Texte fürs Blog

Spielplatz weg. Ärger groß. Professionelle Kacke

Ich möchte ja nun doch schon mal wissen, was dieses soll. Dieses upwerten von Volkskriechismus. Jenes Communication-Blafasel. That International Speek. Wenn Detlef Dee mal eine seröse Speach macht. So bei Pro7 neulich und danach vor lauter „kritischen Journalisten“ wie „Bravo (Girl, Gott, Jungs)“ - immerhin nicht so gottverdammt hyperintelligent wie dieses Gequackel aus der Denkresistenza der Faulköppe.

Diese Vorreiter der deutschen Blogosphäre finden zu einer neuen Identität: Sie haben mittlerweile eine kritische Masse erreicht und sind in der Lage, Themen auf die internationale Blog-Agenda zu setzen. Die deutsche Blogosphäre ist sich ihrer Macht bewusster geworden, hat international auf sich aufmerksam gemacht, an Relevanz gewonnen und wird damit in gewisser Weise Stück für Stück erwachsen.
[…]
Jedes Unternehmen muss künftig diese A-Blogs in sein Medien-Monitoring aufnehmen, um Meinungen und Themen zu erkennen, bevor sie in die traditionellen Medien und in die breite Masse getragen werden.
Klowände des Internets -­ neun Thesen zu Weblogs und Meinungsbildung

Hinweis an mich: Den Begriff der Kritischen Masse abmahnfähig machen. Kritische Masse, meine Herren Denkgestörten hat nichts mit platter, plumper Masse zu tun. Kritische Masse ist „kritisch“, massenhaft „kritisch“. Nicht einfach eine Marke, in der Quantität in Qualität umschlägt oder so. Volltrottel diese.
In die „breite Masse“ tragen. Heute kann man das offenbar wieder laut sagen. Es geht um nichts anderes als Verarsche bei diesen Agentur-Saftsäcken. Macht die Masse breiter und breiter. Tretet Sie nur fest mit euren Drogen des aus Konsumismus und Denkbefreiung. Wie Menschen aus meiner Generation und darunter jemals auf solche Scheinheiligkeit und aktive Kaputtisierung der Gesellschaft hinarbeiten können und konnten, wie die sich eigentlich selbst noch ertragen können, bleibt mir wohl ewig ein Rätsel.

Ich find es da ja auch nur irgendwie nachvollziehbar, dass Semmel den ganzen Dreck hinwirft. Ich kenne seine Gründe nicht. Muss ich auch nicht. Andere wissens besser. Ich weiß es nicht.

Ursprünglich wollte ich so ein bisschen was aus meinem Leben mit Semmel erzählen. Die Schwierigkeiten beim gegenseitigen Verstehen und Nichtverstehen (sozusagen bis zum letzten Ping), über Ähnlichkeiten (Haarwuchs) und Unähnlichkeiten (Bach). Über Zappa und die gelbe Gefahr. Doch, denke ich, das soll sein Bewenden haben mit dem Verschweigen.

Gedicht pour Semmel

Niemand.
Niemals.
Nichtsmehr.

Kommentare

Andere wissen die Gründe sogar besser als ich. Andere verstehen mich offenbar auch besser als ich selbst. Na ja.
Du bist ehrlich. Das schätze ich sehr. Danke. Auch für den dadaigen Dreizeiler.

Bist in meinem Herzen.

[ma eben gekuckt und schleich wieder wech]

Eigentlich unglaublich worüber solche selbsternannten Experten und Agentur-General-Director-Deppen glauben schreiben zu können ohne dass irgendjemand aufsteht und feststellt, dass da keiner Kleider anhat. Überhaupt beschäftigt sich das ganze A-Blog-Gedöns zu 90% mit sich selbst, dem Duden und irgendwelchen Technocrati-Ranglistendefinitionen. Ein Traum von einem Betätigungsfeld für Anthropologen und gleich ein Feld für mehrere Dissertationen bei Systemtheoretikern.

[Um so mehr fehlen die Guten!]

Semmel-Andreas ist doch nicht wech. Vielleicht ein Schrippla gworn oder so.

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