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[Rez] House Williams: Revolutionist

<%image(20040304-20040303-house.jpg|140|125|House Williams)%>

Fängt an wie ein Stück von Lou Reed und John Cale. Hometown ist wie Smalltown in den Songs for Drella. Ich schätze, diese Nähe war nicht zufällig, nur das Home=Main – Town ist. Frankfurt eben, irgendwie auch eine Kleinstadt, vielleicht die größte deutsche. Die Musik auf dieser Scheibe grabbelt sich offenbar auch dank der Tücken und Tricks der MC-505-Groovebox (bedient durch Christoph Schlegelmilch) wunderbar von Track zu Track. Mal ehrlich, das klingt nicht nach Deutschland, sondern – wie auch bei anderen Produkten aus dem Hause Hazelwood – nach USA-Rebell-Country-Groove. Eben wie bei Kool Ade Acid Test oder der Mardi Gras.bb. Ist allerdings immer wieder erstaunlich, wie das funktioniert. Und man gewinnt ganz gewiss nicht den Eindruck, dass dies zu einem schiefen Tonfall wird. An bestimmten Tracks wird das dann doch noch eindeutiger zum eigenen Sound:

Zum Beispiel in Track 7 „Salesman“ - da reichen einfach krachende Gitarren und Blockflötensound auf dem Offbeat. Das wird dann tatsächlich zu einem Frankfurter Palmengarten-Klang, in dem Moment, wo man auf die Straße tritt. Und draußen nieselt und dunkelt es – Kopfhörer auf und den Rotlichtern der Ampeln nach.

Track 8 dagegen „I‘m The One“ hat den Klanghauch alter Kinderdiskotheken mit notorischer Lichtorgel (hier übernimmt das der Femail Choir der Alexandra Georgi).

Track 9 „The Revolutionist“ wird dann wahrgenommen wie ein Soundtrack zu ungedrehten Filmen eines Quentin Tarrantino. Etc. pp. - überzeugt nicht in allen Belangen, zumindest mich nicht.

House Williams: Revolutionist

Hazelwood HAZ 027 – Hörbeispiele hier dort.

Vocals: Josef Bercek / Guitar: Dr. Alexander Mosert / Bass: Markus Rühl / MC 505: Schristoph Schlegelmilch / Female Choir: Alexandra Georgi

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