inländischen Tonträgerunternehmen hängt deshalb die Lebens- und Entwicklungsfähigkeit der inländischen Musikszene ab.“ Wenn es denn so wäre. Aber die Familie hat sich doch im Rahmen der Entwicklung der Novellierung des Urheberrechts zusammengefunden. Der alte Sparkassenslogan heißt nun: „Wenn’s ums Geld geht: Urheber.“

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