Texte fürs Blog

Umwegunrentabilität

Lange hatte ich nichts zu bespötteln wegen der Deutschen Bahn AG. Sieh hielt komischerweise fast immer gerne ihre Zeiten und Wege ein, mal abgesehen von dem außerplanmäßigen Halt in Seubersdorf, als ein Regionalexpress hielt, um gestrandete Mütter mit ihren Kindern aufzunehmen, deren IC zwar offenbar schon früher Probleme hatte, aber in Seubersdorf wohl endgültig den Geist aufgab. Na bei den problematischen Müttern und ihren Kindern aus der Erholungsklinik im Bayerischen Wald kein Problem. Der Zug wurde so zur ersten Erholungsprüfung. Quakquakquak. Böse Blicke brachten nicht viel bei diesen hyperaktiven Kindern.

Gestern auf der Rückfahrt von Berlin dann in Erlangen der kleine Hinweis, dass man Nürnberg nicht anfahre, weil zwischen Fürth und Nürnberg ein Großbrand wütete.

Ich hatte da schon Angst um Quelle, aber es war, wie ich heute weiß das Bahnmuseum der Bahn selbst. Man landete also in Schwabach, dessen Bahnsteig freilch viel zu kurz für ein Doppel-ICE war. Von dort im Regionalexpress zurück nach Nürnberg. Ankunft also etwa 40 Minuten später erst in Nürnberg. Aber immerhin.

Gezwungenermaßen an den sog. Service-Point und Anschluss nach Regensburg erfragt. 22:47 sollte es weitergehen, eine Erstattung des Fahrpreises um einige Prozente käme jedoch nicht infrage. Denn der Anschlusszug wäre ein Regionalzug gewesen und da gibt es sowas nicht. Die Dame muss es ja wissen und ich ließ dies Argument gelten. Als kleine Entschuldigung reichte man mir einen Kaffee-Gutschein. Aber gegen so etwas bin ich immun. Da kommt man sich gleich wie ein Schmarotzer vor. Denn in so einen Genuss kommt nur der, der sich eines solchen Problems wegen meldet. Jemand, der selbständig den weiteren Weg findet, der ist dann der Dumme.

Nur, auf dem Bahnsteig am Gleis 13 dann die Meldung, dass die Ankunft des weiterführenden Zuges auf unbestimmte Zeit sich verzögere, weil eine Streckensperrung vorliege. Fein. Etwa 10 Minuten später der Hinweis, dass die unbestimmte Verzögerung etwa 20 Minuten dauere. Der kam dann auch irgendwann und hielt wie es so nett heißt an jeder Gießkanne. Ankunft in Regensburg dann gegen 00:35 statt der eigentlich erwarteten 22:40.

Mittlerweile nehme ich das alles hin. Einmal vier Stunden irgendwo, davon zwei Stunden im Tunnel bei Fulda festzusitzen, das hat mir genügt und abgehärtet.

Du bist Bahn.

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