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Tim Renner: Wer singt, beißt nicht

In der SZ vom 6/7.3.2004, Seite 16 schreibt Tim Renner und stimmt damit in die Analysen Janko Röttgers ein.

Der physische Träger CD taugt als Haupteinnahmequelle nicht mehr. Vertriebs- und Abnahmewege müssen neu gedacht werden. Nicht einfach für Weltunternehmen.

Das mag alles sein, es mag vielleicht auch richtig sein. Meiner Meinung nach sind das aber Phänomene, die nicht in die Tiefe der Probleme reichen. Renner schließt recht emphatisch, fast romantisch, Synergien zwischen Indies und Fusionen zwischen Majors fordernd:

Beachten dies beide Seiten, Indies wie Majors, dann werden sie wieder Geld verdienen - solange auch nur ein Mensch singt. Und die Menschen werden weiter singen. Es sei denn, sie habe gerade den Mund voll. Mit einem Big Mac. Oder mit Tafelspitz. (ebenda)

Ja, das Singen - so einfach ist das manchmal. Heute wird gerne mit vollem Mund gesungen. Doch, wo und wie kann man das verstehen können. Mit Klingeltönen lässt sich bei denen Kasse machen, denen der Kauf von CD oder Download nicht von der Hand geht. 2,99 Euro für eins auf die Glocke, ja gerne. Ich weiß ja nicht, ob es stimmt, aber ich würde schwer schätzen, dass nur ein geringer Teil der nachgebrannten CDs von denen noch gehört wird, die sich diese zulegen oder geschenkt bekommen. Ich fürchte (glaube), dass Musik einfach nur gar nicht mehr gehört wird - wiewohl immer mehr Musik im Umlauf zu sein scheint.

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