Texte fürs Blog

Liebes Internet-Tagebuch,

heute muss ich mit dir mal was ganz im Vertrauen besprechen. In letzter Zeit bittet mich meine Freundin immer wieder mal um Rath und Tath, vor allem, was die richtige Rechtschreibung angeht. Sie fragt: „Schreibt man loszuwerden auseinander oder zusammen?“ Das weiß ich ja auch nicht. Aber vor allem: „Wie schreibt man »raus--schmeiss-ssen«, wie schreibt man »er--morden«, wie schreibt man »ver--gif--ten«?“

Langsam mach ich mir Sorgen, ich war doch immer brav und habe gethan wie mir geheißen. Und warum sagt sie, ich solle doch einfach mehr rauchen, das sei so gesund geworden, am besten so Zeuch mit ganz viel Tabak und Asphalt drin. Asphalt sei ja auch in Asphirin drin von dem sie mir morgens 5 Tabletten gibt. Na, die Hülle zeigt sie mir ja nie, nur die zerkleinerten Tabletten. Das macht man so, sagt sie. Das nennt man »Mör--sern«.

Mittlerweile höre ich links fast gar nichts mehr, aber sie sacht, das sei ganz normal. Per aspera ad astra, oder so ähnlich sacht sie. Und zum Telefonieren geht sie in letzter Zeit immer ausm Zimmer.

Irgendwie, liebes Internet-Tagebuch fünd ich das mekwüdig. Kann es sein, dass die krank ist und ich mit irh zum Artzt muss?

Kommentare

Nein, achiwo, nur keine unnützen Gedanken daran verschwenden, alles gut! ;-)
Wir Frauen fragen doch auch nicht nach, wenn ER plötzlich mit Blumen in der Tür steht!

Da machst du aber einen Scherz, nicht wahr?

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Die ganze kindheit war mir ein gewitter
Nur hie und da von lichtem strahl durchstreift.
Der sturm der regen schadeten so bitter
Dass wenig frucht in meinem garten reift.

Nun ist der herbst der jahre angekommen ·
Ich muss zur schaufel greifen und zum karst ·
Die erde wieder sammeln die verschwommen
Wo mancher riss von grabestiefe barst.

Doch ob ihr neuen blumen die ich träume
In diese ausgespülten flächenräume
Die nahrung findet deren ihr bedürft?

O schmerz o schmerz! die zeit am leben zehret –
Der düstre feind der uns am herzen schlürft
Und sich mit unsrem blute stärkt und mehret.

Herr Hufner, Sie brauchen mehr gute Nachrichten für`s Gemüt, habe ich den Eindruck. Ich weiss, ich weiss: woher nehmen, wenn nicht stehlen, aber ich mache mich auf die Suche.

Da hat die Frau Juliane aber recht. Mit dem Gemüt, mein' ich.
Geh' doch mal mit dem Theo einen saufen. Und dann verhaut ihr im Vollsuff eine 5-6 köpfige Gruppe Kahlgeschorener. Da merkt man am nächsten Tag, dass man noch lebt, wenn auch an seidenem Faden. Da relativiert sich einiges.

Wie seid Ihr denn alle drauf? Da macht man hier mal einen Witz und schreibt mal sozusagen im Stile von dem Sänger von The Cure oder sonstwem.

Mädels, Jungs: Mir geht es super, wirklich ausgezeichnet (zumindest soll ich das jetzt sagen, sagt meine Frau). Wirklich, nie besser gefühlt als wie jetzt, beim Schlafen tun die Brandblasen auf dem Rücken auch fast gar nicht mehr weh.

Keine Sorge zur Beunruhigung. Sodele, jetzt muss ich wohl mal ein lustiges Foddo veröffentlichen. Einen Moment Geduld bitte.

Frau Juliane, ich glaube man verulkt uns...

Och, nöö, … I wo, Ach was ™

Vielleicht wollte Herr Hufner unsere „Weihnachtsfühligkeit“ testen, unsere sentimentale Grundstimmung in Anbetracht des bevorstehenden romantisch-melancholischen Festes. Er denkt sich: „Mach`ich ma n bisschn auf traurig, lass den leicht angeknackt geknickten Hufner rausguggn - ma guggn, wie die Damen und Herren draussen reagieren, ob sie mich noch liebhaben tun.“

Dann, Herr Semmel, sind wir ganz furchtbar reingefallen.

Für alle anderen Fälle, und sollte der Herr H. uns nun quasi eine Doppeltäuschung präsentieren - komm` Se doch ma auf`n Kaffee vorbei, wenn`se in Hamburch sind! ;-)

P.S. The Cure ist ja soooooo was von out! ;-)

Nein, niemand fällt hier auf irgendwas rein. Echt nicht. Jetzt mal ohne Spaß, ganz im Ernst: Es geht mir gut!

Aber die Lyrik, nun, die ist nun einmal oft traurig. So geht das, auch bei Baudelaire.

Ich werde mich ordentlich bei euch entschuldigen.

Entschuldigung. Das war nicht meine Absicht. Nie wollte ich wen verulken. Das sollte infach nur ein lustiger Text sein. Der ist Fiktion gewesen. Ich bitte das Missverständnis zu entschuldigen.

Und Hamburg, gerne, schaun wir mal. Vielen Dank.

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